Ich habe als Heilerziehungspfleger Eltern immer gesagt, dass Hoffnung eine Form von Widerstand ist. Dass man kämpfen muss. Dass auch ein Kind mit schweren körperlichen Einschränkungen ein gutes, freies und würdiges Leben haben kann. Heute spüre ich zum ersten Mal Angst statt Hoffnung. Wenn die Union als Juniorpartner mit der AfD regiert, werde ich nicht mehr kämpfen. Dann werde ich fliehen. Denn ich habe Angst vor diesen Deutschen!

#AfD #NieWiederIstJetzt #Inklusion #Menschenrechte #Faschismus #Demokratie #HEP #EinfacheSprache

@Lancker Wohin kann man fliehen?
@fragmichnicht Ich denke derzeit über Südamerika nach. Aber öffentlich werde ich sicher nicht schreiben, wo die Nazis mich suchen müssen.
@Lancker Ohne daß man da Persönliches preisgeben muß, stellt sich die Frage, welche Länder dieser Erde überhaupt noch Flüchtlinge aufnehmen und wie man dort seinen Lebensunterhalt bestreitet, ohne sich in Lagern unter hygienisch fragwürdigen Umständen wiederzufinden.

@fragmichnicht @Lancker sobald ich nach "sicher für queers, gesicherte med. Versorgung trans" suche, wird die Karte leer wie im 8. Jh. v. Chr.
Außerdem, was mach ich mit meinen Kindern, den Eltern?

Ich glaub ich muss hier bleiben und Nazis verhauen.

@Lancker ja weil die AfD durch und durch böse ist und niemandem positive Gefühle gönn. Die kennen nur Hass und zynsmus. Wir müsswn zu denen nicht nett sein. Die ziehen ihre teuflische moralisch brtforbene Agenda so oder so durch.
@Lancker Menschen mit Behinderung haben, wenn sie "freiwillig" migrieren in vielen Ländern keinen Anspruch auf Zugang zum Gesundheitsversorgung und Sozialsystem, insbesondere wenn sie nicht erwerbsfähig sind.
@Lancker Also ich kann nicht migrieren, weil ich auf Dauermedikation angewiesen bin.
@Lancker Ich habe keine Ahnung, wie und wohin ich fliehen könnte. Die einzige lebende Sprache außer Deutsch, die ich gelernt habe, ist Englisch. Meine Fähigkeiten, Dinge zu organisieren, sind recht begrenzt. Ich habe keine Kinder, nur eine Katze, aber ich habe ein Haus und einen riesigen Garten (aber nicht das Geld, um all das am Haus zu machen, was eigentlich mal dringend gemacht werden müßte), und der Garten ist voll mit allen möglichen seltenen Pflanzen, nicht nur mit bedrohten Wildpflanzen, sondern auch mit seltenen und fast vergessenen Sorten von Kulturpflanzen. Apfelbäume von alten Sorten, die man kaum noch findet. Himbeeren, Brombeeren, Weinbeeren, Stachelbeeren, Pflaumen, Kirschen, Kirschpflaumen, Aprikosen, Schlehen. Unzählige Erdbeerarten -- diverse Spezies von Wilderdbeeren aus unterschiedlichen Ecken der Welt, diverse Sorten von Kulturerdbeeren, auch alte Kultursorten, die schon im Mittelalter und der frühen Neuzeit aus mitteleuropäischen Wilderdbeeren gezüchtet wurden, aber nach der Einführung der modernen Kulturerdbeere (einer Hybride aus zwei nordamerikanischen Spezies, welche beide von amerikanischen Ureinwohnern domestiziert worden waren), zunehmend in Vergessenheit geraten sind. Jede Menge Kräuter und Blumen.
Wenn das Kapital dieses Grundstück in die Finger bekommt, wird hier alles plattgemacht und in sterilen Fußballrasen mit ein paar exotischen Ziergehölzen verwandelt wie die ganzen Nachbargärten. Dieser Garten hier ist ein wichtiges Biotop, ein Habitat für alle möglichen Organismen, hier gibt es mehr Insekten und sonstige Invertebraten, mehr Vögel, Igel, Maulwürfe als sonst irgendwo in mindestens 800m Umkreis. Der Garten ist kein ökologisch nutzloser Ziergarten wie alle anderen drumherum, sondern eher eine Art botanischer Garten, in dem mein Mitbewohner (Diplom-Biologe {Spezialgebiete Landschaftsökologie, theoretische Ornithologie, Evolution} und Ökogärtner) alles an Pflanzen ansiedelt, was er irgendwo findet und als geeignet erachtet, auch z.B. Wildpflanzen, die in historischer Zeit hier vorkamen, aber lokal ausgestorben waten. Der Garten sieht höchst "unordentlich" aus, auch weil wir nur zu zweit sind und Ästhetik hier keine Priorität hat, sondern Biodiversität. Hier gibt es keinen kurzgeschorenen Rasen, nur eine Wiese, die gelegentlich mit der Sense abgehauen wird. Wenn wir ein neues Beet brauchen, machen wir irgendwo an passender Stelle ein Loch in den Rasen, vermeiden aber umzugraben, um die Bodenstruktur nicht zu stören; üblicherweise legen wir Pappe oder dickes Papier auf den Rasen und verteilen Kompost darauf. Überall liegen Totholzhaufen in der Gegend herum. Gerüste für Blumen oder Kletterpflanzen werden aus Holz gebaut, das beim Gehölzschnitt anfällt, und aus Schilfrohren vom Vorjahr; die sehen überhaupt nicht professionell oder stylisch aus, sondern sehr amateurhaft und klobig, aber scheißegal. Die Tiere aus dem Wald (etwas über einen Kilometer bergauf) kommen hier ständig vorbei, wir haben sogar Hirschkäfer im Garten.
Dieser Garten hier ist ein wichtiger Teil des Kampfes gegen das Artensterben. Hier ist ein Habitat für zahlreiche Arten. Dieser Garten hier bewahrt auch alte Kulturpflanzen, welche gebraucht werden für die Ernährung zukünftiger Generationen. Wird dieser Garten geplättet, ist diese Zwischenstation zwischen dem Wald auf dem Berg und der Flußaue im Tal weg.
Mindestens zwei meiner unmittelbaren Nachbarn sind Anhänger der AfD. In der Gegend hier gibt es zahlreiche rechtslastige Christenfundis, von Mennoniten bis hin zu aggressiven evangelikalen Sekten, und nicht weit von hier ist eine der größten Bibelschulen Deutschlands. Glücklicherweise wählen etliche von denen PBC und nicht AfD -- die Partei Bibeltreuer Christen ist zwar auch keine politische Kraft, die man sich wünschen könnte (außer man ist Fundichrist), aber wenigstens ist sie klein genug, um nicht viel zu können.