4/ Henry Leide schreibt dann, dass die sowjetischen Geheimdienste dem in nichts nachstanden.
Überlegt man sich, was geschehen ist, ist es nur folgerichtig, dass die Sowjets versucht haben, Nazis anzuwerben, die dann die #OrganisationGehlen unterwandern konnten. Hätten sie Leute mit Budjonni-Mützen nach Pullach schicken sollen?
Der gravierende Unterschied ist, dass Gehlen Angestellter des deutschen Staates war, während die Nazis, die für die Sowjets gearbeitet haben, informelle Mitarbeiter/Spitzel waren.
Alle Geheimdienste arbeiten wohl mit informellen Mitarbeitern, die für die jeweilige Gegenseite tätig sind. Das NPD-Verbot ist gescheitert, weil da noch V-Leute aktiv waren. Klar muss man mit Nazis arbeiten, wenn man Nazistrukturen unterwandern will.
Das schließt auch nicht aus, dass man solche Verbrecher später verurteilt. Siehe Text. Nur wenn man seinen #BND-Chef später zum Tode verurteilen würde, wäre das schräg, oder?
Das heißt, dass diese Art der Zusammenarbeit in West und Ost von ganz anderer Natur war.
Finde ich komisch, dass das einfach so in Fachpublikationen durchgeht.