1/ Alles #Nazis da in #Pforzheim!!!111! Wer Nazis wählt, ist ein Nazi!1112^ Die sind nicht demokratiefähig in #BaWü! Solange die sich nicht bessern, sollte man ihnen die Subventionen kürzen!!!!111!

Klingt komisch? Sowas steht seit den 90ern über den Osten in der Zeitung. Bzw. in den Zeitungen. Den Zeitungen, die Wessis für Wessis schreiben.

Und an Pforzheim kann man sehen: Wir haben ein ernsthaftes Problem. Mit der #Demokratie und so.

#Landtagswahl

2/ Wahlbeteiligung von 23,4% bedeutet, dass die Oststadt von #Pforzheim die #Demokratie aufgegeben hat. Über 75% wählen nicht (mehr).

https://wahlergebnisse.komm.one/22/produktion/8231000/0/20260308/landtagswahl_kwl_1_wk/ergebnisse_gemeinde_08231000.html

3/ Von den 23,4% haben dann 39% eine rechtsextreme Partei gewählt.

Der Rest von Pforzheim ist auch blau. Ein bisschen Grün in der Mitte.

@stefanmuelller Ich weiß schon warum ich Pforzheim nicht mag - ich mag noch nicht mal mit dem Auto durchfahren. Es ist genauso weit von mir weg wie Karlsruhe - aber ich fahre da NIE hin -außer um ab und zu zu demonstrieren.
@EarlyTwix @stefanmuelller
Danke Dir für den Hinweis!
Ich halte auch das beigefügte Ergebnis der Bertelsmann-Studie für wichtig.
https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/einwurf-22015
Das führt dann zuden bekannten Repräsentations-Defiziten.
EINWURF 2/2015 - Politische Ungleichheit – neue Schätzungen zeigen die soziale Spaltung der Wahlbeteiligung

Erstmalig durchgeführte Schätzungen zur Wahlbeteiligung der sozialen Milieus bei der Bundestagswahl 2013 zeigen: Die Wahlbeteiligung der sozialen Oberschicht liegt um bis zu 40 Prozentpunkte über der Wahlbeteiligung der sozial schwächeren Milieus. Die sozial benachteiligten Milieus sind im Wahlergebnis um bis zu ein Drittel unterrepräsentiert. Ihr Anteil an den Nichtwählern ist fast doppelt so hoch wie ihr Anteil an allen Wahlberechtigten. Gleichzeitig sind die sozial stärkeren Milieus deutlich überrepräsentiert. (Wahl-)Umfragen unterschätzen die soziale Spaltung der Wahlbeteiligung systematisch.

@EarlyTwix @stefanmuelller
Wenn die Wahlbeteiligungen der sozialen Schichten um 40 Prozentpunkte auseinander liegen, dann - so meine Meinung - sollten wir überlegen, wie wir wieder zur Demokratie zurückkommen.
@EarlyTwix @stefanmuelller
Ach ja. Und ob Platons / Aristoteles Politeia überhaupt noch zeitgemäß ist.
@EarlyTwix @stefanmuelller
Ein bisschen Off-Topic, aber ich dachte, vielleicht interessieren euch die online gestellten Vorträge & Diskussionen.
Ich war da und sehr überrascht von dem Wunsch der Kommunalpolitiker:innen nach mehr Partizipation.
https://koerber-stiftung.de/projekte/demokratie-forum/demokratie-forum-2026/
Demokratie Forum 2026

Am 2. März diskutierten wir in Berlin mit Politik, Verwaltung und Zivilgesellschafft über die Zukunft demokratischer Kommunikation in der Kommune.

Körber-Stiftung

@AC2N

Das ist ja, was Steffen Mau auch sagt: Mehr Beteiligung. #Bürgerräte.

@EarlyTwix

@stefanmuelller @EarlyTwix
Am nächsten Tag waren die ehrenamtlichen Bürgermeister im Schloss Bellevue eingeladen, kann man sich ebenfalls online (YT) anschauen. Dort Fokus auf größere Handlungsspielräume für Kommunen und nichts zu Partizipation.
Nur Steinmeier ist nicht mehr lange im Amt und es besteht die Gefahr, dass die Versprechen zu Leerformeln werden.
@stefanmuelller @EarlyTwix
Ja, Bürgerräte haben viele schon verstanden.
Nur die Sache mit der Politeia.... Das ist wie der Wassergraben fürs Turnierpferd.
@EarlyTwix @stefanmuelller bin da aufgewachsen. Und just in diesem Moment sitz ich im Zug nach Pforzheim; gar kein Bock. Die Stadt hat ein sehr hohen Migrationsanteil, der aber kaum in der "Stadtgesellschaft" (also der, über den die Zeitung schreibt) repräsentiert sind. Deshalb ist die Stadt mies gespalten & die ganzen kreativen und Kulturschaffenden Menschen, die so einen Spalt überwinden könnten, verlassen die Stadt bei der ersten Gelegenheit

@stefanmuelller

Zu den 23% sollte man vielleicht auch dazusagen, dass das keine 700 Menschen sind, von nichtmal 3000 in diesem ganzen 'Stadtbezirk', die Afder-Wähler sind 260 Leute - repräsentativ ist was anderes.

Ceterum censeo afdem esse damnandum

@stefanmuelller Es gibt bei Nazis keine neutrale Position. Wer unzufrieden ist, sollte mindestens eine Protest-Kleinpartei wählen als Nazis gewinnen zu lassen. Gilt auch in Pforzheim.

Und ja: Wir haben ein ernsthaftes Problem mit der Demokratie.

@stefanmuelller richtig wir haben ein ernstes Problem. Die Bürger in diesem land können keine anderen Parteien als Versager und kriminelle auf dem meterlangen Stimmzetteln finden.
@stefanmuelller Das ist, was ich immer sage. Ich gehe zur Wahl, auch wenn ich der einzige Wähler wäre.
In dem Fall, hätte die von mir gewählte Partei 100 % und ich wäre quasi "Diktator" über die Nichtwähler.
Die wollten es dann aber so, weil sie nicht wählten und ihnen es also egal war. Sollen sich bloß nicht erlauben sich bei mir, über die aus ihrer Sicht falsche Wahlentscheidung, zu beschweren.
@stefanmuelller Da sollten sich mal alle Mitte Parteien fragen, warum sie die Wähler nicht erreichen und was sie falsch machen.
Aber bitte lösungsorientiert!! Das hehlte bisher oft!

@stefanmuelller

Lasst uns dranbleiben,
lasst uns alle zu den PRÜF Demos gehen 🚶‍♀️#Pruef

@Luckybiene Bin absolut für ein #AfDVerbot. Das löst jedoch das eigentliche Problem nicht. Und das ist, dass die wählbaren Parteien nicht das tun, was die Menschen wollen. Oder es nicht richtig kommunizieren. Die Menschen in #Pforzheim fühlen sich halt nicht richtig vertreten.
@stefanmuelller @Luckybiene Beides ist richtig: dass die AfD nicht das eigentliche Problem ist (der Kapitalismus ist das Problem) _und_ dass diese Partei allein deshalb verboten gehört, weil wir als Gemeinschaft keine antifemokratischen Strukturen finanzieren dürfen