@TobiWu
Du hat völlig Recht, und ich stimme Dir 100 %ig zu.
#KI #Kompetenz #FediLZ
Es müsste viel stärker in der Lehrerausbildung verankert werden, es müsste einen viel stärkeren politischen Willen dazu geben, und die Bereitschaft Zeit und Mühe zu investieren.
Andererseits führt genau dieses: "alle anderen machen es", "es ist so schön bequem" und "ich habe Angst, etwas zu verpassen" zu dem was wir aktuell sehen.
Damit ist es - auch soziologisch - auf der selben Stufe, wie Flugreisen, FastFashion, Massentierhaltung, Wegwerf-Konsumgesellschaft, "Brot und Spiele" (wie schon zu Caesars Zeiten) …
"Eigenverantwortung" heißt es dann, und dass man mit solch extremen Forderungen keine Wahlen gewinnen kann.
Und dann erkenne ich, dass "kritische Distanz und Verstehen der Zusammenhänge" zwar schon immer Bildungsziel ist (und war), aber dass genau das gesellschaftlich leider in immer unerreichbarere Ferne rückt.
Ich war letzte Woche auf einer (extrem guten) Fortbildung zum Thema "digitale Selbstverteidigung". Einfach nur gut, aber leider alles andere als "ausgebucht".
Vorher hatte ich das massiv im Kollegium beworben (auch bei problembewussten Kolleg:Innen): "Keine Zeit", "es gibt noch(!) wichtigeres".
Das Bildungssystem der Überforderung der Kollegien ist leider genauso kaputt wie die kurzsichtig populistische Politik der Wahlen, Mehrheiten und Bildungsministerien. Hier gibt es z.B. "KI first" und "freiwillige Selbstlern-Fortbildungen in der Freizeit" - für "KI" natürlich von Unternehmen, die primär ihre Produkte verkaufen wollen.
Ich denke, das Problem liegt weder beim einzelnen Lehrer, noch in der Politik.
Das Problem liegt an unserem (gesellschaftlich etablierten) System des immer höher, schneller, weiter, bei immer größerer Bequemlichkeit und Komfort für Privilegierte und Überforderung der Masse.