In Browser-Debatten begegnen einem oft sehr unterschiedliche Perspektiven: Manche priorisieren vor allem maximale Sicherheit, andere konsequenten Datenschutz, wieder andere vor allem die moralische Bewertung des Anbieters. Auf dem Kuketz-Blog geht es bewusst um etwas anderes: Einen nachvollziehbaren Mittelweg aus Datenschutz, Sicherheit und Alltagstauglichkeit. Nicht das eine Extrem, sondern eine ehrliche Abwägung soll am Ende zu sinnvollen Empfehlungen führen. 👇

https://www.kuketz-blog.de/browser-warum-firefox-und-brave-fuer-uns-derzeit-sinnvolle-empfehlungen-sind/

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Browser: Warum Firefox und Brave für uns derzeit sinnvolle Empfehlungen sind

Firefox oder Brave? Wir erklären, welche Kriterien zählen, warum beide empfehlenswert sind und weshalb Browser wie Chrome und Edge für uns ausscheiden.

@kuketzblog Einen geht es um A, anderen um B oder C.

Der Kuketz-Blog bemüht sich um einen Mittelweg zwischen A, B und D?

Eine sinnvolle Empfehlung bezieht moralische Bewertung zumindest mit ein. Twitter z.B. scheitert doch auch nicht einfach nur an Datenschutz, Sicherheit oder Alltagstauglichkeit.

Klar ist es schwer bei moralischen Fragen Leuten brauchbare Tipps zu geben, aber das trifft genauso auch auf Datenschutz, Sicherheit und Alltagstauglichkeit zu.

@mray Moralische Bewertung kann selbstverständlich Teil der Abwägung sein. Wir blenden sie nicht aus. Wir machen sie nur nicht zum alleinigen Ausschlusskriterium, weil es in diesem Markt keine widerspruchsfreien Anbieter gibt. Genau deshalb legen wir offen, nach welchen Maßstäben wir Datenschutz, Sicherheit, Alltagstauglichkeit und Abhängigkeiten gewichten. Wer moralische Fragen stärker gewichtet, kann zu einer anderen Empfehlung kommen. Das ist legitim. Es ändert aber nichts daran, dass auch dann eine konsistente Gesamtabwägung nötig bleibt.
@kuketzblog
Moralisch ist es auch nicht einfach. Vielleicht ist es moralisch auch sinnvoller Big Tech zu boykottieren, als einen rechten CEO, der gegen queere Rechte ist?
Ja, ich bin selbst queer und trotzdem stelle ich die Frage in den Raum. Nicht weil mich das nicht ankotzt, aber ich frage mich was das kleinere Übel ist. Das muss jeder selbst entscheiden.

@mray

@kuketzblog Ich denke wir sind da ganz nah beisammen. Ich stelle nur die Frage wie "optional" moralische Hintergründe 2026 noch zu beachten sind.

Datenschutz und Sicherheit haben 1980 sicher eine weit weniger wichtige Rolle gespielt. Das hat sich auch geändert.

Eine moralische Beleuchtung jedem selbst zu überlassen erscheint wie die Einsicht, dass Sicherheit ja nur vom Bedrohungsgrad, UX nur von der Gewohnheit oder Design nur vom Geschmack abhängt.

Die Einsicht, dass kein Program 100% sicher ist, klammert die Frage nach Sicherheit schließlich auch nicht aus.

Technologie ist politisch. Das darf gerne direkt neben Sicherheit, Alltagstauglichkeit und Datenschutz stehen.

@kuketzblog ihr habt @Vivaldi vergessen. Das firefox-Lied ist alt und inzwischen Dank AI-Irrsinn auch nicht mehr wirklich richtig.

@rigo Haben wir nicht. 🙂

https://www.kuketz-blog.de/sichere-und-datenschutzfreundliche-browser-meine-empfehlungen-teil-1/

Zitat: In der Artikelserie werden Browser wie [...] Vivaldi oder diverse Forks nicht berücksichtigt. Grund: Entweder sind keine oder nur unzureichende Anti-Tracking- und Anti-Fingerprinting-Maßnahmen implementiert, der Nutzer wird überwacht oder die Forks hinken bei der Bereitstellung von Updates (erheblich) hinterher, was die Sicherheit deutlich beeinträchtigt [...]

Grund:
Vivaldis Tracking-Schutz ist im Vergleich zu Firefox und vor allem Brave eher schwach aufgestellt: Vieles basiert vor allem auf Blocklisten, während weitergehende Schutzmechanismen gegen modernes Tracking weitgehend fehlen. Für ein bisschen Grundschutz reicht das, aber wer ernsthaft Tracking eindämmen will, ist mit Firefox oder Brave klar besser bedient.

Sichere und datenschutzfreundliche Browser: Meine Empfehlungen – Teil 1

Empfehlungen für Browser, die die Privatsphäre schützen und ein sicheres Surfen im Internet ermöglichen.

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DuckDuckGo
@kuketzblog Bei aller Diskussion, es muss immer ein Mittelweg gefunden werden. Ich benutze überwiegend Brave auf dem Notebook mit GNU/Linux und Tablet (HarmonieOS) sowie Smartphone (Android). Aber auch Vivaldi. Natürlich muss man sich vorher durch die Einstellungen bei jedem Browser "quälen".

@Linuxkumpel @kuketzblog

Eine der Hauptursachen der meisten Krisen der letzten 50 Jahre oder so ist, dass Leute ihre Prinzipien immer weiter aufgeweicht haben. Tech-Kolonialismus und -Solutionismus, Populismus, Faschismus, vieles mehr.

Deshalb bleibe ich dabei: Open Source ist unverhandelbar, gerade bei sowas wichtigem wie einem Browser. Damit sind Brave und Vivaldi raus.

Das ist eine rote Linie. Wenn ich die aufgebe, ist die Grundlage für Unabhängigkeit unwiederbringlich weg.

@Linuxkumpel @kuketzblog

(Ich bin gerade doch sehr überrascht, dass dieses Detail, dass Brave nicht open source ist und damit intransparent in dem Artikel nicht mal am Rande angemerkt wird.)

@nik @Linuxkumpel @kuketzblog Ich habe jahrelang Firefox genutzt. In letzter Zeit wurde ich allerdings immer unzufriedener.

@Linuxkumpel @Linuxkumpel @kuketzblog Das tut mir leid für dich, tut aber zu dem, was ich gesagt habe, wenig zur Sache.

Aus Unzufriedenheit mit Kleinigkeiten grundlegendste Prinzipien aufzugeben ist schon ein bisschen wie aus Protest Populisten wählen, oder?

Zumindest fehlt mir die Vorstellung, was an Firefox so schlimm sein soll, dass man dafür sein Online-Leben an einen intransparenten, kommerziellen Anbieter gibt, der seine Software geheim hält.

@nik @Linuxkumpel @kuketzblog Ich nutze jetzt gut 20 Jahre privat GNU/Linux. Ein Browser gehört dazu. Dabei werden auch gewisse Gewohnheiten entwickelt, von denen sich der Mensch gewöhnlich ungern trennt. Z.B. habe ich immer mit SpeedDeal gearbeitet. Ich konnte auch eine Zeit lang damit leben, es nach Updates neu einzurichten. Aber nach dem letzten Update waren Lesezeichen und Profil in Firefox weg. Da habe ich dann endgültig die Reißleine gezogen, Konto aufgelöst und deinstalliert. Laufen und funktionieren muss es, da bin ich auch zu Kompromissen bereit.
So nutze ich auch SoftMaker Office schon 20 Jahre. Früher Windows und GNU/Linux, auf Arbeit und privat.

@Linuxkumpel @nik @Linuxkumpel @kuketzblog

Ich möchte hier auf Floccus von @marcelklehr hinweisen.

Floccus synchronisiert Lesezeichen über Anwendungs- und Betriebssystemgrenzen hinweg und steht als Erweiterung für die meisten Browser zur Verfügung.

Praktisch, wenn man sich mal wieder nicht für einen bestimmten Browser entscheiden kann…

https://floccus.org/

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Cross-browser bookmarks syncing - Floccus bookmarks sync

Floccus offers seamless cross-browser bookmarks syncing, making it easy to manage your bookmarks across multiple devices with your privacy in mind. Discover how to enhance your browsing experience.

@nik Es gibt Menschen, für die Open Source oder der Schutz der eigenen Daten nicht das Wichtigste im Leben ist. Wenn ein anderer Browser jemanden schneller ans Ziel bringt, steht diese Zeit für z.B. die Kinder, Klimawandelwandel u.ä. zur Verfügung.
Für mich zählt auch ein offenes Dateiformat mehr als Open Source. FOSS bei der Office-Suite, aber nicht zwingend beim Browser.
@Linuxkumpel @Linuxkumpel @kuketzblog

@flx @Linuxkumpel @Linuxkumpel @kuketzblog

Dein erster Satz ist so vollkommen unnötig. Es war weder der Diskussion noch sonst irgendwas zuträglich, zu behaupten, ich hätte irgendetwas als "das wichtigste im Leben" bezeichnet und gleichzeitig Werte, die mir persönlich wichtig sind und die ich gleichzeitig für gesellschaftlich sehr grundlegend halte, abzuwerten.

Damit hast du dich bei mir leider als Idiot geoutet.

@nik Für mich klang „grundlegendste Prinzipien“ sehr fundamentalistisch. Wenn das nicht so gemeint war, habe ich dich halt falsch verstanden.

@Linuxkumpel @Linuxkumpel @kuketzblog

@kuketzblog

In der Sache ist an der Bewertung nichts auszusetzen. Man kann die Problematik des Anbieters natürlich ausblenden, wenn man das Große Ganze im Blick hat.
Immerhin haben ja auch viele aktuelle Medikamente ihren Ursprung in den Forschungsarbeiten des Dritten Reichs. Soll man sie deshalb nicht nehmen?
Der Unterschied ist, dass es bei den Medikamenten historische Tatsachen gibt, die wir nicht nachträglich ändern können.