🤔 Aktuelle Ergebnisse aus dem RKI-Panel zeigen, dass viele Menschen in Deutschland Schwierigkeiten haben, #Gesundheitsinformationen zu verstehen und mit ihnen umzugehen.

Ausführliche Zahlen und Fakten zur #Gesundheitskompetenz findet ihr hier:
👉 https://www.rki.de/gesundheitskompetenz

❓ Was ist eure wichtigste Informationsquelle bei Gesundheitsfragen?

👩‍⚕️ Arzt/Ärztin, Apotheke
🗞️ Zeitung, Radio, TV
📲 Social Media, Internet
🤖 KI-Tools (ChatGPT & Co)
Poll ends at .
Gesundheits­kompetenz / Health Literacy

Die Fähigkeiten, Gesundheits­infor­mationen zu finden, zu verstehen, zu bewerten und für gesund­heits­bezogene Entscheidungen anzu­wenden, werden als „Gesund­heits­kompetenz“ oder „Health Literacy“ bezeichnet. Hierbei geht es nicht nur um Lese- und Schreib­fähigkeit, sondern auch um Wissen, Motivation und Kompetenzen, um sich im Alltag über das Gesund­heits­wesen, die Krank­heits­prä­vention und die Gesund­heits­förderung eine Meinung zu bilden und Ent­scheidungen zu treffen, die die Lebens­qualität im Lebens­verlauf erhalten oder ver­bessern. Gesund­heits­kompetenz sollte nicht primär als individuelle Fähig­keit verstanden werden, sondern beschreibt vielmehr die Passung zwischen den An­forderungen einer Situation und den jeweiligen individuellen Fähig­keiten.

@RKI Ich würde mir hier besser feingranulare Antwortmöglichkeiten wünschen. Ich reibe mich besonders an "Social Media, Internet":
"Internet" enthält *hervorragende* Quellen, wie z.B. Sie,das RKI;
"Social Media" hingegen meint meist die kommerziellen Netzwerke wie TikTok, Meta et al. und ist das genaue Gegenteil: Ein Hort der Desinformation 😑 .
@Jochen_Jansen @RKI Selbst das wird der Komplexität nicht ganz gerecht, denke ich. Es gibt in Social Media auch manchmal echte Informationen und Vernetzung, insbesondere z.B. von Betroffenen seltener oder marginalisierter Krankheiten.
@HeptaSean Ganz genau! Mein Beispiel sollte nur mal 2 "Gegenpole zeigen". Und ja: Tatsächlich "soziale" Netze können eine gute Quelle sein, aber leider werden mit dem Begriff fast immer die kommerziellen Werbenetzwerke geframed.
@Jochen_Jansen Naja, diese „gute“ Vernetzung fand und findet auch immer noch _auch_ auf den kommerziellen Netzwerken statt. Wird tendenziell schwieriger – Stichwort Enshittification – aber es war und ist nicht alles dort schlecht.
@HeptaSean @Jochen_Jansen Genau. Ich nutze vorrangig Suchmaschinen und die haben KI inzwischen eingebaut. Oft gelange ich von dort zur Wikipedia oder auf Gesundheitsportale und vergleiche dann mehrere Quellen. Meine Antwort wäre daher eine Teil-Schnittmenge aus Option 3 und 4.
@Jochen_Jansen @RKI +1. Leitlinie im Internet lesen und Influencer sind so weit auseinander, das hat überhaupt keine Aussagekraft.
@RKI ärzte, wikipedia ist oft sehr hilfreich um sich ein grobes bild zu machen, krankenhausseiten oft auch. social media gefährlich, internet sonst nur wenn man quellen wirklich nachprüfen kann. NIEMALS "KI"-tools, der ndr hat einige interessante seiten mit infos.
@RKI Social Media nein, Internet ja, oft Presse oder Wikipedia als Einstieg. Bei Bedarf Vertiefung über konkrete Recherche.
@RKI mir fehlt hier tatsächlich die Auswahlmöglichkeit: (Fach)Literatur (so Dinger aus Papier 😅)
Außerdem fehlt mir eine Differenzierung bei "Social Media, Internet"
Während (sog.) soziale Medien im Regelfall keine zuverlässige Quelle sind, können Fach-Websiten (DocCheck, Gelbe Liste, ICD) schon verlässliche Informationsquellen sein.
@RKI Allen, die hier "Ärzte & Apotheken" gewählt haben, glaube ich kein Wort. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr alle so guten Zugang zu Fachkäften habt, dass ihr zu allererst euren Arzt oder Apotheker konsultiert, wenn euch n komisches Furunkel am Arsch wächst und ihr wissen wollt, ob es überhaupt nötig ist, euch den Strapazen auszusetzen, einen Arzttermin für in 3 Monaten zu besorgen. Es wär ja schön, wenn es so einfach wäre und man dann auch noch ernst genommen würde.
@RKI Es wird ja immer gelacht, wenn die Leute im Internet recherchieren und dann sagen: "Ich hab das gegoogelt und ich glaube, es ist Krebs". Aber ich finde das überhaupt nicht beschämend. Ich recherchiere alles im Internet, jede fucking Frage, auch Gesundheitsfragen. Und was wir brauchen, sind solide Informationen aus kompetenten Quellen in allen Graden des Tiefenverständnisses, damit man bei Bedarf tiefer einsteigen kann. UND bessere Ausbildung in "Internetrecherche" & Quellenbewertung.
@RKI Dass Leute mit abstrusen Ideen kommen, was sie alles für Krankheiten haben könnten, liegt daran, dass es kaum gute Quellen für Gesundheitsinformationen im Internet gibt und Leute dann "Frag X/Y" und Hans-Otto von Feßbuck konsultieren - weil Hans-Otto available ist und sie ernst nimmt und sich für ihre Sorgen interessiert. Über die Leute muß man nicht lachen, insbesondere als Fachkraft, sondern das muß man als Auftrag, als Appell an die Verantwortung als Gesundheitsversorger betrachten.

@levampyre @RKI Ich habe Ärzt•innen vor meinen Augen KI Zusammenfassungen zu meiner Frage aus Gemini ziehen sehen. Und mich mit welchen über Statistik, Homöopathie und TCM gestritten.

Ich habe ein zwei extrem gute erlebt (und natürlich haben sie massiv viel mehr Erfahrung und Kontext), aber, äh, in *Summe* halte ich meine Recherchefähigkeiten für besser, und ich bin für mich selber deutlich motivierter. Habe halt keinen eigenen Rezeptblock 🙂

@larsmb Ja, genau. Oftmals weiß man durch seine Eigenrecherche (man ist ja wissenschaftlich vorgebildet und versiert im Umgang mit IT) was man will und dann trifft man auf Ärzte, die, was weiß ich, zum 1. Mal davon hören, dass HRT bei Wechseljahresbeschwerden helfen könnte. Und dann muß man sich mit deren albernem medical gatekeeping rumärgern. Und die Einzigen, die einen ernst nehmen, sind die anderen 50 Frauen* im Mastodon Feed, also auf "Social Media", die auch dazu recherchiert haben.

@RKI

@levampyre
Doch-doch, wenn keine lange Schlange hinter mir steht, kann ich mit den Mitarbeitern in der Apotheke über im Internet erworbene Kenntnisse auch fast schon "fachsimpeln" - darüber hinaus habe ich nun auch die Erlaubnis eine Rezeptübermittlung via secure-Emailadresse an ihre "sichere" Emailadresse zu tätigen (Arzt <-> Apo existiert bereits - nur für Pat.-> Apo ist es wohl noch unüblich)...
* ich bin da vllt engmaschiger im Gespräch, als andere...

@RKI

@Regez Ja, der springende Punkt ist "nachdem du im Internet recherchiert hast". Ich behaupte, die erste Anlaufstelle für Gesundheitsfragen ist für Alle, die nicht generell ein Problem mit der Internetnutzung haben, das Internet. Und mich wundert, dass das Balkendiagramm hier andere Ergebnisse zeigt. Ich kann die Ergebnisse nicht glauben und meine, Leute wählen nur deshalb in dieser Umfrage die erste Option, weil "Internetrecherche" in Gesundheitsfragen so verpönt ist. Zu Unrecht, m.E.

@RKI

@levampyre
Ich habe mehrere Antworten ausgewählt, jedoch nicht die 4. ...
Ich gehe auch nicht immer vorab belesen in die Apo oder zum Arzt - manchmal recherchiere ich erst hinterher oder finde einen passenden Audiobeitrag, um das Thema im Nachgang zu vertiefen...

@RKI

@levampyre @RKI Hier gibt’s auch eine Menge chronisch Kranke, die sehr wohl regelmäßig Arztkontakte haben.
@honigsaum Ja, gut. Aber selbst die googeln Gesundheitsfragen, oder nicht? Also die chronisch Kranken in unserem Haushalt tun das jedenfalls und klagen auch regelmässig darüber, dass sie den Ärzt_innen ihre Krankheit und neuere Erkenntnisse zu Therapiemethoden erklären müssen.
@RKI

@honigsaum Also, ich will auch nicht sagen, dass das schlecht ist, seine Ärztin zu fragen, ganz im Gegenteil. Ich bezweifle nur, dass der Großteil der Leute hier so einen guten, engen und regelmässigen Kontakt hat. Wenn ich mich irre und wenn es bei dir der Fall ist, na umso besser. Man muß ja auch mal Glück haben im Leben, zumal wenn man schon ne chronische Krankheit an der Backe hat.

@RKI

@levampyre @RKI Gebe ich zu, ich nutze KI…
@levampyre @RKI Ist halt auch doof, wenn es nur eine Abstimmungsmöglichkeit gibt.

@RKI

Bei den Auswahlmöglichkeiten fehlt die Kombi aus Ärztin, Selbsthilfeverband, Fachgesellschaft, qualifizierte Infomedien. Über welche Technik die verfügen - Gespräch, Print, Internet ist zweitranging.

@RKI ich schließe mich meinen Vorredner:innen an. Das ist zu grob eingeteilt und sind zT die schlechtesten aller Quellen. Ich ergänze wissenschaftlich basierte Podcasts. Leider in DE sehr rar gesät. Im Bereich Medizin fallen mir ein:

# Modern Medicine von Allessandro Falcone
https://www.alessandrofalcone.de/#podcast

# Quarks Science Cops (WDR)
https://www1.wdr.de/mediathek/audio/quarks-science-cops/science-cops-100.html

# Synapsen (NDR)
(leider mit abnehmender Qualität, der ohnehin nur populär-wissenschaftliche Anteil sinkt)
https://www.ndr.de/nachrichten/info/synapsen-ein-wissenschaftspodcast,podcast2994.html

Alessandro Falcone - Offizielle Website

Alessandro Falcone

@madiko
Ich komme meist nicht hinterher mit Nachhören - z.B. #DLF "Forschung aktuell" oder auch @pandemia ... daneben sind auch @wisspod und @detektorfm (mit bspw. Spektrum der Wissenschaft) hier vertreten...
* es gibt vermutlich unzählige weitere (und teils sehr fachspezifische) Podcasts, die nur gefunden werden wollen  ...

@RKI

@Regez @pandemia @wisspod @detektorfm @RKI oh ja, das kenne ich, diese Flut an Informationen. Ich miste regelmäßig wieder aus. Mir fällt nur auf, dass es wirklich schwer ist, an gute Medizin-Infos ranzukommen. Also auf dem Niveau, wie es das Corona Virus Update vom NDR einmal war. Es gibt so viel Geschwurbel da draußen. Bin mir bei Allessandro nicht mal sicher, ob sein "weißer Kittel" (und der seiner Gäste) nicht in die Irre führt und wir dort auch nur Pseudo-Wissenschaften hören. *seufzend ab
@RKI ich hab Ärzt*innen, eine Psychologin und eine Krankenschwester in der Verwandtschaft. 😉
@RKI
International hat Gesundheitskompetenz eine viel größere Bedeutung als in Deutschland.
Während wir über die Kosten der GKV streiten, ist international längst anerkannt, dass Arztzentrierung und hohe Ausgaben nicht zu besseren Ergebnissen führen.
Besser sind niedrigschwellige, lokale Angebote, in denen Pflegefachpersonen eine größere Rolle spielen.
#HealthLiteracy und #HealthEquity werden in solchen Systemen zusammengedacht. Bei uns sterben die armutsbetroffenen Gruppen viel früher.
@RKI Beim Arzt nachfragen? Haben Sie mal in die Wartezimmer geguckt in den letzten Jahren?
Das ist voll, das wird nichts.
Bei Apotheken? Die sagen, dass man beim Arzt fragen soll für die Gesundheitsberatung.
Was bleibt also übrig?
Genau, Internet und neuerdings leider auch Chatbots.
Und Chatbots werden dann derzeit auch noch als Ersatz für Ärzte und Beratung angepriesen.

Schön wären Webseiten, die keine Fehlinformationen zeigen, aktuell sind und auch anzeigen, was offlabel möglich ist und nicht nur Infos von Ärzten, die irgendwann mal Medizin studiert und sich im Zweifel auch nicht weitergebildet haben, weil die Wartezimmer voll sind.
@alsternerd
Ja, da hast Du 'nen Punkt, der vermutlich auch bei Zweitmeinungen vor invasiven OPs ins Gewicht fällt...ich habe auch wahrgenommen, dass einige Ärzte od. Apotheker*innen in erster Linie "Mensch sind" u. manchmal erst in 2. Linie ihrer Berufung folgen (manche Fachthemen lassen sich dann nicht so gut ansprechen, wie andere)...erschwerend kommt hinzu, dass persönl. Erfahrungen im Umfeld manchmal höher gewichtet werden, anstatt offene Rückfragen (vllt wg. Zeitmangel?) zu stellen..
@RKI
@RKI Es fehlt der Freund*innen- und Bekanntenkreis. Ich frage bei gesundheitlichen Themen immer erstmal unter mir vertrauten Problemen, ob wer Erfahrung damit und ggf. eine Empfehlung hat.
@RKI
Es fehlt sowas wie Meta-Studien, Fachmagazine und den ÖRR würde ich auch separat anklicken können wollen. Social media ist was sehr anderes als "Internet".
@RKI was sind denn „gesundheitsfragen“ ? -Fragen zu mir? Zu anderen? Zum Stand der Pandemie? so klar und scharf kommuniziert, wie ein Schwamm. Top.
@RKI
Social Media und Internet als ganzes in einem Punkt zusammenzufassen finde ich ja schon grenzwertig. Da wird dann gleich gezählt, egal ob es sich um seriöse Seiten, z.B. der Webauftritt des RKI, handeltoder um irgendwelche windigen Pseudoinfluencer.

@RKI
Klingt verrückt, aber was ist mit BÜCHERN?

Frage für eine Bibliothekarin….