🚴‍♀️ Fahrradstraße oder Fahrradzone – wo liegt der Unterschied? 🤔 Eine #Fahrradstraße darf nur durch den Radverkehr genutzt werden & ist im Übrigen für Kraftfahrzeuge verboten.

In der Praxis werden Fahrradstraßen auch mal für Pkw oder alle Kfz freigegeben. Es gilt Tempo 30 für alle Fahrzeuge. Kfz müssen sich aber an die Geschwindigkeit des Radverkehrs anpassen.

Unter einer #Fahrradzone versteht man ein Netz mehrerer Fahrradstraßen. Hier gelten die gleichen Regeln wie in Fahrradstraßen. ☑️

@bmdv Danke fur den Post. Leider hat das Auto in den Städten immer noch Vorfahrt und es gibt keine oder zu wenig Fahrradstraßen bzw. Fahrradzonen.
@bmdv
Da so schön das Zusatzschild "Anlieger frei" zu sehen ist — gibt es da eine Definition, oder gilt was mein Fahrlehrer sagte: "wir haben ein Anliegen"…

@bmdv Einen wesentlichen Satz habt ihr „vergessen“ zu kopieren:

„Radfahrende dürfen in Fahrradstraßen die gesamte Fahrbahnbreite nutzen und auch dann nebeneinander fahren, wenn dadurch der Kfz-Verkehr am Überholen gehindert wird.“

@chrischmi @bmdv
Das kann menschy bzw. radfahry, natürlich gnadenlos auskosten und bewusst langsam fahrend andere blockieren. Das fördert die Adrenalinproduktion im Straßenverkehr.

Wenn vor lauter nach hinten schauen das ein oder andere Fußgängy angefahren wird, drauf geschissen.

@noma @bmdv Kommen Sie mal runter. So ist die Rechtslage.

Zum Vergleich: Niemand würde in einer Fußgängerzone erwarten, dass Menschen da stramm rechts laufen, weil z.B. Lieferfahrzeuge oder Fahrräder freigegeben sind. Diese müssen sich genauso an die Schrittgeschwindigkeit des Fußverkehrs anpassen, wie Kfz in der Fahrradstraße an die Geschwindigkeit des Radverkehrs. Soll heißen, dass Kfz zu Gast (!) in einer Fahrradstraße (!) dann halt mal 20 km/h fahren müssen.

@chrischmi @bmdv
Ich weiß gar nicht, was Sie da lesen. Nirgendwo steht ein Zweifel an der Rechtslage geschrieben. Das einzige, was ich geschrieben habe, dass diese Rechtslage natürlich ausgenutzt werden kann, sich ein paar radfahrende Menschys zusammentun können und mit 3 km/h diese Fahrradstraße in wechselnder Richtung befahren.

Der Sinn ist klar, Auto fahrende Menschys zu ärgern und das völlig im Einklang mit der Rechtslage.¹ Voraussetzung natürlich, dass die Fahrradstraße durch einen Zusatz für den KFZ-Verkehr freigegeben ist.

Ich hoffe, Sie haben nun begriffen, was ich aussagen wollte. Wenn nicht, dann geben Sie sich keine Mühe, ich werde kapitulieren.

¹ Der "ADAC" (Verein der Autofahrys) schreibt dazu:
"Im Sinne der allgemeinen Rücksichtnahmepflicht dürfen langsam nebeneinander fahrende Radfahrer aber durchaus schnellere Verkehrsteilnehmer überholen lassen. Beim Überholen innerorts ist auch in Fahrradstraßen auf den Mindestabstand von 1,50 Metern von Kraftfahrzeugführern gegenüber Radfahrenden zu achten."
Quelle: https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/zweirad/fahrrad-ebike-pedelec/vorschriften-verhalten/fahrradstrassen/

Welche Regeln gelten eigentlich in Fahrradstraßen?

In Fahrradstraßen dürfen Radfahrer zum Beispiel nebeneinander fahren.

@noma
Klar, Radlys _können_ sich zusammentun und nebeneinander mit 3km/h durch die Fahrradstraße fahren.
Aber Radlys haben besseres zu tun.
Und die Tatsache, dass Radlys schnellere Verkehrsteilnehmer überholen lassen _dürfen_, heißt eben auch, dass es in deren Ermessen liegt, wann und wo das gefahrlos möglich oder überhaupt erwünscht ist
@chrischmi @bmdv

@Lamal @chrischmi @bmdv
Genau das habe ich gemeint. Wo es im Ermessen liegt, da nur soviel an andere denken, wie gesetzlich vorgeschrieben. Wenn es möglich ist den Feind zu ärgern, dann aber natürlich.

Hier im Altmühltal sind oft Radlys unterwegs auf Gemeindeverbindungsstraßen (bis 6 Tonnen frei) und fahren zu zweit, zu dritt über die ganze Straße verteilt. Die haben genau das zu tun und nichts besseres. Und, es handelt sich da nicht einmal um eine Fahrradstraße, sondern um eine für den gesamten Verkehr.

Neulich bin ich über einen Kilometer weit einem einzelnen, auf der Mitte der Straße fahrenden, Radly mit Tempo 20 hinterhergefahren. Selbst zwei Ausweichstellen wurden ignoriert.
Ich hätte natürlich links über dem Schotterstreifen (zum Ausweichen bei Gegenverkehr) überholen können, dann wäre aber das Radly in einer Staubwolke verschwunden. Das wollte ich wieder nicht.

Wäre natürlich auch in meinem Ermessen gelegen.

@noma @chrischmi @bmdv wenn jemand so fährt, dass durch einen Blick in den Rückspiegel Fußgänger zu Schaden kommen, ist die Fahrradstraße nicht das Problem.

Andere Menschen sind auch nicht für deinen Adrenalinpegel verantwortlich - wer seine Emotionen nicht unter Kontrolle hat, dem fehlt die geistige Reife zum Führen eines Kfz.

@eseilt @chrischmi @bmdv
>"Andere Menschen sind auch nicht für deinen Adrenalinpegel verantwortlich ..."
Natürlich nicht. Ich bin ehrlich gesagt auch noch nie in einer Fahrradstraße gefahren. Würde ich das, so wäre es auch kein Problem, mit meinem Tropos Able kann ich problemlos langsamer fahren, als ein ungeübtes Radfahry, welches nicht ohne zu fahren mit dem Rad balancieren kann.

Wenn ich auf der Landstraße fahre (bergab max. 85, bergauf auch mal unter 50) so fahre ich äußerst rechts, wenn ich im Rückspiegel sehe, dass sich ein Fahrzeug nähert und sehe vor mir, dass die Straße frei ist, dann gebe ich ein Blinksignal rechts um das anzuzeigen. Das müsste ich natürlich nicht. Aber ich mache es gerne. Genau so, dass ich auf einer schmalen Gemeindeverbindungsstraße (Beschränkung 6 t außer Landwirtschaft) auch für entgegenkommenden Radverkehr nahezu anhalte und nach rechts auf den Schotter ausweiche (obwohl nur 1,5 Meter breit). Die anderen Verkehrsteilnehmer freuen sich oft, das freut mich auch.

Andererseits habe ich oft Autofahrys gesehen, welche auf der Autobahn, wo Tempo 120 ist, mit 110 auf der linken Spur fahren, damit niemenschy überholen und schneller fahren kann. (Oberlehrersyndrom)

Was ich also meine, menschy kann Rücksicht nehmen, auch wenn es kein Gebot ist. Muss es natürlich nicht. Menschy kann es dann auch auskosten keine Rücksicht nehmen zu "müssen", was auch einige gerne tun.

Ich glaube, das verstehen nur bestimmte Menschys nicht. 🤔​

@noma @chrischmi @bmdv in der Regel wollen Radfahrys auch nur vorankommen. Aber klar ist, dass Autos dort nur geduldet sind. Man sollte dort nicht durchfahren wenn man dort nur durchfahren will. Die meisten Fahrradstraßen mit KFZ frei sind auch eher Straßen für Anwohner. Dort wird in der Regel nach einem Parkplatz gesucht und eh langsam gefahren. Ich habe in #Kiel bis jetzt selten negatives Verhalten von Radfahrys und Autofahrys gesehen in Fahrradstraßen.
@chrischmi @bmdv Immerhinque ebbes, wie saarländische Lateinschülys zu sagen pflegen. Ausnahmsweise mal ein vernünftiger Beitrag des BMDV, ein Lichtblick am trüben Sonntagmorgen.
@chrischmi das ist der mit der wesentlichste Punkte finde ich. Viele Autofahrer checken das oft nicht und hupen will herum oder prellen die Verkehrsregeln. Ich finde das immer wieder amüsant.
@bmdv
Fahrradstraßen sind ganz normale Straßen nur generell ohne Radweg.

Es gibt auch #Fahrradstraßen mit #Radweg [1]

Da die #Bahnhofstraße in #Wedel weiterhin für alle #KFZ freigegeben ist, müssen #Radfahrende in Gegenrichtung den schmalen Radweg benutzen, der von 🚶🚶‍♀️ und #KFZ Lenkenden oft „übersehen“ wird.

@Josef_K_Punkt @bmdv

Es gibt auch #Fahrradstraßen mit #Radweg [2]

Die #Fahrradstraße #AmDrosteipark in #Pinneberg hat einen parallelen benutzungspflichtigen gemeinsamen Rad- und Fußweg, dies ist jedoch auch sehr sinnvoll, da nicht alle #Radfahrende sicher auf dem Pflaster der Fahrradstraße fahren können.

@Josef_K_Punkt @bmdv

Im Gegenzug hat #Pinneberg jedoch auch eine #Veloroute mit einem Abschnitt ohne #Radweg oder #Straße, so dass #Radfahrende dort auf dem #Fußweg durch die enge #Bahnunterführung schieben müssen.

@Josef_K_Punkt @bmdv

@bmdv
Und wer sagt's den Autofahrer:innen? 🤨

@bmdv

@CriticalMass

Ich kenne in meiner Stadt keine einzige Fahrradstraße die für Kfz gesperrt wäre. Und was eine Fahrradstraße ist, wissen IMHO 95% aller Autofahrer nicht, zumindest ist das mein Eindruck.

@echopapa

Ich kenne eine Fahrradstraße, die für Autos eindeutig gesperrt ist.

An ihr steht eine eAuto-Ladestation. Von den Stadtwerken.

@bmdv @CriticalMass

@bmdv "auch mal", sehr witzig. Fahrradstraßen sind fast ausnahmslos für PKW freigegeben, weil keine einzige deutsche Stadt sich traut, dem KFZ-Verkehr mal eine(!) Straße wegzunehmen, damit Fahrradfahrer weniger lebensgefährlich unterwegs sein können.

@bmdv ich kenne zahlreiche Fahrradstraßen.
Ich kenne allerdings keine einzige, welche nicht für den KFZ-Verkehr freigegeben ist, nicht voller Dooring-Zonen ist, in welcher sich KFZ-führende nicht aufführen, als hätten sie die Straße für sich gepachtet...

Bislang scheinen alle Fahrradstraßen vielmehr PR-Maßnahmen der umsetzenden Kommunen im Sinne "schaut, was wir doch alles für den Radverkehr machen" zu sein, ohne tatsächlich mehr als in ein bisschen Farbe und 2 Verkehrsschilder zu investieren.

@bmdv

„auch mal“ einfach geilster Euphemismus

In der Praxis nimmt ein Suchtkranker auch mal Drogen.

Ich bezweifle, dass Fahrradstraßen ohne KfZ-Freigabe irgend ein relevantes Dasein haben.

@bmdv

Gibt es eine Handhabe wenn eine Kommune 99% aller Fahrradstraßen für Kfz freigibt und diese offensichtlich nur als Alibimaßnahme eingerichtet wurden?

@bmdv

An dem Konstrukt "Fahrradstraße" zeigt sich wunderbar, wie Theorie und Praxis auseinander klaffen.
@bmdv Eine Fahrradstraße in Berlin im Realitätscheck | rbb24 Video #fahrradstraße #fahrrad
https://youtu.be/qGpAPzWlY78?si=pbq1VzAheAmBrWu3
Autofahrer ignorieren Fahrradstraße in Berlin-Mitte

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