Meine Fresse, wie realitätsentkoppelt kann man sein? Dass eine Magnetschwebebahn als Nahverkehrsmittel komplett untauglich ist, haben wir doch schon vor mehr als zwanzig Jahren bei den unsäglich dämlichen Metrorapidplänen durchdekliniert.

https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/magnetschwebebahn-108.html

#Metrorapid #Transrapid #Stoiber #MagLev

Schnieder will Comeback der Magnetschwebebahn

Bundesverkehrsminister Schnieder will Magnetschwebebahnen fördern. Neue, moderne Bahnen sollen künftig im Nahverkehr mit U- und Straßenbahnen konkurrieren - gefördert vom Bund.

tagesschau.de
Transport System Bögl – Wikipedia

@lejapproach
Klar, aber auch das funktioniert nur mit Aufständerung. Als Straßenbahnersatz hieße das, dass jede einzelne Haltestelle mindestens zwei hochverfügbare Aufzüge benötigt, die Strecken im ersten Stock vor den Wohnzimmerfenstern entlang führen (die wenigsten Städte haben da einen geeigneten Fluss wie die Wupper) und entweder durchgehend zweigleisig ausgeführt werden müssten oder aufwendige Weichenkonstruktionen vor und hinter den Haltestellen erhalten.
@lejapproach
Eine H-Bahn wie in Dortmund wäre wesentlich günstiger zu errichten, und durch die auch gegenüber dem TSB geringeren Kurvenradien sind auch eingleisige Strecken mit Weichen an Haltepunkten kein Problem. Dass es diese Bahnen nicht längst überall gibt, ist ein deutliches Indiz dafür, dass in den meisten Orten andere Lösungen bevorzugt werden.

@mardor
Wenn man genau die Szenarien heraussucht, bei denen die Lösung die man ablehnen will nicht perfekt ist, gelingt einem das natürlich auch. Aber ein realistisches Bild kommt dabei nicht heraus.

Für die pauschale "wesentlich günstiger"-Aussage hätte ich gern Belege & realistisch darf man auch Betriebskosten nicht einfach ausblenden.

Im Übrigen ich bin ich mir sicher das Anfang des 19. Jh. jemand die Nichtexistenz eines Eisenbahnnetzes als klares Indiz gegen dieses System angeführt hat.

@lejapproach
Ein exakter Kostenvergleich muss auch dieselben Randbedingungen abbilden und ist daher recht aufwendig. Um eine ungefähre Vorstellung zu erhalten, hier eine schnelle KI-Abfrage, die etwa eine Halbierung der Kosten im Betrieb als Straßenbahnkonkurrenz behauptet: https://www.perplexity.ai/search/stelle-einen-realistischen-kos-c2dvU3JnTbOTJetxYEYA9w#1

(ja, ich weiß, wie unzuverlässig KI-Antworten sind)

@mardor
Und das wäre möglicherweise auch alles relevant, wenn es nur um die Dortmunder H-Bahn ginge, ebenso wie die Vorgabe mit dem "Abstand der Haltestellen wie bei der Straßenbahn" die Du der KI gemacht hast (und darauf hat Perplexity sogar implizit hingewiesen!).

Du versuchst permanent die Rahmenbedingungen zu Ungunsten des TSB zu verändern. Das ist unlauter und zeigt, dass Du keine so überzeugenden Argumente hast, wie Du versuchst mit Deinem Ausgangsposting zu suggerieren.

@mardor
Erstens funktioniert das TSB keineswegs nur mit Aufständerung und zweitens bedarf es schon eines ziemlichen Maßes an Böswilligkeit, die Diskussion hier auf einen Straßenbahnersatz verengen zu wollen. Wenn es geeignet ist etwas zu ersetzen, dann S-Bahnen und von ersetzen ist nirgends die Rede. Das war auch schon der Fehler beim Transrapid: diese Systeme bieten sich zunächst einmal als Ergänzung an. Wenn sich zeigt, dass eine Ersetzung sinnvoll ist, kann man das später immer noch tun.
@lejapproach Vielleicht möchtest Du zuerst den Tagesschau-Beitrag lesen.

@mardor
Bevor man andere belehrt etwas erst einmal zu lesen, empfehle ich es erst einmal zu lesen und sich dann auch zu bemühen, es zu verstehen.
Da steht es soll mit Straßenbahnen usw. *konkurrieren*. Das ist etwas anderes als sie zu *ersetzen*. In Konkurrenz zur Straßenbahn steht auch das Auto.

Und weil wir gerade beim Grundprinzip "erst lesen und verstehen sind": meine Kritik war die *Verengung* auf das Thema Straßenbahn und da hast Du gerade demonstriert, dass meine Kritik berechtigt ist.

@lejapproach
Du hast recht, es ist natürlich möglich, die Kapazität einer existierenden Straßenbahn- oder U-Bahn-Linie nicht nur durch Verringerung der Taktzeiten oder Automatisierung (siehe fahrerlose Metro in Kopenhagen) zu erreichen, sondern durch den Neubau parallel geführter Strecken eines zum Bestand inkompatiblen konkurrierenden Systems. Das müsste man vielleicht einfach einmal durchrechnen.

@mardor
Naja, ich sehe das Potenzial eher bei Strecken die z. B. das Umland großer Städte anbinden und bisher schlicht noch gar nicht existieren. Dass die ländlichen Gebiete Deutschlands ÖPNV-mäßig Nachholbedarf haben, ist ja hinlänglich bekannt.

Es ist doch wie bei jedem anderen System auch: es hat Vor- und Nachteile und vernünftigerweise setzt man es bevorzugt dort ein, wo es seine Vorteile ausspielen kann.

@mardor
Konkurrenz? Sehr gut. Dann haben wir drei schlecht ausgebaute Systeme statt ein oder zwei guter.
@mardor Jetzt sei doch mal bitte ein wenig technologieoffen!

@mardor
Ich bin "$Politiker will" auch einfach leid.

Der Mann ist Minister, wenn er will soll er halt tun statt zu labern.

@mardor solange sowas wieder gefordert wird, muss in echt schon nix gemacht werden. @koehntopp
@mardor Das ist wie bei Hyperloop: alles um nur nicht in den bestehenden Nahverkehr investieren zu müssen. So kann man schön ablenken, ein bisschen Geld an Freunde für ein Konzept verschenken, was nie umgesetzt wird, statt vernünftige Planung machen zu müssen.

@mardor
Wenn man 50 Jahre in der Vergangenheit lebt, kennt man vor 20 Jahren noch nicht.

#Metrorapid #Transrapid #Stoiber #MagLev