IMO | Heidelberg muss die Fahrrad-Rowdys in den Griff bekommen!


Ja wir brauchen in Heidelberg mehr und bessere Infrastruktur für FußgängerInnen und RadfahrerInnen, mehr ÖPNV und weniger Autos. Jedoch muss auch endlich geltendes Verkehrsrecht bei den Fahrad-Rowdys der Stadt durchgesetzt werden. Diese sind nur verglichen mit der Menge der FahrradfahrerInnen eine recht geringe Menge, aber sie machen anderen das Leben schwer, sorgen beständig für gefährliche Situationen und schädigen den Ruf aller FahrradfahrerInnen. Deshalb wird es höchste Zeit das in diesem Bereich durchgegriffen wird, den ein dichter Verkehr wir in der Stadt kann nur regelbasiert funktionieren.

#IMO #Heidelberg #Verkehr #Fahrrad #FahrradRowdys #Verkehrsordnung #Meinung @heidelberg @verkehrswende @fedibikes @RNZonline

Ich war noch nie wegen eines Radfahrers in Lebensgefahr, egal ob ich zu Fuß, selbst auf dem Rad oder im Auto unterwegs war.
Autofahrer gefährden mich eigentlich mindestens 2x pro Woche (ebenfalls egal wie ich unterwegs bin).

Ja, jeder sollte sich natürlich an die Regeln halten. Aber wenn es darum geht, dass “durchgegriffen” wird, dann bitte bei denen anfangen, von denen zu 99% die Gefahr ausgeht.

@mech Falsch! Durchgegriffen werden muss überall. Den genau das ist der Hintergrund eines Regelbasierten Verkehrs, er funktioniert nur dann richtig wenn sich alle an die Regeln halten und die faulen Eier aussortiert werden. Und dabei ist es recht egal ob diese faulen Eier in einem Auto, einem LKW, auf einen Motorrad oder einem Fahrrad sitzen oder auf einen Elektroroller stehen.

Überall durchgreifen ist illusorisch. Die Mittel der Polizei sind (SEHR) begrenzt. Es wäre sinnvoll, sie erst da einzusetzen, wo die meiste Gefahr für Leib und Leben entsteht. Und das sind nicht Regelverstöße von Radfahrern.

Jedenfalls nicht, solange bei Autofahrern die allermeisten gefährlichen Verstöße auch noch nicht geahndet werden.

Und das ist einfach Fakt.
Wenn ich mich im Auto in einer 30er-Zone an die Geschwindigkeitsbegrenzung halte, bildet sich hinter mir eine Schlange, in der oft sogar Polizeiautos mitmachen, weil sich niemand daran hält.
Zu enges Überholen von Radfahrern kann noch nichtmal bestraft werden, weil es dafür keine zugelassenen Messmethoden gibt.
Wenn ich im Auto hinter einem Radler bleibe, weil ich nicht regelkonform überholen kann, werde ich von hinten angehupt.
Und eine Anzeige wegen Nötigung (erzieherisches Hupen) oder Zuparken von Radwegen wird selbst bei Dokumentation mit Zeugen und Videobeweis von der Polizei noch nichtmal bearbeitet.

@mech

Überall durchgreifen ist illusorisch. Die Mittel der Polizei sind (SEHR) begrenzt.


Unbenommen. Da haben wir leider eine totale Fehlpriorisierung bei den Ressourcen.

Es wäre sinnvoll, sie erst da einzusetzen, wo die meiste Gefahr für Leib und Leben entsteht. Und das sind nicht Regelverstöße von Radfahrern.


Aha es ist also keine Gefahr für Leib und leben wenn Fahrradfahrer auf belebten Fußwegen bzw. außer in den bekannten Ausnahmen auf den Fußwegen fahren? Inkl. schwerer Pedelecs und Lastenfahrrädern? Es ist also keine Gefahr für Leib und Leben wenn Leute ohne Rücksicht mit dem Rad über belebte Fußgängerübergänge rasen? Es ist keine Gefahr wenn Fahrradfahrer entgegen der vorgegebenen Richtung fahren? Sorry mit dem Verständnis von Verkehrssicherheit brauchen wir hier nicht weiter reden...

Achso ich bin selbst zu Fuß, mit dem Rad, dem ÖPNV und teilweise auch dem Auto unterwegs. Beim Autofahren wurde ich wenn ich regelkonform hinter einem Rad her gefahren bin noch nie von hinten angehubt. Einmal davon ab das mir das auch reichlich egal wäre.

@sascha @mech

Glückwunsch, wenn bei euch so ein friedlicher Vibe herrscht. Den wünschen wir uns überall von allen Verkehrsteilnehmern.

Wir erleben regelmäßig -auf dem Rad als auch im Auto hinter einem Rad- dass viele andere Autofahrer eher auch noch den motorisierten Gegenverkehr in Gefahr bringen, als irgendwie mal ein paar Sekunden zurückzustecken.

Zum Thema Prioritäten: Sieh die die Unfallopferzahlen an. Dann siehst du wo das größte Schadpotenzial steckt. Es ist nicht der Radverkehr.😉

@MDradelt Ich schau mir an was falsch läuft und spreche es an (Siehe Beitrag). Relativierungsversuche, zumal mit dem Bezug auf andere Gefahren sind dabei nichts anderes als billige Versuche von der existierenden Problematik abzulenken bzw. sie als nicht relevant hinzustellen.
@mech

@sascha @mech

Wenn Ressourcen zu priorisieren sind, dann muss man Dinge in Relation setzen.

Fast 3000 Verkehrstote, unzählige Schwerverletzte und noch viel mehr Betroffene entstehen nicht zwischen Fuß- und Radverkehr.

Radverkehr fährt auf Fußwegen, weil er von der Straße gedrängt und auch häufig auf genug auf Fußwege geleitet wird.

Das sind die Big Points.

Das heißt nicht, dass man alles andere auf Null fährt. Wir befürworten einen grundlegenen Kontrolldruck, wenn Regeln einzuhalten sind.

@MDradelt
Du machst halt jetzt nur genau das Gleiche, was wir Autofahrenden als "Aber die Radfahrer" vorwerfen. In diesem Thread geht es nun mal um das Fehlverhalten von Radfahrenden.

Mir gefallen am Eingangspost weder die Wortwahl (Fahrrad-Rowdys) noch der Tenor, der Radfahrende als die größte Gefahr für unsere Zivilisation (oder zumindest die in Heidelberg) darstellt.

"Aber die Autofahrer" ist trotzdem nicht die passende Antwort.

@sascha @mech

@MDradelt @sascha @mech @wortezimmer
Solange der passende #Kontrolldruck fehlt, wird sich ein viel zu großer Anteil von Verkehrsteilnehmenden nicht an die Regeln halten (ganz egal welches Transportmittel).
Hier einfach wieder einmal nur die Menschen auf dem #Fahrrad pauschal als Rowdys zu titulieren ist leider nur wieder das übliche #Fahrradbashing was man aus der #Dosentreiber Ecke nicht anders kennt.
Fehlt nur noch #ZahltMalSteuern...🤦

@wortezimmer
Ich sehe das Problem hier (E: auch) eher beim Ausgangspost:
"muss die Fahrrad-Rowdys in den Griff bekommen!"
" höchste Zeit das in diesem Bereich durchgegriffen wird,"

Da frage ich mach dann schon, woran @sascha das festmacht, dass gerade beim Radverkehr _unbedingt_ und _unmittelbar_ "durchgegriffen" werden muss. Unfälle? Verletzte?

1/n

@MDradelt @sascha @mech

@Flo_Rian
Wieso "eher"? Hast du gelesen, was ich geschrieben habe?

@sascha @MDradelt @mech

@wortezimmer
Sorry, dass habe ich missverständlich formuliert. Ich wollte sagen, dass ich dass auch so sehe.
@sascha @MDradelt @mech
@wortezimmer @MDradelt @sascha @mech Formal mag das das gleiche sein, sachlich ist es das aber immer noch nicht. Wenn dir die Darstellung als "die größte Gefahr" nicht gefällt, dann doch vermutlich deshalb, weil sie objektiv nicht die größte Gefahr sind. Da kommt man aber nur drauf, wenn man fragt, wer oder was denn diese größte Gefahr tatsächlich ist, und dann sind wir wieder bei was man als "aber die $GERFÄHRLICHES_VERKEHRSMITTEL!" zusammenfassen könnte.

@menos
Man könnte auch einfach antworten, dass es sinnvoll wäre, diese Kritik auf eine sachliche Ebene zu bringen, ohne whataboutism. Wenn das nicht möglich ist, braucht es zu dieser Position eben keine Diskussion. Ich würde auch niemals mit dem Vorsitzenden von Fuss e. V. über Radverkehr diskutieren, das ist einfach sinnlos.

@MDradelt @sascha @mech

@sascha
Die ebene des individuellen Fehlverhaltens ohne strukturelle Randbedingungen diskutieren hilft nur begrenzt. M.E. sind viele (wenn nicht gar alle) Konflikte zwischen Radfahrenden und Fußgängern Folge einer Gewaltkaskade, die mit der Raumnahme durch PKW beginnt.

Wenn sich Leute auf der Fahrbahn mit dem Rad bedroht fühlen, weichen sie regelwidrig auf den Gehweg aus.
Wenn der Radweg zugeparkt ist, auch.
@mech

@jakob_thoboell @sascha @mech

Plus Infrastruktur, die Radverkehr immer wieder auch auf Gehwege leitet, so dass es Normalität wird da zu fahren, ob erlaubt oder nicht. Das ist die Verwantwortung von Politik und Verwaltung, die sollte man nicht ausblenden.

@sascha
es würde die Debatte vielleicht versachlichen, Regelverstoß, Behinderung und Gefährdung getrennt zu diskutieren.

Als (Spezial-)radfahrer lege ich an einigen Stellen die STVO großzügig aus. insbesondere hinsichtlich der VwV bzgl 'Zumutbarkeit' vermeintlich nutzungspflichtiger Radwege. Das ist mir bewusst, dass ich da den oberen Rand der Spruch Praxis für mich beanspruche.
Häufig im Kontext mangelhafter Infrastruktur (indirektes Linksabbiegen, schlechte Radwege u.ä.) (1/2)
@mech

@sascha
das sehen viele Autofahrer (oft in massiver Unkenntnis der Regeln) bereits als 'Verstoß'.
Das sehe ich aber als ganz andres Thema, als Radfahrende, die auf Gehwegen rum rüpeln. Auch da sollte man nach dem 'Warum' fragen, ein Anschiss und Sanktionen sind aber dennoch gerechtfertigt.

Wo ich den anderen Rednern hier zustimmen muss:
Solange am oberen Teil der Gewaltkaskade Delikte wie Vorrang beim Abbiegen, Überholabstand, dicht auffahren, Radweg-parken usw. @mech

nicht geahndet werden, macht es keinen Sinn und ist im Rahmen der Verhältnismäßigkeit und der Ressourcenverteilung nicht sinnvoll begründbar, den Druck 'unten' durch Sanktionen zu erhöhen.
@mech @sascha