@energisch_ @BlumeEvolution

das war ja mein Vorschlag. einfach mal trennen. bei Abtreibung, beim Kreuz in Behörden, kein Religionsunterricht in den Schulen - es sei denn aus historischer Sicht NICHT von Angehörigen einer Religion, kein Tanzverbot an Feiertagen etc....

@virgil_tibbs @energisch_

In den #USA „sind“ #Religion und #Staat strikt getrennt - keine #Kirchensteuer, kein schulischer #Religionsunterricht usw. Das Ergebnis: Schwächere #Mitte, viel mehr #Fundamentalismus & auch demografische #Spaltung.

Ich verstehe antireligiöse & auch linke #Verbotslust, sie versagt jedoch auch hier empirisch. Eine kooperative Unterscheidung zwischen #Staat & anerkannten #Religionsgemeinschaften trägt demokratisch besser. #Politikwissenschaft #Religionswissenschaft

@BlumeEvolution @energisch_

In den USA sind die Evagelikalen so stark, weil Staat und Kirche getrennt sind? hmmm-.. gewagte Theorie.
Jendefalls kannste vergessen in USA Präsident zu werden, wenn du keinem Glauben angehörst.
In Frankreich sind sie wohl weiter mit der Trennung als hier.
"Verbotslust"....

@virgil_tibbs

Nun, ich habe #Politikwissenschaft & #Religionswissenschaft studiert und u.a. mehrere Bücher auch über #Religion & #Staat in den #USA geschrieben.

Falls ehrliches Interesse, hier 1 Interview beim #DLF dazu:

@energisch_

https://www.deutschlandfunkkultur.de/rueckzug-oder-kreuzzug-100.html

Christentum im Wandel - Rückzug oder Kreuzzug?

Monismus versus Dualismus: Wer ist schuld am eigenen Leid? Ich oder "die anderen"? Wir müssen aushalten, dass wir in einer Welt leben, aber verschieden sind, findet Religionswissenschaftler Michael Blume. Und sagt, was das für das Christentum heißt.

Deutschlandfunk Kultur

@BlumeEvolution @virgil_tibbs @energisch_

Das Buch hab ich schon gelesen, zu dem Thema kann ich eher das Buch "Amerikas Gotteskrieger" von Annika Brokschmidt empfehlen.

Gerade in den USA ist es immer wieded erschreckend wie viel Einfluss religiöse Sekten haben. Gerade Trump und Maga sind übelst radikal was Religion angeht. Der Außenminister tritt sogar im Fernsehen mit Aschekreuz auf der Stirn auf.

@virgil_tibbs
plausible Theorie. wie von mir schon ausgeführt: Wenn es keinen fundierten Religionsunterricht gibt, wer soll dann Menschen, die in evangelikalen Kreisen sind, eine andere Perspektive auf Religion aufzeigen?
Wenn es statt einer allg. steuerähnlich finanzierten Kirche einen Flickenteppich von privat spendenfinanzierten Kirchen gibt: Wer kontrolliert, welche Lehren diese Kirchen dominieren werden? Die größten Spender sitzen am längsten Hebel...
@BlumeEvolution @energisch_

@jakob_thoboell @BlumeEvolution @energisch_

...und warum soll das nun ausgeerechnet von einer andern Sekte ausgeführt werden?
du gibst auch keinen Anti-Flatearther-Unterricht. Und wenn Religionen erklären, warum dann nicht von jemandem neutralen ?

@virgil_tibbs
wer ist für dich 'andere Sekte'?

Und wo hab ich den Unterricht den Religionsgemeinschaften zuschieben wollen?

@BlumeEvolution @energisch_

@BlumeEvolution
ich glaube, da liegt oft ein Zirkelschluss vor. Religiöse Sprachfähigkeit (Religionsunterricht!!) geht über Kenntnis der historischen Strukturen hinaus: Sie macht es moglich, spirituelle oder emotionale Bedürfnisse, die viele Menschen haben zu verbalisieren. Große anerkannte Religionsgemeinschaften bieten ein öffentlich kommuniziertes Denkangebot dazu.
Was würde ohne beides passieren? Radikale Gruppen hätten ein Monopol auf religiöse Sprache. Gefährlich.
@virgil_tibbs

@jakob_thoboell @BlumeEvolution

moment, das geht mir zu schnell.
Das Ändern von Religionsunterricht in ein sachliches unverklärtes Erklären, das NICHT nur von Anhängern der Religion durchgeführt werden darf heißt doch nicht, daß es keine Kirchen mehr gibt?
Es heißt nicht, daß es keine Religionsfreiheit mehr gibt. Pispers: "Ich hätte auch lieber Religions frei."
Aber ich möchte nicht, daß alle Kinder zwanghaft mit einer Religion konfrontiert werden. Es geht wunderbar ohne.

@virgil_tibbs
dass Religionsunterricht im Ist-Zustand vorrangig von den Kirchen durchgeführt würde, halte ich für eine Fehlannahme.
@Blume Evolution@sueden.social
@virgil_tibbs
auch die Konfrontation der Schülerinnen mit einer einzelnen Religion qua Zwang bildet sich nicht im Lehrplan ab in den Bundesländern, die ich näher kenne.

@jakob_thoboell @virgil_tibbs @BlumeEvolution

Vielleicht hat sich das mittlerweile geändert, weiß ich nicht. Zu meiner Schulzeit (70/80er, NRW) wurden wir per "Zwang" in den Religionsunterricht geschickt, der unserer Konfession entsprach. Strikt getrennt. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass ich einfach nur mit meinem damaligen Schulfreund zusammensitzen wollte, aber nicht durfte. Er katholisch, ich (damals noch) evangelisch. Ich wurde rausgeschickt, zu "meinem" Unterricht.