Ich bin unschlüssig: Ich hadere seit längerem mit Firefox und liebäugle mit Vivaldi, lese aber auch, dass das eine Verschlechterung bei Datenschutz und Sicherheit wär. Hmpf. (Wer Brave ruft, kriegt Haue.)
@ennopark
ich bin kürzlich zu Zen auf Firefox-Basis gewechselt und finde es recht neat
@ki @ennopark Bin auch zu Zen gewechselt und bisher zufrieden. Nachdem Arc weg musste hatte ich auch Vivaldi probiert. Furchtbare Erfahrung. Crashes und wilde Bugs in elementarsten Funktionen wie z. B. Tabwechseln per Keyboard.
@ennopark ich nutze #LibreWolf und bin, mit ein paar Anpassungen, bisher zufrieden.
@ennopark Iceraven und librewolf sind anständige forks
@ennopark ich bin bei ähnlichem Bauchgefühl gegenüber FF auf Librewolf gewechselt. Läuft bei mir sogar schneller als FF, nimmt alle FF-Plugins.

@ennopark Mich nerven die (angekündigten) „KI“-Features von Firefox und ich habe generell nicht das Gefühl, dass sich das in die richtige Richtung entwickelt.

Aber ich werde vorerst dabei bleiben. Weil es nicht nur um Features usw geht, sondern auch um eine Diversität an Rendering-Engines.

@ennopark @jollysea seh ich auch so: alles andere ist noch falscher :/
@jollysea @ennopark Deswegen nutze ich mittlerweile mehr Zen als Firefox. Wobei ich nicht weiß, wie weit diese unerwünschten Features bei Zen ausgebaut werden.
@ennopark Ich mag vivaldi, besonders für Maus-Gesten wie damals in Opera - so vor 10-15 Jahren...
@ennopark Librewolf? Ich bin auch noch uneins.
@ennopark Ich bin mit LibreWolf zufrieden.
@ennopark Warum sollte Vivaldi eine Verschlechterung sein? suche grad selbst nach alternativen zu firefox.
@svenja @ennopark Vivaldi ist auch nur einer der vielen proprietären Chromium Abkömmlinge, deshalb.
@schmittlauch @svenja Du meinst Blink. Blink ist nicht proprietär, jedenfalls noch nicht.
@ennopark @svenja Jein.
Blink (die Chromium engine) steckt tatsächlich in Vivaldi drin und ist unter der LGPL lizensiert. Aber der Rest von Vivaldi, der um die engine drum herum gebaut ist, ist proprietär und Vivaldi damit ein insgesamt proprietäres Produkt.

@svenja Kannst du mit dieser Tabelle etwas anfangen? Sie ist so umfangreich, dass es mir schwer fällt, sie sinnvoll zusammen zu fassen, außer dass Firefox mehr grüne Häkchen als Vivaldi hat in einer langen Liste von Privacy-Features.

https://privacytests.org/

Which browsers are best for privacy?

An open-source privacy audit of popular web browsers.

@ennopark Geht so, bei so langen Tabellen fällts mir immer schwer den Bezug zu Spalten und Zeilen im Kopf zu behalten.
@svenja Bei dieser Tabelle scrollt der Kopf nicht mit, aber ich vermute, dass dein Screenreader das nicht richtig darstellen kann?
@ennopark @svenja Da geht es um die nackten Browser. _Ich_ würde nie mehr einen nackten Browser nutzen, wenn es Erweiterungen wie uBlock Origin bzw. Privacy Badger gibt. Und auch zum Entfernen von Tracking-Parametern gibt es Erweiterungen. Schon mit solchen Maßnahmen kannst du zahlreiche Unterschiede zwischen den Browsern einebnen.

@ennopark @svenja

Vivaldi hat dazu was geschrieben und hält die Ergebnisse des Tests für irreführend: "Vivaldi verwendet den Ansatz, bekannte Tracking-Websites zu blockieren. Diese Test-Webseite [privacytests.org] geht davon aus, dass Browser nur die anderen Ansätze verwenden können, und testet nicht auf Vivaldis Ansatz."

https://help.vivaldi.com/de/desktop-de/sicherheit-datenschutz/haeufig-gestellte-fragen-zur-sicherheit/#PrivacyTestsorg_oder_eine_ahnliche_Website_Ergebnisse_zeigen_dass_Vivaldi_das_Tracking_nicht_blockiert

Häufig gestellte Fragen zur Sicherheit | Vivaldi Browser Help

Wir beantworten häufig gestellte Fragen zu Vivaldi von unseren Nutzern.

Vivaldi Browser Help

@ennopark Ich bin mit LibreWolf einem Fork von Firefox ohne die unerwünschten "Features" sehr zufrieden.

https://librewolf.net/#what-is-librewolf

LibreWolf Browser

A custom version of Firefox, focused on privacy, security and freedom.

@ennopark

Ich bin vor ein paar Monaten von FF zu @Vivaldi Der eingebaute Tracking- und Werbeblocker, funkt. bisher sehr gut. NoScript- und uBlock-Plugins scheinen eher nicht mehr nötig zu sein. Sicherheit ist laut Kuketz-Blog auf Android-Systemen bei Chromium-basierten Browsern sowieso besser, daher gewinnt dort offenbar Vivaldi vor FF. Keine Ahnung, wie das bei iOS ist.
Usability: top. Außerdem gab's neulich das Statement von Vivaldi, dass sie KI-frei bleiben werden. Bisher daher 👍 von mir.

@timetunnel @Vivaldi ja, das umreißt ganz gut meine Beweggründe. Allerdings schreibt Kuketz, dass Vivaldi auf dem Desktop eher nicht empfehlenswert sei. Ich bin mir aber auch nicht sicher, was ich von Kuketz halte, weil er sich IMHO öfter mal selbst widerspricht, auch wenn seine Arbeit sicherlich sehr wertvoll ist.

@ennopark

Ich vertraue Kuketz da einfach ein Stück weit, auch ich seine Analysen nicht im Detail bewerten kann, weil mir das Know-How dazu fehlt. Die letzten Vivaldi-Checks bei Kuketz sind allerdings über 4 Jahre alt. Seitdem hat sich bei Vivaldi vermutlich viel geändert. Daher habe ich die eher ignoriert und mir nur seine Aussagen zu Chromium-basierten Browsern generell angesehen. Er nutzt selbst einen (allerdings "Brave"...) fürs Alltagsbrowsen:
https://www.kuketz-blog.de/brave-browser-warum-ich-ihn-gecko-basierten-browsern-firefox-vorziehe/

1/2

Brave-Browser: Warum ich ihn Gecko-basierten Browsern (Firefox) vorziehe

Seit der Veröffentlichung meiner persönlichen Software-Einstellungen kommt es immer wieder zu kontroversen Diskussionen – insbesondere im Hinblick auf den Brave-Browser…

@ennopark

Ein Faktor für die Entscheidung für Vivaldi war bei mir aber auch die Offenheit der Vivaldi-Leute auf deren Website zum Thema Datenschutz usw. Und warum ihre eigenen Ergänzungen (noch) proprietär sind. Ein paar Interviews mit dem Chef von Vivaldi habe ich mir auch angeschaut. Für mich stellt sich das alles so dar, dass die eine echte *Haltung* zu Datenschutz und Privatsphäre haben und das nicht nur hohle Buzzwords sind.

2/2

@timetunnel Das ist eines der Dinge, die mich bei Kuketz irritieren. Er verwirft in einem Artikel grundsätzlich „Forks“ der großen Browser, weil die ihre Security-Updates später kriegen, benutzt dann aber selber einen. (Außerdem ist es fragwürdig, dass er Vivaldi und Brave als „Forks“ bezeichnet, weil sie Blink nutzen.)

@ennopark

Stimmt, das ist etwas widersprüchlich bzw. zu pauschal. Wie verzögert die Security-Updates kommen hängt ja stark von jeweiligen Projekt ab. Vivaldi bot meiner Erfahrung nach bisher sehr schnell Security-Updates an, nachdem Upstream was in Chromium gefixt wurde. Ist bei Brave vielleicht auch so.

Fennec (auf Android) z.B. ist dagegen wirklich oft arg verzögert mit den Updates.

@timetunnel Wobei seine Texte natürlich trotzdem gute Anhaltspunkte liefern. Das hat schon Hand und Fuß. Nur für absolut nehmen sollte man sie nicht.

@ennopark

was spricht denn gegen brave? Frag ich als Laie. Ernsthaft. Ich dachte, ich hätte bei kuketz gelesen, dass er in puncto IT-Sicherheit gut abschneidet.

@michael_lobeck
Brave ist 1. auch ein weiterer Chromium-Abkömmling und 2. gehört einem homophoben Schwurbler
@ennopark
@michael_lobeck Brave galt lange als „Kryptobrowser“. Damit bin ich schonmal nicht Zielgruppe. Brave ersetzt Online-Werbung durch eigene Werbeeinblendungen, was ich als Wegelagerei bezeichnen würde, und spielt Robin Hood, indem es dafür wertlose Token an Nutzende verteilt. Der Gründer/Chef ist ein Mini-Elon und unterstützt rechtsradikale Gruppierungen finanziell. Unterm Strich halte ich Brave für ganz und gar nicht vertrauenswürdig.

@ennopark

Ok. Danke für die Einschätzung.

@ennopark @michael_lobeck
Man lernt nie aus. 🤔
Warum tummeln sich im Tech Bereich eigentlich so viele Rechtskuschler? 😩
@ennopark bin vor ca. 3 Jahren zu #Vivaldi gewechselt - das war damals nur ein Versuch. Bin immer noch bei Vivaldi und sehe keinen Grund zu wechseln. Für mich ist Vivaldi aktuell die beste Option.
@ennopark
Ging mir ähnlich mit dem Hadern, hab vor zwei Wochen Vivaldi auf dem Handy und dem Desktop unter Ubuntu installiert. Um es kurz zu machen: Handy top, Desktop flop.
@masterhajoda interessant, ich habe Vivaldi auf dem Telefon verworfen, finde ihn aber auf dem Desktop vielversprechend, auch wenn ich Schwierigkeiten habe, mich an die ganzen Bells and Whistles zu gewöhnen.

@ennopark
Ich fand zunächst den Funktionsumfang auf dem Desktop großartig. Da ist letztlich alles dabei, was man so braucht, inklusive eMail-Integration etc. Leider zickt er bei mir unter Ubuntu noch immer herum, so dass ich auf den Firefox nicht verzichten kann.

Anders auf dem Mobile, hier habe ich alle anderen Browser und Apps fürs Fediverse deaktiviert und verwende nur noch den Vivaldi. Und bin rundum zufrieden damit.

@ennopark Ich nutze Vivaldi und Firefox auf Fedora und Zen auf Bazzite. Ich bin eigentlich mit allen zufrieden bis auf einige Kleinigkeiten bei Vivaldi und Zen, die mir immer wieder aufstoßen, die aber an meiner Nutzungsweise liegen. In Firefox und Zen habe ich eine Erweiterung installiert, um neue Tabs neben dem aktiven Tab zu öffnen, was bei Zen aber immer der übernächste Tab ist. In Vivaldi bleibt beim Verschieben des Tabs in der Tableiste sowohl per Maus wie auch per Tastatur der verschobene Tab manchmal hängen und lässt sich nicht weiter in die gewünschte Richtung verschieben.

Ansonsten sind alle sehr stabil bei mir. In Sachen Datenschutz habe ich ein Grundvertrauen gegenüber Jon von Tetzschner, dem Mann, der maßgeblich an der Entwicklung von Vivaldi (und ganz viel früher Opera) beteiligt ist. Vivaldi ist closed-source, aber die Produktentscheidungen waren immer zugunsten der User, finde ich.

@fluchtkapsel @ennopark

"Grundvertrauen gegenüber Jon von Tetzschner" bringt es gut auf den Punkt, geht mir auch so.

@ennopark Schau mal die Vergleiche bei Kuketz an.
@jussuf Da wäre ich jetzt nie drauf gekommen…