„Es gibt Menschen [vor allem: Männer], die innerlich sehr instabil sind und die ein großes Gefühl von Unsicherheit haben, das aber nicht mentalisieren können. Sie können nicht äußern, dass sie sich unsicher und innerlich instabil fühlen und ein Gefühl von Ohnmacht und Hilflosigkeit haben. All die autoritären Mechanismen sind eine Möglichkeit, das Innere zu stabilisieren.“ 1/4

#Ohnmacht #Sprachlosigkeit #Autoritarismus

https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/interview-maskulinismus-maennlichkeit-krieg-100.html
Soziologe: "Männlichkeitsideale, Unterwerfung und Sadismus führen zu Gewalt"

Was bringt Menschen dazu, Krieg zu befürworten? Dazu hat der Leipziger Soziologe Alexander Yendell geforscht. Im Gespräch geht es auch um die aktuellen Konflikte in der Welt und den Weg raus aus der Gewaltspirale.

MDR
„Eine Möglichkeit, Stabilität zu erzeugen, ist, dass man ganz klare Feind-Freund-Bilder hat. Dieses Gefühl der Ohnmacht und der Unsicherheit, das projiziert man nach außen und sagt, die Zuwanderer sind schuld, der oder die Feinde sind da und da.“ 2/4

#Unsicherheit #Menschenfeindlichkeit
Der stärkste prädikative Faktor für Kriegsbereitschaft sind Männlichkeitsideale, darunter auch dass der Mann derjenige ist, der das Geld verdient und die Familie versorgt. 3/4

#Männlichkeit #Kriegsbereitschaft
„Wir brauchen Menschen [eigentlich: Männer] in einer Demokratie, die empathiefähig sind, die Mitgefühl haben und die vor allem auch in der Lage sind, Unsicherheiten auszuhalten.“ 4/4

#Empathie #Ambiguitätstoleranz