Ich finde, auf #Mastodon diskutieren wir inzwischen schon richtig gut über die #Demografie als interdisziplinäre #Wissenschaft.

Weil mich die krassen Verkürzungen in einem Alt-gegen-Jung-Video von #Kurzgesagt geärgert haben, habe ich dort in einem kurzen YouTube-Short erwidert: https://youtube.com/shorts/eihIsLN4iEY

Das Kurzgesagt-Video verkürzt Demografie auf das Thema Knappheit

YouTube
@BlumeEvolution Ein Punkt der völlig untergeht in der Demographiefrage ist die Diskrepanz zwischen dem wachsen der Unternehmensgewinne und dem praktischen Reallohnverlust seit den 80ern
@BlumeEvolution
Inhaltlich absolut auf den Punkt.
Ich bin glücklich, Deinen Account hier gefunden zu haben. 🙂

@BlumeEvolution

Das #Ruhrgebiet steht und fällt mit dem Thema (Problem! Herausforderung! Potential ! ) #Demographie.

In schneller Folge von ländlichen Verhältnissen zum Ballungsraum durch Einwanderung (ab 19. Jh., weiter in Wellen), Aufbau, teilweise Abbau, Schrumpfung.

Von Fortschritt zu Stagnation, Umbau. Das alles läuft nicht unbedingt harmonisch ab, der Ton ist teilweise rauh. Wer gehört zu welcher Gruppe, wer gehört gerade (!) zu Vielen/Wenigen. Wo Miteinander, wo Nebeneinander? usw.

@haiku_shelf @BlumeEvolution Solange nicht #Rechtsextreme über soziale Mainstream-Medien, die Bildzeitung u. eine Reihe anderer malefider Medien sowie über die AfD als ihrem parlamentarischen Arm gezielt Misstrauen und Argwohn fördern, kommen Menschen unabhängig von ihrer Herkunft/„Gruppe“ in der Regel gut miteinander aus, und zwar gerade dort, wo es viele Immigrant:innen gibt. Das gilt im Ruhrgebiet wie in der holländischen Randstad. #noafd #nofascism

@Fietsbel @BlumeEvolution

Hinweis auf äußere Störung/Manipulation von 'an sich' funktionierenden Systemen (oder in Teilen funktionierenden Systemen) ist wichtig.

Aber...Bei melting pots (und der Ruhrpott ist einer) gibt es auch ohne diese erwähnten Manipulationen (diese Zeitung mit den vier Buchstaben u.a.) reale Probleme, die sich, wenn übersehen, geschönt, verdrängt usw. potenzieren. Da entstehen Reibungen. Kann sich negativ auswirken, muss es aber nicht. Kann auch Kreativität entstehen.

@haiku_shelf @BlumeEvolution „reale Probleme“? Welche?

@Fietsbel @BlumeEvolution

Zahlreiche.
Und das wirst du wohl wissen.

@haiku_shelf @BlumeEvolution Damit wir uns nicht missverstehen: Du hattest Probleme angesprochen, die sich aus der demographischen Zusammensetzung der Bevölkerung im Ruhrgebiet ergeben. Daher meine Frage: welche sind das? - Übrigens habe ich selbst nie im Ruhrgebiet gewohnt, aber schon in anderen großstädtischen Ballungsräumen mit allerlei sozialen Problemen.

@Fietsbel @BlumeEvolution

Beispiel für Problem -> gesellschaftliche Spaltung:

Grundschule als Brennpunktschule.
Hoher Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund (sprachliche Probleme -> aber auch Kinder ohne Migrationshintergrund können sprachliche Probleme haben, bedingt durch Elternvorbild, soziale Situation usw.). Große Klassen. Lehrermangel. Hilfskräfte. Ungeeignete Räumlichkeiten für Ganztag.

Bestimmte Eltern weichen auf andere Schulen aus (bis in Nachbarstädte). Elternfahrdienst.

@haiku_shelf @BlumeEvolution Wenn eine Grundschule solche Probleme hat, sollte sie zusätzliche Unterstützung bekommen, z.B. durch Sprach-Coaches/Logopäd:innen, je nachdem. Aber meiner Erfahrung nach (ich habe mal Asylbewerber:innen unterstützt) lernen gerade Kinder im Grundschulalter noch spielerisch leicht, schnell und muttersprachlich Fremdsprachen (die meisten Kinder…). - Das Problem scheint mir höchstens teilweise mit einem Migrationshintergrund zu tun zu haben.

@Fietsbel @BlumeEvolution

Der Haken liegt hier:
"...sollte...bekommen..."

Wir sind da (deine Anmerkung zu Sprachpädagogik) nicht auseinander (Potential für Spracherwerb/-verbesserung bei geeigneter Förderung).

Ich schilderte eine Ist-Situation, die natürlich verändert werden könnte.
Aber du fragtest nach bestehenden Problemen und was ich nannte, ist eben ein Beispiel. Die mögliche Veränderbarkeit diskutiere ich nun nicht hier mit dir.

@haiku_shelf @BlumeEvolution Was ich versuchte deutlich zu machen, ist, dass das Problem eine kleine Minderheit betrifft und wenig bis nichts zu tun hat mit Migration. Das gilt, was mich betrifft, für die meisten sozialen Probleme in Ballungsräumen. Es geht viel mehr um den sozialen als um den ethnischen Hintergrund.

@Fietsbel @BlumeEvolution

"...eine kleine Minderheit betrifft..."

Nein. Im Bereich dieser Brennpunktschule und der anderen Brennpunktschulen in dieser Stadt, in den Nachbarstädten nicht.

@haiku_shelf @BlumeEvolution Aha. Wenn es dort mehr sind, brauchen die Kinder/Grundschulen dort zusätzliche Hilfen. Es geht mehr um individuelle Anpassungen.

@Fietsbel @BlumeEvolution

Wir drehen uns jetzt echt im Kreis.

Habe eine Ist-Situation beschrieben.
Dass man ändern könnte (in Theorie), ist klar.
Ob praktisch geändert wird (mehr Personal, bessere Räume etc.) ist fraglich. Gründe dürften bekannt sein.

@haiku_shelf @BlumeEvolution Das alles bestreite ich doch gar nicht. Der einzige Punkt, um den es mir ging, ist, dass das genannte Problem nicht unbedingt mit Migration zu tun hat, sondern vielmehr mit sozialen Lebensumständen.

@Fietsbel @BlumeEvolution

Wie oft soll ich nun auf den Inhalt meines ersten posts verweisen?🤔

Das war jetzt mein letzter post in diesem Gespräch.

@Fietsbel @BlumeEvolution

".. Das Problem scheint mir höchstens teilweise mit einem Migrationshintergrund zu tun zu haben..."

Darauf wies ich in meinem Beispiel hin (auch Kinder ohne Migrationshintergrund sind durch Sprachvorbild durch die Eltern, die Sozialstruktur betroffen).

Dass das Problem Sprache (sprachlicher Stand bei Einschulung usw.) auf mehreren Ursachen beruht, potenziert ja das Problem.

@haiku_shelf @BlumeEvolution Die meisten Vor- oder Grundschulkinder lernen Sprachen aus ihrer Sprachumgebung, also auch Schule, Freunde, Medien usw. Deswegen sind sie ja meist in kurzer Zeit muttersprachlich.- Auch Kinder ohne Migrationshintergrund (auch der Eltern) können spezifische Sprachprobleme haben, durch physische Behinderung oder kognitive Einschränkungen.

@Fietsbel @BlumeEvolution

Nochmals:
Ich habe in meinem ersten post darauf hingewiesen, dass die sprachlichen Defizite unterschiedliche Ursachen haben können.

@Fietsbel @haiku_shelf @BlumeEvolution

Ich würde das nicht auf die AfD beschränken. Die CxU - allen voran Merz und Dobrindt - ist gut mit dabei, wenn es gegen Migranten und Ausländer / Bürger nicht bundesdeutschen Herkunft geht.

Merz macht dabei zum Teil vor niemanden Halt.

@byggvir @Fietsbel @BlumeEvolution

Weil ich in meinem post das Ruhrgebiet erwähnte:

Der OB von Dortmund wurde in Beirut geboren. Ein CDU-OB.

"...Er ist der erste CDU-Oberbürgermeister der Stadt seit 1946..."

Anmerkung;
Beurteilen kann ich ihn nicht, war vor Jahrzehnten letztmals in dieser 'verbotenen Stadt' (= BVB-Region⚽ ).

https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Kalouti

Alexander Kalouti – Wikipedia

@byggvir @haiku_shelf @BlumeEvolution Abgesehen von Dobrindt, Merz u.a. in der Bundesregierung ist trotzdem nicht jede/r in der CxU rechtsextrem, besonders nicht bei den Wählenden. Die AfD hat hingegen kein anderes Interesse und Programm als die #Hetze gegen Asylbewerber:innen und Menschen mit Mitgrationshintergrund oder Behinderung, LHBTIQ und (nicht-rechtsextreme) Frauen. Leider nähert sich die (offizielle) CxU inzwischen tatsächlich bedrohlich der AfD an. #noafd #nofascism

@Fietsbel @haiku_shelf @BlumeEvolution

Ich würde es nicht als rechtsextrem bezeichnen. Aber das Prinzip ist immer das Gleich. Spalte und herrsche. Mal wird auf die einen rumgehackt, mal auf die anderen. Rechtsextrem wird es - für mich -, wenn man Menschen die Würde anspricht.

@byggvir @haiku_shelf @BlumeEvolution Es gibt historisch-soziologisch eine ganze Reihe Merkmale von Rechtsextremismus, die auf die AfD zutreffen: übertriebener Nationalismus, Falschbehauptung einer imaginären und romantisierten konfliktfreien Volksgemeinschaft und ihrer Überlegenheit gegenüber anderen Völkern, Falschbehauptung der Kenntnis des Volkswillens, Ausgrenzung anderer als minderwertig beurteilter Menschengruppen, Verachtung der demokratischen und rechtsstaatlichen Institutionen. 1/
@byggvir @haiku_shelf @BlumeEvolution Wenn Menschengruppen, egal welche, als minderwertig beurteilt und ausgegrenzt werden (daher z.B. das Geschrei nach ständiger Verschärfung des Asylrechts, daher rassistische, antisemitische, anti-LHBTIQ Gewalt/Diskriminierung u. Gewalt gegen Frauen), verletzt das die Betroffenen natürlich in ihrer Würde. Das ist auch beabsichtigt. Merz‘ „Stadtbild“-Beleidigung schlug leider in die gleiche Kerbe. #noafd 2/

@Fietsbel @haiku_shelf @BlumeEvolution

Nicht das wir uns missverstehen: Die AfD ist eindeutig rechtsextrem. Das sind stramme Nazis.

Die CxU ist stets bemüht, zwischen ihr und der AfD keine große Lücke aufkommen zu lassen.

Die Methode ist immer die einen gegen die anderen aufzustacheln. Das erspart es, sich mit der Sache auseinander zu setzen.

Der Begriff "Klimaterroristen" wurde von CxU Politikern geprägt (Unwort 2022). Merz hat 2022 mit "Sozialtourismus" das Unwort auf Platz 2 genutzt.

@byggvir @haiku_shelf @BlumeEvolution Das Grünen-Bashing durch die CXU ist durch den Einfluss der Öl- und Gaslobby zu erklären. Obwohl ich die Klima-Klebeaktionen problematisch fand, wurden und werden Klima-Aktivist:innen gegenüber Rechtsextremen oft unverhältnismäßig schwer bestraft. Die Verhältnismäßigkeit geht verloren, während die Öl- und Gaslobby ihren Einfluss trotz der hohen Preise wieder verstärkt. Mit Unterstützung der CxU und der AfD, die den anthropogenen #Klimawandel völlig leugnet.
@BlumeEvolution
Leider wird die Diskussion über die Belastung durch Steuern und Abgaben derzeit sehr eng geführt und zwar lediglich mit Blick auf die Wirtschaft d.h. konkret die Unternehmen.
Letztlich läuft es darauf hinaus, dass eine Senkung der Steuern etc in diesem Bereich zu mehr Beschäftigung führen soll und wegen der Demografie die Errungenschaften der Arbeiterbewegung über Bord geworfen werden.
Aber am sog. Trickle-down-Effekt bestehen erhebliche Zweifel.

@Sabine1963 @BlumeEvolution

Ich denke, die Denke in diesen Fragen ist falsch! Steuern sind keine Belastungen, auch wenn sie auch mir persönlich auf dem Lohnzettel weh tun!
Bildung kostet Geld. Und man kann nicht über Bildungsprobleme jammern, wenn man sich selbst aus der Verantwortung stiehlt!
Das Gleiche gilt für Infrastruktur. Wer eine funktionierende Infrastruktur will, muss sich auch an den Kosten beteiligen!
Feuerwehr, Polizei usw.
Auch dort gehen unsere Steuern hin!

@Sabine1963 @BlumeEvolution Abgesehen davon würde "die Wirtschaft" auch nicht funktionieren ohne die durch Steuern finanzierte Infrastruktur.

@BlumeEvolution
Ich nehme den populistischen Punkt, die Steuern seien zu hoch, auf. Jahr für Jahr verschuldet sich der Staat mehr. Gleichzeitig wird der Bestand - Brücken, Straßen, Schulen, Gebäuden, ... - immer weniger gepflegt. In Dresden droht die nächste Brücke einzustürzen.

Die Steuern sind viel zu niedrig.

Es ist egal, ob ich im Jahr von 10 € Steuer 5 € über die Lohnsteuer und 5 € über die Einkommenssteuer zahle, oder das Verhältnis 4 zu 1 ist.

Wir brauchen gerechte höhere Steuern.