12m² mitten in der Stadt für max. 30€ im Monat – klingt nach einem unschlagbaren Angebot, oder? Leider gilt das nur für Autos. Während Parkplätze spottbillig sind, kostet die gleiche Fläche Wohnraum oft mehrere hundert Euro monatlich.

Das zeigt, wie ungerecht der Platz in unseren Städten verteilt ist: Autos beanspruchen riesige Flächen für Parkplätze, während Raum für bezahlbares Wohnen, sichere Radwege und lebenswerte öffentliche Plätze fehlt.

Findet ihr die Parkgebühren in eurer Stadt fair?

@VCDeV während auf einem Parkplatz nur ein Auto Platz findet, wird für Wohnraum häufig mehrere Stockwerke hoch gebaut, um ausreichend Fläche für Menschen zu schaffen. Und dennoch ist der Preis für Wohnraum deutlich höher. Es ist wirklich absurd, dass das Parken in deutschen Städten so günstig ist. Dabei wird viel wertvoller Raum für Autos aufgebracht, während dringend benötigter Wohnraum, sichere Radwege und lebenswerte öffentliche Plätze oft vernachlässigt werden.

@VCDeV

Lol nope

Das hat mittlerweile sogar Seeheimers Giffey verstanden

@VCDeV

30€ im Monat?
Das wäre ja schon traumhaft. In #München und vielen anderen Städten sind's 30€/Jahr.

Leider hält die #CSU den Deckel drauf.

#verkehrswende

@VCDeV Nein, hier in Ostfildern gibt es den Raum für PKW kostenlos, außer in den Zentren wo eine zu niedrige Gebühr erhoben wird.
Der OB würde gerne überall parken verbieten wo es nicht ausdrücklich erlaubt ist und dort dann Geld verlangen. Aber dazu findet er keine Mehrheit im Rat.

#ostfildern #parkwahnsinn #12qm #verkehrswendegehtanders

@VCDeV
Parken ist dort, wo ich wohne kostenfrei.
Es parken Etliche dann noch auf dem Bürgersteig und drohen einem „kriegst gleich Fresse dick“, wenn man Fotos für Wegli macht! 😤

@Hoffi

Ja, leider ein verbreitetes Problem. Das Urteil des BVerwG eröffnet aber ein paar Möglichkeiten, dagegen vorzugehen. Wir sind dran...

@VCDeV Das kann man ja jetzt aber auch wirklich nicht vergleichen. Eine Wohnung ist immer teurer als eine Stellfläche.
Außerdem 30€ mitten in der Stadt? Ich habe vor 20 Jahren schon 50€ am Stadtrand von Frankfurt a.M. gezahlt und das galt schon als günstig.
@nichtsicher @VCDeV Und das ist aus welchem Grund akzeptabel?
@oliver @nichtsicher @VCDeV ein einzelner Parkplatz irgendwo an der Straße hat in der Regel kein fließendes Wasser (sauber und aus Leitungen bei Anforderung, mir ist schon klar, das es gelegentlich regnet), keine Kanalisation, keine Dämmung, keine Heizung, keinen Strom... Die Bereitstellung von all dem zahlt man ja immer mit. Ein bisschen hinkt der ursprüngliche Vergleich also schon.

@heimue

Das meiste in der Auflistung sind Nebenkosten, aber es stimmt natürlich, dass in der Miete auch Baukosten enthalten sind. Das Beispiel dient der Veranschaulichung.

Statt der Miete kann man aber auch den Grundstückswert eines Parkplatzes heranziehen. Der liegt z.B. am Berliner Kollwitzplatz bei 66.000 Euro - und die Stadt "vermietet" ihn nahezu kostenlos... an Autos!

@oliver @nichtsicher

@VCDeV @heimue @oliver Ist das wirklich der Grundstückswert des 12m² Parkplatzes? Das wäre ja ein Preis von 5500€/m².
Das klingt mehr nach Gebäudepreisen runtergerechnet auf einen Parkplatz.

Ein Parkplatzgrundstück hat weniger Wert als ein Grundstück, das bebaubar ist

@oliver @VCDeV Wenn du magst, kannst du ja ein kleines Haus (150m²) für 800.000€ kaufen/bauen. Einen monatlichen Abschlag von 2500€, und jährlich mindestens 1500€ Grundsteuer zahlen. Dafür dann 50m² des Hauses für 150€/Monat (was du auch wieder versteuern musst; Steuererklärung!) vermieten 😉
@VCDeV Wie kommt ihr denn auf 30€ in Berlin? Der Anwohnerausweis kostet 23€, aber für 24 Monate! Das ist nicht ganz ein Euro im Monat und die Größe ist dabei auch vollkommen egal o.O
@VCDeV 30€ für 12m² Parken klingt wirklich nach extrem gutem Angebot.
Hier in einer Kleinstadt (20k Einwohnende) zahle ich für Sammelgaragenplatz (13m², kein Licht, keine Lademöglichkeit, gar kein Strom) 70€/Monat.
Mir ist klar, dass das nicht eurer Punkt sein sollte, zumal die Kaltmiete der Wohnung hier auch über dem Doppeltem Liegt.
Eurer Aufmacher war's aber. Daher: Guter Deal, wenn es das bei Euch gibt! Hoffentlich auch abschließbare Fahrradgaragen zu ähnlichen Preisen!

@VCDeV ihr vergleicht wirklich eine Wohnung, mit Mauern, Fenstern, einer Heizung, Wasser, Abwasser, Strom und weiteren Anschlüssen, mit Dämmung, Hausmeister usw. mit einem Stück Asphalt.

Der Vergleich hinkt etwas… wirkt irgendwie unseriös, riecht nach Polemik.

@exiltoaster

Das Beispiel dient der Veranschaulichung. Andere Variante: Der Bodenrichtwert für den Kollwitzplatz in Berlin liegt derzeit bei 5.500 Euro pro Quadratmeter.

Ein durchschnittlicher 12 qm-Parkplatz wäre dort also als Grundstück 66.000 Euro wert. Dennoch verzichtet die Stadt, der dieses Grundstück gehört, auf jede relevante Nutzungsgebühr/a.k.a. Miete.

@VCDeV ich muss zugeben, ich versteh es nicht ganz worauf ihr hinauswollt… ihr wollt, weil ihr ein Ungleichgewicht seht, nicht dass die Infrastruktur besser in der Nutzung geteilt wird, sondern wollt, dass es einem Teil der (bisherigen) Nutzerïnnen vor allem finanziell erschwert wird die vorhandene Infrastruktur weiterhin nutzen zu können. Klingt mir, falls ihr das so meint, sehr unsozial.

Wäre es nicht besser, Vorschläge zu einer besseren Verteilung der Nutzung der Infrastruktur zu machen, statt insbesondere Menschen mit geringeren finanziellen Mitteln, die Nutzung zu erschweren?
Oder verstehe ich euren Post vollkommen falsch?
#Armut #Verkehrswende #Mobilitätswende

@exiltoaster
Die externen Folgekosten des MIV liegen bei ca. 5000€ pro PKW und Jahr. Die Kosten, die einer Kommune alleine durch den direkten Unterhalt eines Parkplatzes im Straßenraum entstehen, sind dreistellig. Dort sind indirekte Effekte beispielsweise auf Platz-Verknappung für Bauland, andere Verkehrswege, Entsiegelung uvm. noch nicht mitgerechnet.

Die Menschen mit 'geringen finanziellen Mitteln' sind nicht die, die sich mit Ach und Krach ein Auto leisten können, (1/2)

@VCDeV

@exiltoaster
sondern die, die sich kein Auto leisten können und wegen der oben genannten Aspekte auch über ihre Steuern, KK-Beiträge, Lebensmittelpreise uvm. die Infrastruktur und Nutzungsfolgen der Autofahrenden mit finanzieren.

Die Selbstverständlichkeit, sich zum abstellen seines privaten PKW öffentlichen Raum anzueignen, muss daher auch als finanzielles Thema der Verteilungsgerechtigkeit thematisiert werden.
@VCDeV

@jakob_thoboell eine Verteilungsgerechtigkeit von der, wenn diese Kosten von Bürgerïnnen direkt bezahlt werden würden, Belastungen für die Menschen mit geringeren Einkommen höher sein würden, als für Menschen mit hohem Einkommen… was in meinen Augen unsozial ist.
@VCDeV
@exiltoaster
So einfach ist es nicht. Wenn die Koste. direkt auf die Autohalter umgelegt würden, nach Verursacherprinzip, kämen alle, die kein Auto besitzen, günstiger weg. Zum einen, weil die Kosten nicht auf ihre Steuern, Krankenkassenbeiträge und Produktpreise umgelegt würden, zum andern auch, weil beispielsweise mehr Geld für Bildung, OPNV, Krankenkassen-Leistungen uvm. zur Verfügung stände.
@VCDeV
@jakob_thoboell und was ist wenn man nicht auf individuelle Fortbewegung verzichten kann? Deine Betrachtung scheint mir einseitig idealisierend zu sein. @VCDeV
@exiltoaster
frag mal die 30 mio Menschen in D, die keinen Führerschein und / oder keinen PKW haben, ob sie Mobilitätsbedürfnisse haben, und wie sie diese decken.
insbesondere die jenigen, die sich keinen PKW leisten können, leiden darunter, dass der Platzanspruch und die Kosten des PKW es unmöglich machen, kostengünstigen OPNV und gute Rad- und Fuß-Infrastruktur anzubieten. Von den Folgen für die Gesundheit durch Feinstaub, Unfälle, Hitze (hangt mit Asphalt zusammen), ganz abgesehen.
@VCDeV
@exiltoaster
außerdem: der Median der PKW-Tagesstrecke beträgt 15 km, aufgeteilt auf 3 Fahrten. Willst du wirklich annehmen, für 25 mio Alltagsfahrer ist das Auto hierfür Alternativlos? (50 mio Autos, Median d. Strecke bei 15 km => 25 mio PkW mit Tagesstrecke <15 km).
@VCDeV

@VCDeV

Is jetzt aber meist auch nur für die "Bungalow-Variante".

Hochgerechnet auf z.B. 6 Geschosse bei Wohnbebauung noch mal eine ganz andere Hausnummer an Grundpreis. Und natürlich: Mit An- und Abfahrt bzw. Rangierraum eher so das Doppelte oder mehr.

@VCDeV (unbekannte Quelle, offenbar KI-generiert, aber treffend)

@VCDeV Die Parkpreisen für Autos sind zu niedrig. Ich kan mein Gepäck für 6 euro aufbewahren. Teuer wie ein Stellplatz, aber viel kleiner.

https://www.bahnhof.de/hamburg-hbf/schliessfaecher

Schließfächer – Hamburg Hbf

Erhalten Sie detaillierte Informationen zu Schließfächern an Bahnhöfen, wie deren Größen, Preise und Nutzungsdauer.

@VCDeV
30 €/Monat (ich glaube, ihr habt euch da im Zeitraum vertan) wären 360 € im Jahr.

Detmold hat letztes Jahr auf 240 €/a (d.h. 20€/Monat) erhöht, aber nur in der innersten City, ansonsten 12€/Monat, und da ging dem örtlichen Autohirn-Redakteur schon die Hutschnur hoch.

https://www.nw.de/lokal/kreis_lippe/uebersicht/23738326_Anwohner-muessen-in-Detmold-ab-Januar-bis-zu-700-Prozent-mehr-fuers-Parken-bezahlen.html

(vorher waren es 30 €/Jahr, und 240 € sind 8 mal so viel, also 7 mal mehr = +700%)

Anwohner müssen in Detmold ab Januar bis zu 700 Prozent mehr fürs Parken bezahlen

Weil das Haushalts-Minus ausgeglichen werden muss, drehen Rat und Verwaltung auch an der Gebührenschraube. Welche Teuerungen auf die Detmolder zukommen.

Neue Westfälische