Es sollte spätestens jetzt sollte allen klar sein, dass das #Völkerrecht ein Papiertiger und Machtinstrument ist, um den #Imperialismus anderer zu delegitimieren und den eigenen durchzusetzen.

Ein Recht muss "ins Recht" gesetzt werden und wenn du (die USA) die Instanz bist, die das tut, dann gilt es für dich nunmal nicht. Weil wer soll dir noch auf die Finger klopfen?

#USA #Iran #Venezuela #Grönland

@theDuesentrieb das Voelkerrecht hat seine Wurzeln in Millionenen von toten, vertriebenen, leidenden und traumatisierten Menschen. Es ist quasi der wahnsinnige Gegenentwurf aus einem System von Macht, Herrschaft und/oder Dominanz. Kriege waren und sind wieder ein legitimes Mittel der Interessendurchsetzung. Der Staerkere gewinnt. Wie kann die UNO gegen diesen "gewinnen", wenn ihre Macht nur im glauben und vertrauen auf die Staatengemeinschaft funktioniert und nur so funktionieren kann?

@MisterSmith gilt die Frage jetzt mir?

Ich widerspreche ja gar nicht, dass die UNO oder das Völkerrecht so angedacht sind, nur funktionieren sie so nicht, bzw. höchstens als Rechtfertungsmittel

@theDuesentrieb dir und alle die es interessiert. Das Voelkerrecht steht seit anbeginn auf wackeligen Beinen, weil die alte Machtpolitik nie aufgehoert hat, sich nur etwas geschaemt hat vor den Erwachsenen im Raum.

Wir sind alle dafuer verantwortlich das es funktionieren kann. Ganz konkret: wir muessen unsere #Bureg zwingen den Krieg gegen den Iran oder die Attacke gegen Venezuela als voelkerrechtswidrig anzuerkennen, wenn uns die Uno etwas bedeutet.

@MisterSmith stimme teilweise zu, ich würde es nicht als wackelige Beine bezeichnen, sondern als grundsetzlicher unauflösbarer Widerspruch.

Du hast keine Instanz über den Staaten, die darauf achtet, dass sich alle an das Völkerrecht halten. Diese Rolle nahm und nimmt die USA ein und sieht sich selbst darum nicht daran gebunden.

Und das mit dem zwingen der #Bureg ? Wie und warum? Trump hat doch schon hinlänglich klar gemacht, dass er drauf scheißt ob die EU das doof (völkerrechtswidrig) findet. Mal abgesehen davon, dass die da gar nix gegen haben, zumindest in Venezuela und Iran.

Selbst wenn die Invasion Grönlands ansteht, wird es da nicht mehr als verbalen Protest geben.

@theDuesentrieb das die USA das Voelkerrecht nun hinter sich lassen macht es ja nicht ungeschehen. Es ist ein Widerspruch, der durch die kollektive Erfahrung militaerischer Katastrophen gefochten wurde und wird. Wenn wir das aufgeben sind all diese Menschen noch sinnloser gestorben und vernichtet worden. Es ist jetzt gerade durch die Zurueckentwicklung der USA die Chance fuer jeden Staat das VR weiter zu tragen. Darum zwingen, denn mich interessiert Merz nicht, aber ein int. Rechtsprogress.

@MisterSmith die USA haben das Völkerrecht schon immer "hinter sich gelassen" bzw. in ihrem Sinne als Hegemon genutzt, das ist kein neuer Zustand.

Sie ziehen sich auch nicht davon zurück. Sie sagt frei nach Louis XIV: "Das Völkerrecht, das bin ich". Klar andere Staaten können sich darauf berufen, haben aber nicht die Mittel es durchzusetzen, dafür müssten sie selber Hegemonialmacht sein oder werden und das wäre ein Imperialismus mit dem anderen ausgetrieben.

Und wer ist "wir"? Wir als Individuen? Zumindest ich hab in letzter Zeit nix mit Völkerrecht zu tun gehabt oder bin gefragt worden. Wir als Deutscher Staat? Wie gesagt, ob die letzten Angriffe völkerrechtswidrig sind ist ja unstrittig, der USA ist es nur Wurst und die Herrschenden hier können und/oder wollen da gar nix gegen haben.

@theDuesentrieb Danke fuer die Antwort. Dass das Voelkerrecht ab bestimmter Interessenslage missachtet wurde, machte es ja nicht irrelevant. Es ist ein Startpunkt fuer eine neue Welt, in der sich gerade die Initiatoren als darueber stehend gerieren. Dennoch koennen sich alle am besten darauf berufen und gegenseitig kontrollieren in ihren fuer die moderne Welt unzureichenden Herrschaftssystemen, imo. Wir = Alle die ein primaeres Interesse am friedlichen Miteinander zwischen Staaten haben.

@MisterSmith klar haben wir ein Interesse an friedlichem miteinander. Aber dann lässt sich ja die Frage stellen, warum Staaten das nicht hinbekommen?

Vielleicht ja weil sie durch ihren Herrschaftsanspruch und ihre Wirtschaftsweise in ständiger Konkurrenz zueinander stehen und diese, soweit sie können auch, militärisch austragen.

Und ja, das Völkerrecht war oder ist dazu angedacht, zumindest den schlimmsten Ausdrucksformen davon den Riegel vorzuschieben, aber selbst das funktioniert ja offensichtlich nicht, aus Gründen, die ich schon ausgeführt habe.

Mein ganzer Punkt ist, dass mMn einfach zu viel Hoffnung reingesetzt wird, dass das Völkerrecht irgendwann mal zu einer friedlichen Welt führen wird. Und das geht hart an jeder Realität vorbei

@theDuesentrieb nicht Hoffnung, aber die schlimmsten Konsequenzen von Krieg, Faschismus und totalitaerem Exzess.

@MisterSmith @theDuesentrieb

Mir bedeutet weder die UNO noch das Völkerrecht etwas.
Das sogenannte Völkerrecht legitimiert Staaten. Auch die UNO tut das.

Staaten sind dazu da um das Kapital von Reichen zu schützen oder sich je nach Machtsituation wegen Kapital (oder Religion) zu bekriegen.

Wenn wir schon von einer neuen Welt reden, dann müssen wir doch all das hinter uns lassen und statt dessen überlegen, wie sich eine friedliche, emanzipatorische, solidarische und kooperative Gesellschaft gestalten lässt.
Und nicht an alten Luftschlössern festhalten, die die gebastelt haben, die drauf scheissen (können).

Mit der scheinheiligen 'freiheitlichen Demokratie' funktioniert es jedenfalls schon mal nicht.

@nebel @MisterSmith @theDuesentrieb puh, gut gebrüllt Löwe. Was wäre den dein Vorschlag? Wenn man sich die Zeit vor Einführung eines Völkerrechts anschaut, da lief es ja auch nicht gerade rund. Solange sich die Idee, das alle friedlich nebeneinander leben, und niemand jemand anderem etwas neidet nicht bei allen 8 milliarden Menschen durchgesetzt hat, sehe ich ehrlich gesagt keine bessere Alternative, als das System was wir aktuell haben. Auch, wenn das zwingend reformbedürftig ist.
@nebel @MisterSmith @theDuesentrieb im übrigen finde ich an der Idee eines Staates nicht zwingend was kapitalistisches. Wenn sich eine Gruppe von Menschen mit ähnlichen Wertevorstellungen zusammen schließt, um das Zusammenleben gemeinsam zu organisieren ist das doch gut. Ab einer gewissen Größenordnung lässt sich das vermutlich nur noch territorial organisieren, wogegen im Grunde nix zu sagen ist, solange man von außen auch mitmachen darf, und keine Ansprüche an Fremde Gebiete gestellt werden.

@KuMiKoe @nebel @MisterSmith das was du beschreibst, ist eher eine freie Föderation und kein Staat. Ansätze davon gibt es ja (noch) z.B. in Rojava, bei den Zapatista oder während der Spanischen Revolution.

Kein aktueller Staat der Welt ist dadurch entstanden, dass sich Leute zusammengestzt haben und sagten "wir bauen uns jetzt einen Staat". Auch wenn das Leute im kleinen immer mal wieder versuchen, meistens um Steuern zu vermeiden.

Staaten sind immer definiert durch Gewalt in ihrer Entstehung und in ihrer Durchsetzung dieser nach innen und außen. Staaten definieren sich ihr Staatsvolk und nicht anders herum und wollen über dieses ihre (Staats)Gewalt ausüben und sie für den staatlichen Erfolg einspannen. In Friedenszeiten durch ihre Arbeitskraft in der heimischen Wirtschaft und in Kriegszeiten eben mit der Waffe in der Hand.

@theDuesentrieb @KuMiKoe @nebel und was gibt oder gab es besser oder sollte es besseres geben, um diesen imho absoluten Gewaltanspruch von Staaten zu kontrollieren als die UNO?

@MisterSmith @KuMiKoe @nebel

das ist es ja, ich halte das für unmöglich, solange es Staaten oder Herrschaft als solche gibt.

Und die UNO kontrolliert einen Scheiß. Hätte die UNO eine, wie auch immer geartete, eigene Armee und ein atomares Waffenarsenal dazu, dann hätte sie einen Hebel. Nicht dass ich das für ein positives Szenario halte, denn wer kontrolliert sie dann?

@theDuesentrieb @KuMiKoe @nebel ist bezeichnet, das es naheliegt anzunehmen, das die UNO nur kontrollieren kann, wenn sie die groesste Macht ist, aber die Ziele von Menschenrechten und Co. brauchen ja eine Welt ohne solche Machtkonzentration, und die kommt nur von innen, von der Art und Weise wie wir miteinander leben.

@MisterSmith @KuMiKoe @nebel ja aber das ist doch gerade der Widerspruch den ich aufzeigen will. Ich weiß nicht ob wir da nur aneinander vorbei reden.

Ja auch meine Utopie ist eine herrschaftsfreie Welt und das mein ich ganz unironisch.

Aber da passt die Uno nicht rein, einmal weil sie die guten Sachen die sie vielleicht will nicht durchsetzen kann und wenn sie es könnte, selbst die Herschaftsinstitution wäre, die dann genau darauf pfeifen könnte, und würde mmN.

Eben weil sie Staaten die in Konkurrenz zueinander stehen voraussetzt oder zumindest als gegeben hinnimmt.

Das muss ha nicht immer in den offenen Krieg ausarten. Da passieren ja schon auf weltwirtschaftlicher Seite so viele Grausamkeiten, davon ist sie ja gar nicht berührt oder greift diese nicht an.

@theDuesentrieb danke das du am Ball bleibst. Ich dreh mich nur ein bisschen um den heissen Brei ;). Die UNO weiss um ihre defizitaere Lage Staaten ggü, sie ist letzteren dahingehend vorraus, weil sie annimmt durch Recht und Wahrheit liess sich Macht gemeinsam einhegen. Und ich glaube zT stimmt das auch. Aber ohne Staatengemeinschaft geht es nicht. Staaten mit ihrem totalen Souveraenitaetsanspruch in Frage zu stellen: Yes. Die UNO wegschmeissen, weil sie aus diesem Spiel geboren ist: No.

@MisterSmith ok, aber die UNO,
united NATIONS organization, ist ja dezidiert als Staatenbund angelegt, sagst du schon selber.

Und dieser Bund funktioniert eben deshalb so "gut" weil sie kaum Kompetenzen hat und nationale Alleingänge weitestgehend hinnehmen muss, sofern nicht ein mächtiger Mitgliedsstaat, dem, meinentwegen auch mit UN-Mandat, einen Riegel vorschiebt.

Oder anders, nenn doch mal einen Fall aus der Geschichte, in dem ein Staat, kriegerisch oder anders, sich in einer Sache durchsetzen wollte, kein UN-Mandat bekommen hat und dann meinte, na gut, sry dann lassen wir das.

Also mir fällt da nur indirekt Deutschlands Weigerung am Irakkrieg teilzunehmen ein.

@theDuesentrieb ich glaube, sowas darf einem Staat nicht passieren, d.h. der Gesichtsverlust waere zu gross. Leider waren und sind wir ja immer Drehscheibe fuer alle US-gefuehrten Kriege auf der Welt, und die Proteste gegen den Irak-Krieg waren enorm. Das konnte Schroeder leicht als Erfolg fuer sich verbuchen. Ich hoffe und gehe davon aus, das Alleingaengen eben dadurch, wenigstens damals, eine weitere Barriere entgegengestellt werden konnte.

@MisterSmith ja, aber es ist nicbt das beste Beispiel, weil es ja erstens trotzdem passiert ist, auch wenn Deutschland nicht zur "Koalition der Willigen" gehörte. Mein Punkt ist auch ein anderer:

Das fehlende UN-Mandat war eben nicht ausschlaggebend. Die deutsche Regierung hätte sich, genausowenig verantworten müssen, wie die Staaten die da eingefallen sind, hätte sie damals mitgemacht.

@theDuesentrieb Praezedenzfaelle gegen die UNO gab es ja schon lange z.B. durch Israel. Das zwischenstaatlichen Interessen immer wieder jene des potentiell uebergordneten Staatenbundes ignorierten, waren die Grundlage fuer seine Bedeutungslosigkeit. Andersherum gilt das natuerlich auch! Jetzt aber ein Werkzeug aufzugeben, und da hat Deutschland eine grosse Verantwortung, weil sich Autokraten nicht mehr schaemen nach Recht und Wahrheit zu handeln, ist der falsche Ansatz.
@theDuesentrieb um noch Beispiele zu geben. Da hab ich gerade nichts konkretes, aber durch die Rechtsauslegung nach Voelkerrecht hat die UNO immer eine tragende Rolle, weil sie fuer alle sichtbar Grenzen definiert und fuer den Staatenbund auslegt. Wenn wir in Frieden leben wollen ist es die zu respektierende Handlungsebene. Fehlender Respekt voreinander macht diese Idee nicht obsolet, sondern unsere Verantwortungslosigkeit offensichtlich.

@theDuesentrieb @MisterSmith @KuMiKoe

Vielleicht ist es tatsächlich nicht förderlich als Erstes die UNO wegzuschmeißen.
Sie hat in der Welt in der wir nun mal leben ja schon einen sagen wir mal zumindest moralischen Einflussfaktor.

Aber realutopisch gedacht bräuchten wir sie eben nicht, wenn wir die kapitalistischen Staatenkonstrukte überwinden und uns ernsthaft als antiautoritäre globale Gemeinschaft wahrnehmen würden.

Was ich meine, es gibt vorher schon deutlich machtvollere Herrschaftszentren, die es abzuwickeln gilt.
Seien es die Kapitole, Konzerne oder Börsen rund um den Globus.
Und für alles gibt es alternative Möglichkeiten.
Sie bräuchten nur mehr Beachtung, Erprobungen und ernsthafte Umsetzungen.

@nebel @MisterSmith @KuMiKoe ja, sag ich ja auch nicht. Mein Punkt war, wie irrelevant sie für das ist, wofür sie eigentlich antreten will

@MisterSmith @theDuesentrieb @KuMiKoe

Verstehe nicht, warum es scheinbar immer eine Institution braucht, die die Welt kontrolliert.

Warum können wir denn nicht anfangen, Menschen zu vertrauen, dass sie solidarisch miteinander umgehen?

Wo Macht zentralisiert wird, gibt es Menschen dir es anzieht und ausnutzen wollen.
Deswegen Dezentralisierung.

@nebel @theDuesentrieb @KuMiKoe das stimmt. Imho muessen wir beides machen, jetzt dezentrale Strukturen ohne Herrschaftsanspruch aufbauen und die bestehenden Machtzentren so gut es geht transparent machen und kontrollieren. Macht enteignen und verteilen, indem Menschen lernen selbst verantwortlich zu werdenm sich zu emanzipieren. Keine Angst vor Macht, bzw. vor machen.
@nebel @MisterSmith @theDuesentrieb weil die Geschichte und seit Anbeginn der Menschheit gezeigt hat, das das nicht funktioniert.
@KuMiKoe @nebel @theDuesentrieb Wenn uns die Geschichte etwas zeigt, dann das sie hoechstens zur Haelfte in unserer Gesellschaft und Kultur existiert. Menschliche Lebensentwuerfe ueber die Jahrtausende sind durchaus komplexer und diverser als wir uns das vorstellen koennen und immer wieder auch wollen.

@KuMiKoe @MisterSmith @theDuesentrieb

Ich kann dir jetzt eine Million Beispiele nennen, in denen das funktioniert.
Zwei habe ich bereits benannt.
Zudem Test mit Kleinkindern, die beweisen, dass der Mensch ein solidarisches Wesen ist.

Problem ist, wenn eins nicht daran glauben mag und lieber so darwinistischem Käse hinterher hechelt + ein System das auf Herrschaft und Ausbeutung aufgebaut ist.

@KuMiKoe @MisterSmith @theDuesentrieb

Und Gruppen die nach Werten ein neues Zusammenleben anfangen wollen.
Da brauch ich nicht nach Chiapas oder Rojava gehen.

Beispiel Hambi.
Menschen nehmen sich friedlich Land, staatlich illegalisiert, um einen Wald zu schützen und neue wertvolle Formen des Zusammenlebens zu erfoschen.
Staatliches Gewaltmonopol kommt und will es fürs Kapital (in dem Fall RWE) kaputt machen.

Beispiel staatlich legalisiertes (gekauftes) anarchistisches Wohnprojekt auf dem Land.
Tolle Projekte und Ideen über die berichtet werden könnte.

Galileo kommt, filmt alles ab.
Hauptmessage:
Ökos die sich vollgekackte Unterhosen teilen.

Wahlweise ist die Schublade auch als Sekte, Linksterroristen oder Hippies erhältlich.

Wo darf ich mit meiner Gruppe also jetzt nach meinen Werten leben ohne Angst vor Gewalt oder medialer Diskriminierung leben?

@nebel hast du nen Link zur Hosenkacka Doku?