Das Ende der Geschichte - bloß ein Scherz?


Der Mehrheit in unserer Gesellschaft geht es gut. Wir brauchen uns keine Sorgen, keine Gedanken zu machen. Es geht einfach weiter.
Das angenehmste Motto für politische Programme lautet daher: "Wohlstand bewahren und weiter steigern. WIR regeln das schon."

Geht etwas gründlich schief: Einfach reparieren und weitermachen - im selben Stil, versteht sich; keine Experimente!
Einstein meinte dazu: "Abhilfe mit den alten Methoden funktioniert nicht" https://gutezitate.com/zitat/114919

Die Massen an #Kohle und #Erdöl, die für den #Aufschwung nach dem Krieg sorgten, könnten nicht für einen ewigen Wohlstand sorgen, sagte der #ClubOfRome https://clubofrome.de/die-grenzen-des-wachstums/ .

Das #Verbrennen von #Kohlenstoff würde den #Treibhauseffekt verstärken, fanden Forschungsgruppen der Kohle-/Öl- und Gaskonzerne schon im den 1970/1980ern heraus https://www.pik-potsdam.de/de/aktuelles/nachrichten/oelkonzern-exxon-kannte-klimawirkung-ganz-genau-neue-studie-in-science https://exxonknew.org/ .



Die ersten Betreiber von Wind- und #Solaranlagen wurden als #Spinner belächelt https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/umfrage-von-spinnern-zum-trend-haben-sie-eine-solaranlage-48974487 .

Die geregelte Ausbau-#Förderung durch das #EEG brachte das alte Denken in #Grundlast- und #Regellast-Kraftwerken an seine Grenzen.

Die Produktion von #Windkraftwerke'n und #PVAnlagen ist von ihrer Natur fluktuierend. Das brauchten die "Spinner" damals noch nicht zu berücksichtigen. Was tun, damit #ErneuerbareEnergien STÄNDIG genau soviel liefern, wie gerade benötigt wird?

Die Grundlast-/Regellast-Ingenieure haben die von Einstein beschriebene Methode verinnerlicht:
"#Erneuerbare herunterdrosseln, bis sie fast als Grundlastkraftwerke angesehen werden können. Dann müssen noch Regelkraftwerke her. Also: #Gaskraftwerke bauen!"


Daß man das auch anders machen könnte, dringt anscheinend nicht bis zu den zuständigen Stellen durch. Meinen Appell, #Speicher zu fördern statt Erdgaskraftwerken, beantwortet das #BMWE beharrlich nicht mit diskutablen Argumenten.

Vielleicht hilft es, wenn viele andere sich in diesem Sinne an #KatherinaReiche wenden. Die #Hoffnung stirbt zuletzt.
https://fachwort24.com/was-bedeutet-dum-spiro-spero-uebersetzung-erklaerung-tz14/


#FrancisFukuyama meinte seine These vielleicht (siehe Teil 2/2) nur als Spaß https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/analyse-francis-fukuyama-kapitalismus-sozialismus-das-ende-der-geschichte-warum-niemand-je-wirklich-daran-geglaubt-hat-li.271507

Angeregt durch #WDR5 #PhilosophischesRadio https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:b392bd7079c0acd3/

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Anmerkungen

Weil Fukuyama seinen 16-seitigen Essay, der später in Buchform (464 Seiten) erschien, vielleicht (??) selbst zunächst nicht ernstnahm, verringert sich mein nicht vorhandenes Interesse, es zu lesen, noch weiter.
Eine für Wenigleser recht umfangreiche Rezension https://zeithistorische-forschungen.de/1-2009/4543 reicht mir.
 
 
Ich halte es eher mit dem geflügelten Wort "Prinzip Hoffnung" https://www.getabstract.com/de/zusammenfassung/das-prinzip-hoffnung/4049 und vor allem mit dem "Prinzip Verantwortung" von #HansJonas https://waste.informatik.hu-berlin.de/Lehre/ss12/PS_UnzSys/HansJonas_DasPrinzipVerantwortung_Kap1.pdf .

Kurz:
"Hans Jonas' Verantwortungsethik betont die Pflicht des Menschen, verantwortungsvoll mit der Umwelt und zukünftigen Generationen umzugehen. In einer Zeit rasanten technologischen Fortschritts fordert Jonas eine Ethik, die das langfristige Überleben der Menschheit sichert. Seine Prinzipien beantworten auch heute noch drängende Fragen unserer Zeit."
https://philo.works/verantwortungsethik-hans-jonas/

Albert Einstein

Man kann ein Problem nicht mit den gleichen Denkstrukturen lösen, die zu seiner Entstehung beigetragen haben.

Gute Zitate

2/2

Bloß ein Scherz?

Ob die Qualifizierung des Essays wirklich bloß ein Scherz ("joke") sein sollte oder könnte, wie der Artikel der Berliner Zeitung es ausdrückte, war nirgends ganz eindeutig nachvollziehbar.

Die B.Z. verlinkt auf einen NYT-Kommentar von James Atlas (Oct. 22, 1989) https://www.nytimes.com/1989/10/22/magazine/what-is-fukuyama-saying-and-to-whom-is-he-saying-it.html , der in voller Länge nur für Abonnenten und durch eine (aufwendige) Schnellanmeldung für einen kostenlosen Lesezugang zugänglich ist (die App ist nicht nötig).

Die entscheidenden Abschnitte im Zitat der NYT:

>> As a Washington cab driver said when I tried to explain why I was in town, "Give me a break!" Does Fukuyama really believe all this? "I guess I prefer not to answer that," he said one afternoon, talking in his State Department office. "Leave it ambiguous. All I can say is, if people can't take a joke. . . ."

That he meant to be provocative is obvious; but it's clear from his rational, erudite prose that he wasn't fooling around. As a political theorist, Fukuyama is more in the tradition of Bentham or Locke than of pop futurists like Alvin Toffler. "All I meant by that last paragraph," he says, "was that there's a tension in liberalism that won't go away. There are all kinds of reasons for being a liberal: the security and the material wealth it provides, the opportunity for spiritual and intellectual development. But it fails to address some fundamental questions. You know, what are the higher ends of man? Should we just be content with having secured the conditions for a good life, or should we be thinking about what the content of that good life is?" <<

What Is Fukuyama Saying? And to Whom Is He Saying It?

THE YEAR 2000 FAST APPROACHES, and millennial doom is in the air. Global warming, nuclear proliferation, chaos in Eastern Europe. Even the notion of post is over. Post-modernism, post-history, post-culture (to borrow the critic George Steiner's term) - we're beyond that now. "The sun is about to set on the post-industrial era," declares the economist Lester C. Thurow in The New York Times.

The New York Times

@NichtVielZuSagen

Nichts ist so verräterisch wie die einfältige #Hoffnung, dass sich etwas ändern könnte, ohne das irgendwer dafür etwas tun müsste.