Auch wenn da jetzt eins nicht begeistert ist, niemensch verunstaltet die Sprache
»Die Akzeptanz neuer (Pro)nomen ist vor allem eine Gewöhnungsfrage, wohingegen die Versuche, Überbegriffe durch Aufzählung herzustellen, die Sprache dauerhaft verkomplizieren ohne jemals gerecht zu sein. »Leserinnen und Leser« ist nicht nur länger als »Leser«, sondern auch noch unvollständig – es sei denn, meine Leserschaft würde sich auf eine sehr genau eingegrenzte, brav heteronormativ lebende Gruppe beschränken. Darüber hinaus spaltet das Splitting – nomen est omen – die Leser in männliche Leser und weibliche Leserinnen auf, die fortan getrennt erwähnt und besprochen werden müssen.«
https://ingo.lantschner.name/post/2023-03-12-niemensch/