Ich verstehe die Diskussion nicht, denn: Was ist daran «schikanös»?

Gehört es nicht zu den grundlegenden Fähigkeiten als Autofahrer:in, die geltende #Geschwindigkeit einhalten zu können?

Auch wenn die #Strassen angeblich zum Schnellerfahren «einladen» …

In halbwegs modernen Fahrzeugen gibt es dafür sogar ein Assistenzsystem.

(Mit dem praktischen Problem, dass man jederzeit mit falsch erkannten Geschwindigkeiten rechnen muss, aber so bleibt man aufmerksam!)

https://www.tagesanzeiger.ch/blitzer-zuerich-brandschenkestrasse-bringt-2-5-millionen-543994585937

@martinsteiger

Es ist schon witzig. 30er-Zonen ohne Schikanen und Schwellen sind ja verkehrsflusstechnisch das beste, was einem passieren kann. Eigentlich sollten Autofahrys sie lieben und entsprchend "ehren".

@SilviaMarton @martinsteiger Eine Strasse sollte so idealerweise so gebaut sein, dass Autofahrys, ohne auf den Tacho zu schauen, nicht schneller als das Tempolimit fahren. Das kann mit einer Verengung der Fahrbahn erreicht werden. Also nicht nur aufgemalte Linien, sondern Pflanzenkübel am Rand, Parkfeldern und Pollern. Schikanen und Schwellen sind dann nur noch dort notwendig wo das nicht reicht oder um gefährliche Stellen zu entschärfen (z.B. Fussgängerstreifen).

@andy @SilviaMarton Ähmm, Autobahnen?!

Wer als Autofahrer:in nicht in der Lage ist, höchstens so schnell wie signalisiert zu fahren, sollte streng genommen kein Auto fahren dürfen.

@martinsteiger @SilviaMarton Ich beziehe mich auf Strassen, nicht Autobahnen. Und ja selbstverständlich muss jeder Fahry in der Lage sein, die Höchstgeschwindigkeit auch auf der breitesten Piste einzuhalten. Nur fordert das dann kognitive Kapazität (zumindest ohne Assistenzsystem), das Tempo dort nicht zu überschreiten, welche dann möglicherweise führ das Erkennen von Gefahren nicht zur Verfügung steht.

@andy @martinsteiger

Braucht es mehr Hirnkapazität, im 30 nicht 50 zu fahren als im 50 nicht 70?

Ich weiss schon, für mich fühlt es sich auch jeweils ungewohnt langsam an. Liegt aber mehr daran, dass es eben tatsächlich ungewohnt ist. Weil solche Strassen so selten vorkommen. Wären sie normal, wäre auch das Gefühl darauf zu fahren normal.

Falls das Hirn dann dennoch an Kapazitätsgrenzen stösst, hat das Hirn hinter dem Steuer nix zu suchen.

@SilviaMarton @martinsteiger Das kommt nicht auf die maximale Geschwindigkeit der Strasse an. Wenn ich auf den Tacho schauen muss, dann ist der Blick kurz weg von der Strasse. Wenn gleichzeitig noch Strassenschilder und Ampeln zu beachten sind, kann das einen Unterschied in der Reaktionszeit für Gefahren machen.

Andererseits sollte man sich an diese kognitive Grenze gar nicht erst so annähern.

@andy @SilviaMarton Im Gegenteil:

Die kognitiven Probleme, die Du beschreibst, werden mit höheren Geschwindigkeiten deutlich grösser.

Wer nicht in der Lage ist, derart grundlegende Funktionen im Strassenverkehr kognitiv zu bewältigen, sollte nur noch als Passagier in Fahrzeugen unterwegs sein.