Meine These:
- Im Bezug auf Wohnen: WG intern und Eigentümer*innengemeinschaften - ja, vielleicht? Alles andere (Mietwohnung, EFH) - nope.
- In Bezug auf Arbeit: Die wenigsten. Sozialarbeiter*innen vielleicht als Beispiel, fast alles andere als Gegenbeispiel?
- Im ehrenamtlichen Engagement - kommt drauf an.
- Im Sport - kommt drauf an
- Zu Hause - bei den einen mehr, bei den anderen weniger
- ???
Also, ich vermute, dass die meisten im Alltag wenig Demokratie erfahren.
@plinubius Das wirft bei mir die Frage auf: Ist jede Beteiligung Demokratie? Ab wann ist es eine demokratische Erfahrung? Können wir Situationen mit einer Punkteskala bewerten und alles über Y Punkte ist eine Demokrattierfahrung?
Ich würde momentan noch denken, nur weil ich gefragt werde (wie in deinem Beispiel des Arbeitgebers, der Informationen, vielleicht sogar Meinungen von den Angestellten abholt) ist es noch keine Demokratie.
@tueflti Redefreiheit ist sicherlich ein hohes Gut der Demokratie. Ist freies Reden bereits eine ausreichende Demokratieerfahrung? Oder muss ich (durch Reden oder anderen Dinge) auch wirklich etwas mitbestimmen dürfen?
Anders: Reden alleine ist noch keine Selbstwirksamkeit. Oder?
@tueflti Danke fürs Antworten. :)
Ich habe glaube ich etwas an deiner Antwort nicht verstanden. Das hier ist also eine Verständnisfrage.
Ich lese in deinem Toot zuerst, dass zur Demokratieerfahrung freie Rede ausreicht¹, dann, dass freie Rede alleine, also ohne freie Wahlen, nicht ausreicht².
¹ "[...] ist freie Rede eine ausreichende Demokratieerfahrung [...]"
² "[...] weil es keine freien Wahlen gibt, ist die freie Rede auch keine Demokratieerfahrung."
@johnnythan Achtung ‼️ Trigger Suizid ‼️
Wenn ich bspw vor einem Arzt von Suizid spreche auch wenn ich 85 bin werden Maßnahmen getroffen, die dies zu verhindern suchen. Gehört das zur Einschränkung der Redefreiheit auch wenn die Einschränkung keinen Einfluss auf meine Fähigkeit hat Demokratie zu leben?
@lichtschnuppe Dein Punkt "Viele wollen sich nicht einbringen, sondern warten auf Ansagen" ist ein Teil dessen, woher die Frage bei mir kam.
These: Demokratische Beteiligung muss gelernt werden.
Vor allem wenn es um mehr geht, als ab und zu Kreuze zu setzen.