Genau dasselbe Prinzip:
"Dank Teilzeit bin ich produktiver als vorher!" - super, du bist ein ganz toller Arbeitnehmer.
"Nur mit Teilzeit kann ich all meine anderen Verpflichtungen erfüllen." - und das hältst du für einen guten Zustand?
Spart euch solche Verwertungsargumente, es geht den Brandstiftern um Brandstiftung, denen sind Argumente sowieso völlig egal.
Wenn Jemand lieber was Anderes macht, dann ist sogar Teilzeit schon Zwang.
So lange die "Grundsicherung" nicht zu leben reicht, wird das auch so bleiben.
Menschen werden immer gezwungen, etwas zu machen, allein, um ueberleben zu koennen.
Das ist halt nun mal die Sklaverei vom Kapitalismus. Wer ja zum Kapitalismus sagt, sagt auch ja zur Sklaverei.
Aber das Grundgesetz ist ja in dieser Hinsicht nicht so wichtig.
Ich finde, man sollte es beim Namen nennen.
Gut, Sklaverei geht auch noch viel uebler, aber es bleibt Sklaverei.
Es gab sicher auch Sklaven, die viel besser gelebt haben, als es heutige Menschen haben.
Also ich beantworte das mal Punkt fuer Punkt:
Ja, Arbeitgeber werden gewinnbringend verkauft. Nennt sich Arbeitsagentur.
Ja, Arbeitnehmerinnen werden sexuell genoetigt und sie zeigen das nicht an, damit sie weiterhin arbeiten koennen.
Ja, es gibt sogar einen Preis fuer Arbeiter, die beim arbeiten ums Leben kommen.
Aber wie geschrieben, es geht immer schlimmer.
Das Schöne an Mastodon ist, dass man manchmal Menschen trifft, die es einsehen, wenn man sie auf ihre Irrtümer aufmerksam macht.
@ cmister26 @mastodon.social
gehört da leider nicht dazu. Derlei unfruchtbaren Gesprächen mit diesem Account wird von mir ab jetzt vorgebeugt.
@[email protected] Merz anglifiziert einfach den Begriff "persönliche Lebensentscheidung", damit es klingt wie so neumodischer, abgehobener Firlefanz, den die fleißigen Boomer früher ja schließlich auch nicht gebraucht hätten, und nicht wie der Unterschied zwischen grundsätzlichen Freiheiten, die Menschen in einer Demokratie normalerweise haben, und extrem fremdbestimmter, unterdrückerischer Ausbeutung, in der Menschen nicht mehr erwarten dürfen, irgendwas über sich und ihr Leben entscheiden zu können. Wir müssen ganz dringend aufpassen, dass wir in unserer Kritik an dieser Scheiße nicht aus Versehen auf den Zug aufspringen, dass Menschen nur das Recht auf das haben sollen, was sie müssen (Eltern pflegen müssen, Kinder erziehen müssen, den Haushalt bewältigen müssen...). Dieses Wort "Freiheit", was sich ja auch CDUler*innen gerne auf die Fahnen schreiben, bezeichnet nämlich eigentlich das, was Menschen WOLLEN, ohne zu müssen. Wir sollten jeden Tag 3x so öffentlich wie möglich betonen, dass es absolut legitim und selbstverständlich ist, dass Menschen in einem Staat, der keine Autokratie oder Diktatur ist, das verdammte Recht darauf haben, ihr Leben so zu gestalten, wie sie es WOLLEN. Und deshalb wäre es ein f*cking riesiger, inakzeptabler Skandal, wenn "Ich will einfach nicht Vollzeit arbeiten" kein legitimer Grund mehr wäre, in Teilzeit zu arbeiten. Auch wenn es in einem Gesetz für jedes auch nur erdenkliche "Müssen" eine Ausnahmeregelung gäbe, müssten wir mit Krallen und Zähnen das Recht auf Lebensentscheidungen nach dem persönlichen Willen verteidigen. #LifestyleTeilzeit
Dann steht auf dem Grabstein "Hat immer hart gearbeitet" 🥹
@blogwart sehr richtig, pommes!
„they say jump, you say how high“
Absolut richtig. Jeder sollte so wenig arbeiten dürfen, wie er will.
Aber nur, wenn er akzeptiert:
Das er weniger verdient
Das er weniger Rente beziehen wird
Das er ggf. bei Beförderungen übergangen wird
Das die die mehr haben, ihn nicht alimentieren werden.
Und über wie viel Menschen reden wir hier überhaupt? Lohnt die Debatte überhaupt?
@stefanborchertnienwohlde bin mir nicht sicher, ob ich dich richtig verstehe, aber ich denke, du übersiehst, dass es Umverteilungseffekte in alle möglichen Richtungen gibt, und wir uns alle irgendwie gegenseitig alimentieren.
Die Grundsicherung geht von oben nach unten, aber Rente und Gesundheit verteilen eindeutig von unten nach oben um.
Wir leben ja nicht allein auf einer einsamen Insel, und wollen eine solidarische Gesellschaft sein
1/3
@stefanborchertnienwohlde
Wenn (plakativ) Thore sich unter völliger Missachtung seiner Rechte als Arbeitnehmer zu unmöglichsten Tageszeiten für 13,50 den Buckel krumm ackert, finanziert er damit auch Stefans Dienstwagenprivileg, Pendlerpauschale, Steuerabsetzungen, Gesundheitssystem, usw.
Privilegien, zu denen er selbst keinen Zugang hat.
Ohne seine billige Arbeitskraft wären auch für Stefan Hotel, Restaurant etc. zu teuer
2/3
@stefanborchertnienwohlde
Bitte nicht falsch verstehen:
Ich weiß nichts über dich und deine Lebensumstände.
Ich erwähne unsere Namen nur zur Veranschaulichung.
Beste Grüße!
3/3
@Thore alles im Ordnung.
Ich denke aber, wir sind grundsätzlich nicht weit auseinander.
Ich bin der Meinung, dass Probleme nicht gelöst werden, wenn man immer auf andere zeigt, weil die das ja genauso machen. Diebstahl an der Allgemeinheit wird nicht legal, weil es alle tun. Man sollte jeden Diebstahl einzeln betrachten.
Aber Deutschland hat Black Rock Merz gewählt, weil es Scholz nicht mehr wollte, und es nun bereut.
Viele Grüße
@stefanborchertnienwohlde Wer ist "er" und warum sollte er das akzeptieren?
Vollzeitarbeit ist ein Relikt aus den 70ern des letzten Jahrhunderts. Seitdem gab es eine krasse Steigerung der Produktivität, die nicht bei den Arbeitenden angekommen ist.
@stefanborchertnienwohlde @nusse
Eigentlich ist das kein anderes Thema, weil es ja genau miteinander zu tun hat.
@stefanborchertnienwohlde @nusse
Wenn der statistisch über die Dekaden deutlich gestiegene Wohlstand gerecht verteilt wäre, könnten wir von deutlich geringeren "Normalarbeitszeiten" reden.
@blogwart was auch schlimm ist: dieser Fetisch auf " hat arbeitende" Leute. Es scheint es l gar so wer nicht bis zum umfallen arbeitet, darf hat keine Ansprüche stellen. Und so ist das ja auch immer gemeint.
Klar es gibt Leute die reißen krass was weg, will sie keine Wahl haben. Aber die meisten würden dich lieber "normal" arbeiten.
Und wenn ich meine Arbeit schaffe ohne daran kaputt zu gehen, ist es dann nix wert?