Es kotzt mich an, wie sehr auch bei der Teilzeit-Debatte viele die Verwertungslogik reproduzieren. Es ist scheißegal, warum jemand Teilzeit macht. Es ist scheißegal, ob die Person dadurch produktiver ist oder nicht. Lasst euch mit den Brandstiftern doch gar nicht erst auf solche Diskussionen ein 🙄

Absolut richtig. Jeder sollte so wenig arbeiten dürfen, wie er will.

Aber nur, wenn er akzeptiert:
Das er weniger verdient
Das er weniger Rente beziehen wird
Das er ggf. bei Beförderungen übergangen wird
Das die die mehr haben, ihn nicht alimentieren werden.

Und über wie viel Menschen reden wir hier überhaupt? Lohnt die Debatte überhaupt?

@stefanborchertnienwohlde Wer ist "er" und warum sollte er das akzeptieren?

Vollzeitarbeit ist ein Relikt aus den 70ern des letzten Jahrhunderts. Seitdem gab es eine krasse Steigerung der Produktivität, die nicht bei den Arbeitenden angekommen ist.

@nusse
Wer "er" ist?
Vielleicht der, dessen Wohlstand, Gesundheitsversorgung, Möglichkeiten und Sicherheit seit den 70ern erheblich gewachsen ist.
Aber ja, der Wohlstand ist ohne Zweifel ungerecht zugunsten der Besitzenden verschoben worden. Aber das ist ein anderes Thema.

@stefanborchertnienwohlde @nusse

Eigentlich ist das kein anderes Thema, weil es ja genau miteinander zu tun hat.

@stefanborchertnienwohlde @nusse

Wenn der statistisch über die Dekaden deutlich gestiegene Wohlstand gerecht verteilt wäre, könnten wir von deutlich geringeren "Normalarbeitszeiten" reden.