Viele Redakteure haben mir erzählt, dass sie gerne Artikel über #Vegan und #Veganismus bringen.

Nicht, weil sie das Thema wichtig finden.

Nicht, weil ihre Leser das Thema für richtig halten.

Nein, weil sich stets so viele darüber aufregen in den Kommentarspalten. Und das macht Texte "erfolgreich".

Ihr fragt, wo der Hass herkommt? Aus einem System, was über Social-Media-Algorithmen bestimmt wird und das das Triggern von Hass und Wut am stärksten belohnt.

Das gilt auch für andere Themen natürlich. Social Media & Algorithmen entscheiden darüber, worüber "die Medien" schreiben, welche Themen trenden. Und Algorithmen pushen Interaktion. Interaktion kommt von Emotionen. Hass ist die stärkste davon. Wir vergiften unseren Diskurs selbst

@Volksverpetzer Genauso wie auf Insta proportional nackte Haut am besten zieht. Einfach weil der Algorithmus das am meisten pusht. In einer Algorithmus-gesteuerten Medienwelt funktionieren tatsächlich „Angst, Hass, Titten und der Wetterbericht“ am besten.
Wobei man Wetterbericht heute vielleicht durch „tendenziöse Artikel über den Klimawandel und böse Aktivisten“ ersetzen könnte.
@FrauMaja @Volksverpetzer ...und ich frage mich die ganze Zeit, warum da alle in Unterwäsche töpfern, backen und kochen....
@Volksverpetzer Deshalb poste ich auch soo gern' Negatives über Kleber - ich liebe die Reaktionen geradezu. 😂
@Volksverpetzer darum gefällt mir Mastodon so gut, hier entscheiden keine Algorithmen was man siehst sondern allein die User ^^

@unnon89 @Volksverpetzer

Ist Mastodon komplett neutral?

@unnon89 @Volksverpetzer @tobi82 Natürlich nicht. Aber als Plattform kommt es ohne Algorithmen aus. Also du siehst nur, was du folgst und nicht irgendein “trending” topic. Das einzige, was dem nahe kommt, ist die Liste von Hashtags…
@@Volksverpetzer Oh ja...! Das ist an einem anderen Thema noch viel deutlicher nachzuvollziehen: #Tempolimit !

Das ist jedes Mal automatisch der meistgeklickte Beitrag des Tages.
@Volksverpetzer Das Ende vom Lied ist, dass die rechten Parteien bei Wahlen siegen werden. Denn deren Anhänger und bezahlte Trolle haben immer genug Zeit, solange zu diskutieren, bis das letzte Wort ihnen gehört.
@Jens_van_der_Kreet @Volksverpetzer wie bei allem anderen würde es nicht schaden, einen Gang zurück zu schalten. Emotionen sind zweifelsohne wichtig, aber auf Social Media sind sie eben pures Geld. Lieber etwas sparsamer damit umgehen...
@Volksverpetzer Ich vermag aus dem Bauch raus nicht zu sagen, wer intoleranter bezüglich der anderen Ernährungsform ist, Fleischesser oder Veganer. Ich glaube aber von Veganer „hasserfülltere“ Kommentare gelesen zu haben. Wenn das auf Twitter diskutiert wird, bin ich schnell wieder aus den Thread draußen. Bei diesen Diskussionen kommt nichts raus.

@avalon @Volksverpetzer Hedonismus gegen Moral.

Seit jeher explosiv.

Sexuelle Revolution gegen Gutbürgerlichkeit.

Konsum gegen Minimalismus.

Vegan gegen Fleischverzehr.

Nicht Argumente zählen, sondern Gefühle.

Und da sind Menschen dann nach wie vor in der Steinzeit.

@Volksverpetzer
Der Hass blüht, wo Texte "erfolgreich" sein müssen, also vor allem in werbefinanzierten Privatmedien. Mehr Hass, mehr Interaktion, bessere Click-Through-Rate für Anzeigen.

In anders finanzierten Medien sieht man den "Hass" gar nicht überall so gerne, weil er viel Arbeit macht (Moderation) und für schlechte Stimmung sorgt - also das "falsche" Publikum anzieht, vor allem Trolle.

@footils @Volksverpetzer Und hier kommt meine These wieder ins Spiel das Werbung generell verboten gehört. Stellt euch mal vor um wie-viel besser die Welt wäre wenn man niemandem etwas verkaufen muss was er nicht braucht.

@ulli @footils @Volksverpetzer Vergleicht mal die Umsätze der Kreativbranche und der Medien und vergleicht das mit dem Bildungsetat.

Ich glaube ich kam auf 5 vs. 20 Mrd Euro in Deutschland pro Jahr. Wenn man dann überlegt, dass Werbung manipulieren soll - während Bildung es nicht darf, das Werbung dir nur klar machen muss, dass dein Leben schlecht ist wie es ist und Bildung dir ALLES an die Hand geben muss, damit du ein gutes Leben hast
🤮

@Volksverpetzer

Mit dieser These schafft ihr das anscheinend auch.
Seid ihr also Trittbrettfahrer ?

Es gibt bessere, konkretere Kommentare.

@Volksverpetzer Zustimmung. Ich würde das Problem schon dort ansetzen, wo "erfolgreich" definiert und in Kennzahlen übersetzt wird. Hätten wir andere Zielvariablen, sähe der Algorithmus völlig anders aus.
@Volksverpetzer Willkommen im Kapitalismus. Du machst genau das, was die wollen, die das Geld haben, damit sie dir ein bisschen was von ihrem Geld abgeben. Das nennen wir dann Freiheit.
@Volksverpetzer wegen dieses System mitden Algorithmenkrieg ich echt einen Hals ……. Gratuliere zu rrfolgreichen Trööt

@Volksverpetzer Algorithmen pushen auch immer die, die schon hohe Reichweite haben, damit sie noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.

Wer keine Reichweite hat wie (neben vielen Anderen) ich, wird faktisch nicht wahrgenommen, geht unter. Das führt letztendlich dazu, dass die Meinung in den Medien wieder von denen „gemacht“ wird, die viel Reichweite und Einfluss haben. Andere Meinungen des Großteils der Nutzer gehen unter (bezogen auf FB und Twitter).

@dwrweb @Volksverpetzer das stimmt so nicht ganz. Bei Tiktok gehen regelmäßig Videos viral von Accounts mit ursprünglich geringer Reichweite. Hängt von dem konkreten Algorithmus ab.
@Volksverpetzer I once defined the term "being vegan about something" as "they just like to talk about it". Some folks are vegan about cars and stuff. But the worst are the "Vegan" which are vegan about veganism because they dislike it. Kind of anti-vegan Vegan.#feilnerisms
@Volksverpetzer Dennoch gut, dass über #Veganismus und #vegan viel berichtet wird. Immerhin schleicht sich auch schon mal der ein oder andere sachliche Anstoß durch den Hass-Korridor. Klar hebelt dieser positive Side-Effekt nicht die problematischen Kriterien für die Berichterstattung aus.
@moeria
👍
...zweiter positive Nebeneffekt: vllt dadurch wirkt es als ob Veganismus populärer ist als es wirklich ist und dadurch normaler wird. Wer liest noch heute Kommentare?
😈❤️🐷
@Volksverpetzer
@sebastian_hos Ja, die Normalisierung durch Medien und den Austausch darüber ist eine wichtige Sache. Vegane Menschen werden so immer weniger wie Außerirdische betrachtet und #vegan​e Optionen werden mehr mitgedacht. Ängste und Hürden nehmen ab. Einen weiteren großen Vorteil sehe ich darin, dass mit dem Thematisieren anderer Wege Menschen immer wieder klar wird, dass sie aktive Entscheidungen treffen, an denen Konsequenzen hängen, und sie jederzeit die Wahl haben welche. @Volksverpetzer
@Volksverpetzer Hass und Wut „kommen“ nicht aus einem „System“. Sie sind psychische Zustände. Sie haben Ursachen, und sie zeigen sich nach aussen, aber Ursache und Phänomen sind oft weit auseinander - und wenn nicht, sind das soziale Auslöser. Obendrein wird man zwar mit Zustimmung von Menschen belohnt - gerade Hass ist das aber nicht.

@Volksverpetzer @chrismarquardt loser Gedanke: Ja, der Algorithmus verstärkt das, worauf viele/die meisten User klicken, Mathe/Statistik. WIR sind also selbst schuld?

Es gibt viele User die gerne anderes lesen/sehen wollen, die aber nicht alles ständig kommentieren.

Sollte es also nicht User bezogen berechnet sein? Oder sollte eine Verantwortung auf Anbieter sein im allzu negative Präferenzen auszugleichen?

„Selber Schuld“ ist mir zu billig! Ich verlasse Angebote wenn sie zu toxisch werden

@Volksverpetzer wo gibt es denn hier algorythmen? das wäre ja ganz was neues!
@Volksverpetzer merkt ihr das nicht? ihr verbreitet im fediverse aufgeregt meldungen, dass social-media-algorithmen hass und hetze verbreiten. wozu?
@Volksverpetzer ja, OK, wenn man die Menschen, die entscheiden, sich darüber aufzuregen und die Algorithmen füttern, ignoriert, ja....
@Volksverpetzer Stoppt Artikel über Veganismus!
@Volksverpetzer Ich habe meine Ernährung umgestellt ,nicht weil es ein Hype ist ,sondern aus gesundheitlichen Gründen! Diabetiker zu sein , ist weder schön, noch bietet es es eine gute Zukunft! Ich Lebe weitestgehend Vegan , habe sämtliche Fertigprodukte aus dem Kühlschrank verbannt, auch die sogenannten Veganen! Medien sind was sie sind, ihnen sollte man nicht zu viel Beachtung schenken ,denn Morgen behaupten sie das Gegenteil von dem was sie gestern als Meinung vertreten haben!
@Dillerjohann @Volksverpetzer das klingt interessant, ich folge dir mal
@Volksverpetzer soll doch jede:r essen was er oder sie will. Was ist so schwer daran? 🤦🏽‍♂️
@Volksverpetzer gleichzeitig nimmt das Veganangebot in Supermärkten ja massiv zu. Und die machens ja nicht wegen den Kommentaren.
@kielkontrovers @Volksverpetzer die machen das aber auch nicht, weil die Hersteller so doll von Veganer Ernährung überzeugt sind 🤑
@Volksverpetzer Meine Worte. Der online-"Journalismus" ist für den Journalismus eine Pest.
Alles muss ohne Reflexion sofort veröffentlicht werden, es wird dabei social media konform emotionalisiert, ansonsten bekommst du nur noch halbgare "Kommentare" aka billig ohne Recherche produzierte Meinungstexte.
Im grunde ist das die Boulevardisierung der Pressearbeit. Bild macht das ja schließlich schon immer so ...

@Volksverpetzer Hauptthema des Toots: Hass und Asoziale Medien. Um was gehen Kommentare? Um Ernährung.

Irgendwas ist in den Köpfen kaputt gegangen...

@Volksverpetzer In den Kommentaren hier, bekommt man sofort Beispiele geliefert. Die Veganer:innen sind Schuld, nicht Clickbait und Algorithmen. 😬
@Volksverpetzer Man stelle sich vor jede Redaktion müsste pro Clickbait-Artikel 10% der Werbeeinnahmen an einen Fond des DJV spenden, der guten Journalismus prämiert-

@Volksverpetzer

Wir? Oder die Besitzer der Plattformen?

@Volksverpetzer
Da wäre jetzt aber die Frage: Wenn ich als Journalistin Texte über Veganismus schreiben möchte, weil ich das Thema tatsächlich wichtig finde (bin keine Veganerin, wäre aber eigentlich gerne eine 😉) - was mache ich dann? Schließlich bekommt den Text dann mit hoher Wahrscheinlichkeit die gleichen Diskussionen und ggf. heftige Kommentare, egal aus welcher Motivation heraus der Text entstanden ist.
@StefanieUhrig Das hier angesprochene Problem ist doch nicht, dass Journalisten über Veganismus schreiben.
Das Problem ist, dass Journalisten ihre Themen anhand von Erfolg in SM Algos auswählen.
Wenn Dir selbst das Thema wichtig ist, ist das doch ganz was anderes?
@Volksverpetzer
@Volksverpetzer ja... traurig... diese ganzen werbe und clickmedien sollten brennen.... das ist alles kein journalismus das ist unterhaltung, im besten falle.... im schlechtesten hetze
@Volksverpetzer Und jetzt ratet mal, ob Redakteure nach dem gleichen Kriterium Polizeimeldungen aussuchen, über die sie berichten.
GroßStadtPflanze :verified:💉⁸ (@[email protected])

#CarlineMohr hat heute im Deutschlandfunkkultur was Prägnantes gesagt: Hass und Wut erzeugen Replys, Angst erzeugt Teilen der Posts. Deshalb lieben Plattformen diese Inhalte. Liebe, Fröhlichkeit, Glück führen höchstens zu Favs … Es ist an uns: Wo immer wir uns auf SoMe bewegen: Wir müssen die guten Sachen aktiver teilen. Wir müssen auf gute Posts ANTWORTEN. Auch hier (wo es keinen Schubs-Algorithmus gibt) bringen Replies und Retrööts mehr Reichweite. Also: Machen wir doch oder?!

norden.social

@Volksverpetzer Oh, ich kenne das noch aus der Zeit, als ich ein Online-Stadtmagazin mitgemacht habe. Da ging es immer ab, wenn es um Verkehrsthemen ging. "Polizei kontrolliert an der Uni Fahrräder" - Du kannst Dir die "Diskussionen" in den Kommentaren vorstellen… Das war noch vor Social Media.
Ich wette, das war auch schon zu Zeitungszeiten so - dann kamen halt mehr Leserbriefe.

Der Mensch freut sich halt, wenn er einen Einfluss auf die Welt hat. Das ist doch auch Euer Antrieb ;-)

@Volksverpetzer ...leider gilt das doch mittlerweile für die gesamte Presselandschaft.: Jung gegen alt, arm gegen reich, Bauern gegen grüne, Eltern gegen kinderlose, Eltern gegen bessere Eltern, Arbeiter gegen Akademiker, Angestellte gegen Arbeitgeber, Autofahrer gegen Radfahrer, Radfahrer gegen Fußgänger, alle gegen E-scooter, Kartoffeldeutsche gegen Migra-deutsche, ... Und Zuckerberg, Musk und Co. Lachen sich kaputt verdienen sich dumm und dämlich damit.