Hey #pnpde, ich bräuchte mal ne zweite Meinung zu einem gruppendynamischem Konflikt.

In der Session 0 einigt sich die Gruppe auf einen erzählerischen Spielstil, in dem Werte nur unterstützend sein sollen und nicht im Fokus des Spiels stehen sollten. Bei der Generierung der SC bittet Spieler A, seinen SC allein mit dem SL generieren zu dürfen. Er plane eine intellektuelle Figur mit ein paar Twists, die die Gruppe noch nicht kennen soll. Dem stimmt die Gruppe (leicht zähneknirschend) zu.

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Die Gruppe nimmt aber die SL in die Verantwortung, dass sie auf eine gute Zusammensetzung der SC achtet.

Spieler B baut eine primär kämpferische Figur, der er aber ein paar schurkische Nebenaspekte gibt. Der Rest der Gruppe füllt andere Aspekte.

Drei Sitzungen tief im Hauptspiel stellt sich heraus, dass Spieler A eigentlich primär einen Schurken gebaut hat, der die "intellektuelle" Figur als Tarnidentität nutzt.

Jetzt ist Spieler B auf dem Baum, vor allem gegenüber der SL.

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#pnpde

Spieler B sagt, dass er seinen Charakter ganz anders gestaltet hätte, wenn er von einem anderen Schurken in der Gruppe gewusst hätte, und ist wütend wegen der "verschwendeten Ressourcen" für die schurkischen Fertigkeiten.

Die SL sagt, sie hätte da nicht eingegriffen, weil Spieler B ja nur sekundär als Schurke auftreten wollte und die Werte gemäß Session 0 eh nicht so wichtig sein sollten.

Wie kommt man da wieder raus?

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#pnpde

(Geht btw um eine andere Gruppe als die von gestern.)

@alexanderondu Schritt 1: SL erkennt ihren Fehler an, bei beiden SC nicht genauer über die zukünftige Charakterentwicklung nachgefragt zu haben (sieht mir nämlich ganz danach aus) und bittet um Entschuldigung.

Schritt 2: Ist die Schurkenklasse im verwendeten System groß genug für zwei Spezialisierungen? Wenn ja, zusammensetzen und die Charakterentwicklung (bzgl. Crunch) gemeinsam besprechen. Falls nein: dann muss die SL halt schauen, dass sie encounter so baut, dass 2 Schurken Sinn finden.