RE: https://mastodon.social/@AwetTesfaiesus/116198746823222955

Wegen DMs:

Ich bin zwar links aufgewachsen, aber (bewußt) keine Marxistin und ich weiß, was ich sage klingt nach dem Gegenteil. Gleichwohl denke ich (und benutze bewußt die englischen Begriffe wegen der Spezifität):

Eine Working Class, die die Assets selbst kontrolliert, die ihre Subsistenz sichern, ist selbst der (vllt. wirksamste) Schutz ihrer eigenen Interessen.

Eine insoweit "ermächtigte" Working Class ist zur Solidarität mit der Poor Class fähig.

Das war übrigens mal CDU-Position.

@AwetTesfaiesus
Dankeschön, ich bleibe lieber bei der Menschenrechtserklärung. Da braucht Mensch keine Assets zu kontrollieren, um Subsistenz zu erhalten.

Hinsichtlich Spezifität: Wie steht es denn bei uns mit working class und poor class? Wo gehören aufstockende Geringverdienerinnen hin und dürfen die auch mal mehr Assets kontrollieren als ihnen der Staat zugesteht?

@spudtnik64

Lebenserfahrung der globalen Mehrheit:

Menschenrechte: 🫤

Eigentum: 🫡

Denke, es ist überwiegend wahrscheinlich, dass wir uns dahin bewegen

@spudtnik64 besides:

Eigentum ist zig fach auf Verfassungsebene abgesichert.

Mieterschutz ist Verhandlungsmasse in KOA-Verhandlungen

@AwetTesfaiesus @spudtnik64 Der Gemeinwohlvorbehalt ebenfalls. Aus meiner Sicht sind leerstehende Zweitwohnungen in Staaten mit Wohnungsmangel und grassierenden Obdachlosigkeit verfassungswidrig.
@benedikt_lauenburg @spudtnik64 das ist Deine Sicht der Dinge
Wohnraumbewirtschaftungsgesetz – Wikipedia

@AwetTesfaiesus um das zu spezifizieren: mit dem Grundsatzprogramm 2024 hat sich die CDU von ihren christdemokratischen Wurzeln abgekappt und ist auch programmatisch auf eine nationalliberale Ausrichtung umgeschwenkt.

Die Kirchen sind leider zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als auf diese Problematik hinzuweisen.

@benedikt_lauenburg

Interessehalber, woran machen Sie das fest? Auf welcher Basis kommen Sie konkret zu so einem Schluss? Was genau ist aus ihrer Sicht christdemokratisch?

Oder wollten Sie einfach nur Mal einen “raushauen"?

@agileranwalt Als Einstieg kann das Sozialwort der Kirchen dienen: https://www.ekd.de/sozialwort_1997_hinfuehrung.html

Ich nenne es deswegen, weil es von beiden großen Kirchen gemeinsam erarbeitet wurde. Die Lektüre lohnt sich auch heute noch, sowohl was die Sozialpolitik betrifft als auch der Blick auf die Globalisierung.

Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit

@benedikt_lauenburg

Vielen Dank, in der Tat immernoch lesenswert und beachtlich aktuell.

Ich sehe allerdings darin allerdings keine Argumente für ihre These, dass sich die CDU mit dem aktuellen Grundsatzprogramm davon verabschiedet hat eine christdemokratische Partei zu sein.

@AwetTesfaiesus

Sind wir heute noch bereit die gleichen Opfer zu bringen für ein Eigenheim wie unsere Elterngeneration?

Neulich bin ich darüber gestolpert und war tüchtig überrascht:

https://www.iwkoeln.de/studien/michael-voigtlaender-war-wohneigentum-frueher-erschwinglicher.html

Aber die Kernthese ist ja, dass es ein Aufstiegsversprechen geben muss und dass dieses nicht mehr in gleicher Weise realistisch erscheint. Das scheint mir auch weiterhin eine CDU Position.

War Wohneigentum früher erschwinglicher?

Aufgrund des starken Zinsanstiegs im Jahr 2022 hat sich die Erschwinglichkeit von Wohneigentum deutlich reduziert. Doch ist Wohneigentum damit auch im längerfristigen Vergleich unerschwinglich? Um diese Frage zu beantworten, wird im Folgenden ein Erschwinglichkeitsindex ermittelt und diskutiert. Ein Ergebnis: Aktuelle Generationen haben es leichter, aber es gibt auch neue Herausforderungen bei der Wohneigentumsbildung.

Institut der deutschen Wirtschaft (IW)