Neues zum #Radfahren als #Diabetiker. Heute geht es um meine Erfahrungen auf einer mehrtägigen Tour. Das Vorhaben: Zehn Tage durch die Alpen und dabei zwei hohe Pässe überqueren. Mit dabei jeweils drei Beutel Dextrose- bzw. Dextrose-Fructose-Gel pro Tag.
Soviel kann ich schon verraten: Das #Blutzucker -Management war nicht das größte Problem. Die #Diabetes generell nicht.
Meine Ausrüstung ist auf dem Bild: Stahlrad, Packtaschen, kein Zelt. Wollte lieber AirBnB und Hostels nutzen.
Am ersten Tag ging es von #München zum #Achensee. 112 km, Das Navi kann sich nicht entscheiden, ob es nur 790 oder 960 hm waren. Dank Umweg eher 960. Leichte Hypo am ersten langen Anstieg, Lektion: Rechtzeitig was nehmen!
Am Ende erwartete ich, dass der BZ nach der Fahrt steigen würde, und habe dagegen gespritzt. Fehler, zweite Hypo, aber schnell korrigiert.
Landschaftlich ein reiner Genuss, sobald man aus der Stadt raus war. Würde nächstes Mal vielleicht trotzdem den Isarradweg bis Tölz nehmen.
Am zweiten Tag der erste Schreck: In der steilen Abfahrt ein Schild „Umleitung“, nur war da keine Straße. Aber mitfühlende Bauarbeiter, die mich das Rad am Bagger haben vorbei tragen lassen. Dann das herrliche Inntal, das radfahrtechnisch sehr angenehm war, da kann man sehen, dass ich die Anstrengung eher überschätzt habe; aber alles halb so wild. Der rein nach verfügbaren Unterkünften gewählte Halt in Haiming war ein echter Glücksgriff.
95 km, ungefähr 300 hm. Die Karte zeigt nur 2/3 der Fahrt.
Dritter Tag #Radtour in den #Alpen aus #Diabetiker -Sicht: Es ging weiter den Inn hoch nach Scuol im unteren #Engadin. Diesmal kann Komoot sich nicht zwischen 1100 und 1320 hm entscheiden, jedenfalls waren es 101 km. Ab #Haiming ist der #Inn viel wilder, ein Gebiet zum Raften, entsprechend sind viele kurze fiese Anstiege dabei (und auch lange). Daher auch ein paar kurze Hypos. Landschaftlich ein absoluter Traum.
Lektion: Stöpsel ins Ohr, um den ersten Hinweis auf fallenden #Blutzucker zu hören!
An dem Tag hat mir noch Peto Bike in Zams einen Kettenhalter montiert, mit dem ich das Problem loswurde, dass alle 100 km die Kette abging. Habe dort wie eigentlich überall enorm zugewandte, professionelle Leute getroffen, hilfsbereit und freundlich. Nochmal Danke dafür.
Spektakulär war die Grenze zur #Schweiz. Früher ein Fort in der Felswand, heute ein kleines Schild am Wegrand. Aber ab da wurde der Schotter grob und die Wege steiler!
An Tag 4 meiner #Radtour durch die #Alpen sollte es 95 km bis zur #Inn -Quelle in #Maloja gehen, aber da musste ich meinen Plan ändern. Das Höhenprofil zeigt: Die extrem steilen Anstiege gleich zu Beginn waren mit Gepäck zu viel. Habe viel Zeit mit Schieben verloren und als nach 67 km noch Regen einsetzte, war der Spaß weg und ich habe den Rest mit der #RhätischeBahn gemacht. Obwohl es ab da viel flacher wurde.
Ein hartnäckig niedriger BZ hat meine Laune nicht verbessert. Die Landschaft schon.
Für die vier weiteren Tage erstelle ich gleich einen eigenen Thread.
Wie, nur noch vier? Fragt, wer aufmerksam mitgelesen hat, es war doch von geplanten zehn Tagen die Rede?
Bleibt dran!😀