Die österreichische Regierung (genauer gesagt, die ÖVP) will der Polizei die Möglichkeit geben, mehr Einblick in Messanger-Dienste zu bekommen.
Der Gesetzesvorschlag ist nun in Begutachtung. Jeder Österreicher, jede Österreicherin kann dazu Stellung nehmen. Nutzt die Gelegenheit!
Das gleiche Problem haben wir übrigens auch bei der Initiative der Justizministerin gegen Hass im Netz. Auch wenn sie es etwas umsichtiger angeht (die SM-Konzerne werden auch in die Pflicht genommen) und die Auswirkungen ihrer Gesetzesinitiative die Grundrechte weniger stark tangiert, so bleibt doch das Grundproblem, dass beide Initiativen das Kernproblem, die verhaltensbasierte Werbung, welche erst zu Hass und Radikalisierung führen, nicht adressieren. So gesehen hinken beide der Radikalisierung (die auch zu den Hasspostings führt) hinterher und greifen erst dann, wenn sie schon passiert ist.