Hätte schon vor zwei Wochen passieren können, wenn ich nicht die Roco-Digitalbox beim ersten Versuch gegrillt hätte... die mochte es nicht so, dass ich versehentlich den Trafo an die Kabel, die eigentlich zum Gleis gehen sollen, angeklemmt hab.
Den Trafo nehm ich jetzt einfach für die Weichenantriebe, und für die Züge selbst konnte ich für kleines Geld eine Märklin MobileStation bekommen. Nur leider vom langsamsten Ebay-Verkäufer unter der Sonne. Deshalb dauerte das ein bisschen.
Dieses Peco-Gleis zu verlegen ist eine elende Fummelei. Flexgleis zurechtschneiden, Kabel dranlöten, Löcher für Weichenantriebe (die für polarisierte Herzstücke teilweise erforderlich sind!) bohren, lose Extraschwellen unter Schienenverbinder legen, neben Weichen Schwellen mit dem Skalpell zurechtschneiden...
Aber es ist es halt wert, ne? Guckt euch allein mal die DKW an!
Ich denk mir bloß vor jeder Tätigkeit erst "ohje, das wird jetzt der schwierigste Teil, da hab ich Angst vor" und dann "ajo, das geht ja eigentlich" und dann "mit bisschen Routine ist das echt ganz einfach, aber das nächste wird jetzt der schwierigste Teil, da hab ich Angst vor".
Aktuell ist Gleise und Weichen verlegen echt ganz einfach, und Weichenantriebe einbauen (die müssen über Kopf von unten an die Platte dran, und zum Umpolen der Herzstücke halt präzise!) wird der schwierigste Teil und ich hab Angst davor.
Ich hatte mich ja erst beschwert, wie viel Arbeit die Gleise machen. Nun aber, fairerweise: es ist Arbeit, die mir wirklich Spaß macht. Ich kann mich da echt den ganzen Nachmittag drin verlieren.
Nur jetzt künftig nicht mehr, denn die Gleise liegen jetzt tatsächlich alle!
Und ihr wisst ja: als nächstes kommt der schwierigste Teil...
Wenn ihr ein paar Wackeligkeiten in der Gleislage seht... dann ist das nur vorbildgerecht. Schon mal längs eines Bahngleises durch ein Teleobjektiv geguckt? Sieht gruselig aus.
(Dass die Nägel noch so weit rausstehen, soll aber natürlich nicht sein -- ich hatte heute nur echt keine Lust mehr, die ganz einzuschlagen.)
Eine V100 ist für so eine Nebenbahn halt echt keine optionale Maschine. Aber ich wollte eh schon länger eine zweite haben, also wurde das jetzt einfach vorgezogen.
Und der Schienenbus, das ist auch eine lustige Geschichte...
Und zwar hat dieses Ding seit bestimmt fast zehn Jahren nicht funktioniert. War mir dann auch egal, weil besonders gut lief er vorher schon nicht. Stromaufnahme war immer schlimm. Aber als ich bei der V100 eh schon bei Diagnoseversuchen war, hab ich auch den mal wieder angeschaut. Nichts gefunden... aber trotzdem mal aufs Gleis gestellt, "falls in der Zwischenzeit ein Wunder passiert ist".
Fuhr sofort los. Und besser als je zuvor auch noch! Ich kann's mir nicht erklären, aber ich freu mich sehr. Das Ding ist aus meiner Modellbahn-Erstausstattung; ich hab ihn zu Weihnachten von meinen Großeltern bekommen.
Mal schauen, ob es mir beim dritten Versuch gelingt, die richtige gelbe Litze zu kaufen.
Zuerst war die, die ich wollte, nicht vorrätig, und die, die ich stattdessen gekauft habe, stellte sich als quasi unmöglich zu löten heraus.
Beim zweiten Mal hab ich versehentlich den falschen Querschnitt genommen -- nicht schlimm, 0,25 mm² zu viel werden dem Strom nicht weh tun -- und ca. anderthalb Meter zu wenig.
Das Bahnhofsgebäude, das ich mir ausgeguckt habe, hat sein Vorbild zum Beispiel auch an einer Badischen SWEG-Nebenbahn.
(Zu meinem Bahnhof fährt aber die Bundesbahn)
Und zwar hatte ich bei der Bemessung der Löcher, in denen die Stellstange durch das Brett geht, vergessen, zu berücksichtigen, dass die Stellstange leicht biegsam ist und sich deshalb weiter bewegen muss als die Weichenzungen!
Zum Glück wird der Effekt nach unten hin größer, das heißt, es genügt, das Loch von unten aufzubohren, bis ich gerade so noch nicht die teure Weiche mit dem 10 mm Holzbohrer zerlege.
Danach tut's so wie's soll.
Meine Fahrstromkabel sind blau und schwarz. Die Klemmen an den Verteilerplatinen sind mit A und B beschriftet. Ich habe die ersten zwei Kabel festgemacht, BEVOR ich mir eine Eselsbrücke für die richtige Kabel-/Klemmen-Kombination ausgedacht habe.
Irgendwie kann ich mir blAck und Blau aber sogar wirklich gut merken.
Eselsbrücke bitte noch mal aktualisieren auf:
A Blau
B Schwarz
AUSSER BEI DEN ANSCHLUSSKABELN DER POLARISIERTEN HERZSTÜCKE, da hab ich irgendwas falsch rum gedacht, da ist es jetzt andersherum 🤡
Ergibt natürlich Sinn, denn den Personenverkehr haben, na ja, ziemlich viele Personen halt, selbst erlebt. Trotzdem, dass online *gar nichts* dazu zu finden war, hat mich echt überrascht.
Und dass Umschwenken auf "okay, was hat denn die DDR auf egal welchem Weg in die BRD exportiert?" auch nicht half, noch mehr. Was man dazu online findet, hört meistens bei Konsumgütern, die beim Quelle-Versand zu kaufen waren, auf.
Vielleicht muss ich mir doch noch eine Dampflok zulegen. Irgendwas kleines, uraltes, als Werklok ("Auf Bundesbahn zugelassen" natürlich) für die Papierfabrik. So wie die preußische T3 auf dem Foto hier, die war bis 1979 (!) bei der Zuckerfabrik Warburg im Einsatz.
(Manfred Kopka, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=67180423)

@nilspickert Eine Feuerlose wäre natürlich auch sehr schön, aber gab's vor der Wende denn schon Meininger Dampfspeicherloks in der BRD?
Es gab in Papierfabriken aber durchaus auch kohlegefeuerte Dampfloks, hier zum Beispiel die Krauss #2051: https://www.entlang-der-gleise.de/werkbahn-krauss.html
@nilspickert Nach der Wende auf jeden Fall: in Osnabrück ist heute noch eine im Einsatz, passenderweise bei einer Papierfabrik :D
Aber mit Baujahr ab 1980 ist eh schwierig, ich möchte meinen Fahrzeugpark so "um das Jahr 1975 herum normalverteilt" haben.

