@alexanderondu @moonmoth @SimonHain @Morgunin Kommt mir jetzt nicht ganz unbekannt vor. DSA hat oft so den Anschein von "wir spielen kultur- und setting-orientiert", aber spätestens seit DSA4 auch üble Minmaxing-Möglichkeiten. Das ist eine Spannung die durch pauschales "Wir spielen erzählerisch" nicht per überwunden wird.
(Hinzu kommt ja, dass das Ausspielen einer "Nische" ja auch grundlegend eher eine erzählerische Motivation hat)
Und "mein Charakter ist eigentlich …" ist auch so eine DSA-Krankheit.
Für mich wäre hier die ideale Lösung eine "Session 0K", also wirklich bei Null anfangen. Spielstile und bevorzugtes interagieren in einer Gruppe richtig abfragen.
Ich hatte auch schon richtig positive Erfahrung was die Talent-Orientierung betrifft, wo eben der Professions/Kultur-Ansatz von DSA dazu geführt hat dass zwei, drei Spieler die fast identische Werte in manchen (abenteuer-relevanteren) Bereichen keine Probleme hatten, während sie das vielleicht bei D&D gehabt hätten weil das dann alles "Rogue 1" gewesen wäre. Aber das hatte halt auch sehr viel Buy-In was eher theatralisches Setting-Spiel betraf. Ein mehr "Abenteuer"-orientierter Fokus (z.B. ich will der sein der schleichend kundschaftet) geht dagegen.
Als SL würde ich halt ein bisschen auf Mea Culpa gehen, wie oben gesagt neuer besprechend und meinen Kampagnen-Ansatz dementsprechend ändern. Denn wenn Leute so eifrig auf ihre Skill-Nischen sind, sind die auch nicht zufrieden wenn die nicht häufig genug zur Geltung kommen.