Ich verstehe die Diskussion nicht, denn: Was ist daran «schikanös»?

Gehört es nicht zu den grundlegenden Fähigkeiten als Autofahrer:in, die geltende #Geschwindigkeit einhalten zu können?

Auch wenn die #Strassen angeblich zum Schnellerfahren «einladen» …

In halbwegs modernen Fahrzeugen gibt es dafür sogar ein Assistenzsystem.

(Mit dem praktischen Problem, dass man jederzeit mit falsch erkannten Geschwindigkeiten rechnen muss, aber so bleibt man aufmerksam!)

https://www.tagesanzeiger.ch/blitzer-zuerich-brandschenkestrasse-bringt-2-5-millionen-543994585937

@martinsteiger Genau meine Gedanken beim Lesen dieses Artikels. 👍
@martinsteiger «schikanös» ist alles, was die persönliche Freiheit eingrenzt – Gesetze gelten eh nur für arme Schluckys, die sich die Bussen nicht leisten können🤪
@martinsteiger Naja, ich bin auch schon in eine Falle getappt. Vom Höngg runter auf die Hardbrücke und musste schauen, wo ich abbiegen musste. Schwupps 10 km/h zuviel. Die Schwerkraft lässt grüssen.
@monika @martinsteiger Ja das löst sich eigentli ganz easy: eifach meh bremse, d’Maximalgschwindigkeit isch ja nur es Limit, langsamer fahre isch immer erlaubt 😄 Oder du stellsch en Speedlimiter im Auto i, denn passiert dir das nüm so schnell.

@tdr @monika Leider wird man sofort von anderen Autofahrer:innen durch «Aufsitzen» genötigt, wenn man nach Tacho führt.

Im Strassenverkehr ist auch eine Realität, dass die Verkehrsregeln nur dürftig durchgesetzt werden – angefangen bei den doch sehr seltenen Geschwindigkeitskontrollen.

@martinsteiger @monika Ja, das kenn ich mit dem dichten Auffahren, ist echt nervig. Da hilft eigentlich nur, sich ein bisschen ein dickes Fell zuzulegen oder notfalls noch etwas langsamer zu fahren, damit der Drängler vorbeikommt. Alles andere bringt nur unnötigen Stress.
@monika Genau, Fehler passieren … leider auch schwerwiegende Fehler, wenn man eine Tafel übersieht oder der Assistent fälschlicherweise stark beschleunigt, was in einem E-Fahrzeug sofort der Fall ist.
@martinsteiger
Für mich sind diese Bussen einfach eine Deppensteuer und damit absolut gerechtfertigt.

@martinsteiger

Es ist schon witzig. 30er-Zonen ohne Schikanen und Schwellen sind ja verkehrsflusstechnisch das beste, was einem passieren kann. Eigentlich sollten Autofahrys sie lieben und entsprchend "ehren".

@SilviaMarton Das Thema der Geschwindigkeiten zeigt immer wieder, dass viele Autofahrer:innen gar nicht fahren sollten. Dito viele Politiker:innen.
@SilviaMarton @martinsteiger Eine Strasse sollte so idealerweise so gebaut sein, dass Autofahrys, ohne auf den Tacho zu schauen, nicht schneller als das Tempolimit fahren. Das kann mit einer Verengung der Fahrbahn erreicht werden. Also nicht nur aufgemalte Linien, sondern Pflanzenkübel am Rand, Parkfeldern und Pollern. Schikanen und Schwellen sind dann nur noch dort notwendig wo das nicht reicht oder um gefährliche Stellen zu entschärfen (z.B. Fussgängerstreifen).

@andy @martinsteiger

Dadurch erreichst du dann aber auch, dass der Verkehr unflüssig wird. Wir haben sowas in einer Strasse, in der 50 gefahren werden darf. Das ist komplett unsinnig, dazwischen geben alle immer wieder wie wild Gas.

Bei regelmässigem Tempo 30 ist es bezüglich Lärmbelastung am angenehmsten. Auch bezüglich Energieeffizienz. Vielleicht sogar sicherer, weil übersichtlicher?

Eigentlich sollte jede*r mit Führerschein, fähig sein, Geschwindigkeiten einzuhalten.

@SilviaMarton Bei den Schikanen und Schwellen meinst du? Dort sehe ich dieses Problem mit dem starken Bremsen davor und Beschleunigen danach ganz klar auch. Das kann dann teilweise sogar kontraproduktiv werden.

@andy

Auch bei parkierten Autos als 'natürliche Schikanen'. Kommt dann noch dazu, dass die dann zusätzlich ein Sicherheitsproblem darstellen. Für Velos oder Kinder.

@andy @SilviaMarton Niemand muss in solchen Situationen stark bremsen oder stark beschleunigen … 🤷🏻‍♂️
@martinsteiger Muss nicht, allerdings tun's einige leider doch... Und "sparen" so ein, zwei Sekunden, gefährden dann aber andere Verkehrsteilnehmer:innen. 😤
@andy @SilviaMarton
Mit dem JA zur Mobilitätsinitiative haben die Stimmberechtigten im Kanton Zürich letzten Herbst entschieden, dass künftig der Kanton über die Höchstgeschwindigkeit auf Kantonsstrassen und Strassen… | Carmen Walker Späh

Mit dem JA zur Mobilitätsinitiative haben die Stimmberechtigten im Kanton Zürich letzten Herbst entschieden, dass künftig der Kanton über die Höchstgeschwindigkeit auf Kantonsstrassen und Strassen mit überkommunaler Bedeutung auch in den beiden Städten Zürich und Winterthur entscheidet. Nun setzt der Regierungsrat die entsprechende Gesetzesänderung per 1. Juni 2026 in Kraft. Eine Beschwerde der Stadt Zürich gegen den Volksentscheid hat vom Bundesgericht keine aufschiebende Wirkung erhalten. Ein leistungsfähiges Strassennetz ist wichtig für unsere Mobilitätsbedürfnisse und unsere Volkswirtschaft. Dafür setze ich mich ein. Kanton Zürich Volkswirtschaftsdirektion Kanton Zürich Sicherheitsdirektion Kanton Zürich

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@martinsteiger

Also ich bin nicht schuld am Abstimmungsergebnis...

Dabei gibt es gerade in der Stadt Zürich ein paar hübsche Beispiele von 30er-Zonen ohne Schikane. Die funktionieren prima. Auch die ganzen E-Velos sind ähnlich schnell, muss also auch nix gross überholt werden. Eigentlich ein ziemlich friedliches Fahren dort. (zumindest, so lange hintendran niemand drängelt)

@andy

@SilviaMarton @martinsteiger Guter Punkt. Auch das Vorhandensein von Fussgänger und Velofahrer hat Einfluss auf die Wahrnehmung der Geschwindigkeit. Das funktioniert nur dort gut, wo ein konstantes, hohes Verkehrsaufkommen dieser Kategorien vorhanden ist.

@andy @SilviaMarton Ähmm, Autobahnen?!

Wer als Autofahrer:in nicht in der Lage ist, höchstens so schnell wie signalisiert zu fahren, sollte streng genommen kein Auto fahren dürfen.

@martinsteiger @SilviaMarton Ich beziehe mich auf Strassen, nicht Autobahnen. Und ja selbstverständlich muss jeder Fahry in der Lage sein, die Höchstgeschwindigkeit auch auf der breitesten Piste einzuhalten. Nur fordert das dann kognitive Kapazität (zumindest ohne Assistenzsystem), das Tempo dort nicht zu überschreiten, welche dann möglicherweise führ das Erkennen von Gefahren nicht zur Verfügung steht.

@andy @martinsteiger

Braucht es mehr Hirnkapazität, im 30 nicht 50 zu fahren als im 50 nicht 70?

Ich weiss schon, für mich fühlt es sich auch jeweils ungewohnt langsam an. Liegt aber mehr daran, dass es eben tatsächlich ungewohnt ist. Weil solche Strassen so selten vorkommen. Wären sie normal, wäre auch das Gefühl darauf zu fahren normal.

Falls das Hirn dann dennoch an Kapazitätsgrenzen stösst, hat das Hirn hinter dem Steuer nix zu suchen.

@SilviaMarton @andy @martinsteiger Wer nicht über die kognitive Kapazität verfügt, Tempo 30 einzuhalten, ist grundsätzlich fahrunfähig.
@mavori Auto kann man auch schieben, dann geht's schön langsam! 😺@SilviaMarton @andy @martinsteiger

@SilviaMarton @martinsteiger Das kommt nicht auf die maximale Geschwindigkeit der Strasse an. Wenn ich auf den Tacho schauen muss, dann ist der Blick kurz weg von der Strasse. Wenn gleichzeitig noch Strassenschilder und Ampeln zu beachten sind, kann das einen Unterschied in der Reaktionszeit für Gefahren machen.

Andererseits sollte man sich an diese kognitive Grenze gar nicht erst so annähern.

@andy @SilviaMarton Im Gegenteil:

Die kognitiven Probleme, die Du beschreibst, werden mit höheren Geschwindigkeiten deutlich grösser.

Wer nicht in der Lage ist, derart grundlegende Funktionen im Strassenverkehr kognitiv zu bewältigen, sollte nur noch als Passagier in Fahrzeugen unterwegs sein.

@andy @SilviaMarton @martinsteiger wenn das schauen auf den racho so grosse gefahren hervorruft, bist du zu schnell für die situation, egal, was signalisiert ist

@aburgerabz @SilviaMarton @martinsteiger

Hier werden die Konzepte für die durch das Strasse-Design implizit kommunizierte Tempo erklärt, wenn auch an zwei extremen Beispielen (Nordamerika und Niederlande):

«The Wrong Way to Set Speed Limits [ST06]» ― NotJustBikes

https://www.youtube.com/watch?v=bglWCuCMSWc

https://nebula.tv/videos/not-just-bikes-the-wrong-way-to-set-speed-limits-st06

The Wrong Way to Set Speed Limits [ST06]

Watch this video ad-free on Nebula: https://nebula.tv/videos/not-just-bikes-the-wrong-way-to-set-speed-limits-st06Speed limits are important to keep our road...

YouTube
@andy @aburgerabz @SilviaMarton Ja, passend gestaltete Strassen schaden nicht. Gleichzeitig kapituliert der Beitrag vor dem offensichtlichen Umstand, dass viele Personen, die Fahrzeuge lenken, am Steuer eigentlich nichts zu suchen haben.
@martinsteiger @andy @SilviaMarton vermutlich ist die Vorschrift, der Situation angepasst zu fahren die am meisten missachtete.
Und genau, manchen sollte dauerhaft verboten werden, Motorfahrzeuge zu führen

@aburgerabz @andy @SilviaMarton Definitiv.

In der Praxis muss man so weit wie möglich mindestens die signalisierte Höchstgeschwindigkeit fahren, um sich nicht selbst zu gefährden.

@andy @SilviaMarton Autobahnen sind doch auch Strassen. Dito die ganzen «100er-Strecken» und so weiter.

Was Du beschreibst, halte ich für die Untauglichkeit, ein Fahrzeug zu führen.

Wer kognitiv eingeschränkt ist, sollte jedenfalls nicht schneller als zulässig fahren, denn dann schlagen die kognitiven Probleme noch viel stärker durch.

@martinsteiger @SilviaMarton Die Autobahn und auch die 100 km/h Strecken sind ein spezieller Typ von Strasse die für hohe Geschwindigkeiten ausgelegt sind und für die, durch das Fehlen von Kreuzungen, Fussgängern und langsamen Fahrzeugen, vermutlich andere Ansätze gelten.

@martinsteiger

"Auch wenn die #Strassen angeblich zum Schnellerfahren «einladen» …"

d strooss hät mich provoziert!!!1!1!!

@martinsteiger interessanterweise sind es ja sehr oft dieselben, die verkehrsbussen als abzocke framen, obwohl die ja der rechtadurchsetzung dienen (und dem schutz der schwächeren), die menschen für jedes minimalste vergehen sonst sofort ausschaffen oder einsperren wollen.
@martinsteiger Und wenn man sich so leicht verführen und ablenken lässt, dann ist man wohl nicht reif genug zum selbst Auto fahren …
@martinsteiger Das sind keine Bussen, das ist Deppensteuer.