Unsere inner-parteiliche Beschlusslage weist uns den Weg zu einem #BGE. Das Bürgergeld war keine humanistische Großtat, aber näher als mit dem real existierenden #Bürgergeld konnten wir mit der #SPD einem BGE nicht kommen. Die betragsmäßige Anpassung war im übrigen verfassungsrechtliche vorgegeben. Ich habe Zweifel, ob die Erhöhung ausreichend war. Das ist, was ich denke.

Jetzt interessieren mich, Eure Empfindungen und Gedanken zum Ende des Bürgergelds und zur Einführung der #Grundsicherung?

Ich denke hierneben, dass ein BGE das einzige Instrument ist, mit dem sich eine Antwort auf die Auswirkungen von KI und Automatisierung auf die Realitäten des Erwerbslebens formulieren lässt; zumindest habe ich in vielen Jahren des Zuhörens noch kein klügeres Konzept gehört.
@AwetTesfaiesus
Was ich an der Idee des #BGE noch nicht verstanden habe und was mir auch bisher Niemand erklären konnte: Wer putzt dann z.B. die Bahnhofstoiletten, macht also im Wortsinne die Drecksarbeit?
Oder anders gefragt: kann man Leuten so viel bezahlen, dass sie solche Arbeiten verrichten, während sie dank BGE nicht drauf angewiesen sind?
Ich will damit nicht argumentieren, dass es immer Leute geben soll, die aufs Bahnhofstoilettenputzen angewiesen sind, aber verstehen würde ich es gerne.
@isf @AwetTesfaiesus Die Idee ist ja gerade, dass das Lohnniveau in diesen Berufen deutlich steigt. Es ist ja irgendwie auch nicht gerecht, wenn Menschen, die Bahnhofstoiletten sauber halten schlechter gestellt sind als die, die (wie ich) nur einen Bürostuhl warmhalten.
@yatil @AwetTesfaiesus
Mir ist schon klar, dass das die Idee ist. Ich könnte mir aber vorstellen, dass die Idee in der Praxis an gewisse Grenzen stößt, weil für fast unerträgliche Arbeit fast unbegrenzt viel bezahlt werden müsste. Denen, die diese Arbeit machen, würde ich von Herzen gönnen, unglaublich viel zu verdienen - aber irgendwo herkommen muss das Geld halt trotzdem.
Aber damit will ich ausdrücklich nicht behaupten, dass das derzeitige System gut oder gerecht sei.
@isf @AwetTesfaiesus Es machen doch auch jetzt schon Menschen in anderen Bereichen ”unerträgliche” Arbeit für (mehr oder weniger) faire Bezahlung. Vielleicht werden diese Arbeiten dann auf mehr Schultern verteilt, weil sich vielleicht jemand, der normalerweise nicht 40h/Woche Bahnhofstoiletten putzen möchte aber kein Problem hat neben einem anderen Job 1 Tag pro Woche in dem Bereich zu arbeiten, wenn es ordentlich bezahlt ist. (1/2)
Da sind viele Dynamiken, es gibt ja zum Glück gute Studien, die belegen, dass es funktionieren kann. Ich überlasse das gerne den Profis :-D (2/2)