RE: https://mastodon.social/@AwetTesfaiesus/116198746823222955

Wegen DMs:

Ich bin zwar links aufgewachsen, aber (bewußt) keine Marxistin und ich weiß, was ich sage klingt nach dem Gegenteil. Gleichwohl denke ich (und benutze bewußt die englischen Begriffe wegen der Spezifität):

Eine Working Class, die die Assets selbst kontrolliert, die ihre Subsistenz sichern, ist selbst der (vllt. wirksamste) Schutz ihrer eigenen Interessen.

Eine insoweit "ermächtigte" Working Class ist zur Solidarität mit der Poor Class fähig.

Das war übrigens mal CDU-Position.

@AwetTesfaiesus

Sind wir heute noch bereit die gleichen Opfer zu bringen für ein Eigenheim wie unsere Elterngeneration?

Neulich bin ich darüber gestolpert und war tüchtig überrascht:

https://www.iwkoeln.de/studien/michael-voigtlaender-war-wohneigentum-frueher-erschwinglicher.html

Aber die Kernthese ist ja, dass es ein Aufstiegsversprechen geben muss und dass dieses nicht mehr in gleicher Weise realistisch erscheint. Das scheint mir auch weiterhin eine CDU Position.

War Wohneigentum früher erschwinglicher?

Aufgrund des starken Zinsanstiegs im Jahr 2022 hat sich die Erschwinglichkeit von Wohneigentum deutlich reduziert. Doch ist Wohneigentum damit auch im längerfristigen Vergleich unerschwinglich? Um diese Frage zu beantworten, wird im Folgenden ein Erschwinglichkeitsindex ermittelt und diskutiert. Ein Ergebnis: Aktuelle Generationen haben es leichter, aber es gibt auch neue Herausforderungen bei der Wohneigentumsbildung.

Institut der deutschen Wirtschaft (IW)