Weil gesagt wird, dass es außer jetzt in #Deutschland nirgends sein kann, dass #Wahlkreisgewinner nicht gewählt sind: In #Schweden ist die #Nichtzuteilung von Überhangmandaten 2013/2014 eingeführt worden. Bloß hats bei den beiden #Wahlen seither (2018 und 2022) keine #Überhangmandate gegeben. Schweden hat das #Wahlsystem ziemlich im Detail in der Verfassung; … https://www.riksdagen.se/sv/dokument-och-lagar/dokument/proposition/proportionell-fordelning-av-mandat-och_h10348/ #WahlThread [1/6]
Proportionell fördelning av mandat och förhandsanmälan av partier i val (Proposition 2013/14:48)

#Verfassungsänderung⁠en erfordern in der Regel 2 gleichlautende Beschlüsse des Reichstags mit einer #Wahl dazwischen. 2010 haben die Sozialdemokraten 3 #Überhangmandate gehabt und die Moderaten 1. 2014 waren es 2 Überhangmandate für die #Schwedendemokraten und 1 für die Sozialdemokraten. Die sind damals anschließend den anderen #Parteien in einer weiteren Berechnung abgezogen worden (könnte man mit selbem Ergebnis auch von vornherein bedingt verteilen). [2/6]
#Schweden hat halt #Mehrerwahlkreise, in denen schon proportional verteilt wird, aber nur 39 #Ausgleichsmandate von insgesamt 349 Sitzen für reichsweiten #Verhältnisausgleich. Man braucht auch lokal 12 ⁠%, um überhaupt an der Verteilung im #Wahlkreis teilzunehmen, wenn reichsweit unter 4 ⁠%. Dass es seither keine #Überhangmandate mehr gegeben hat, liegt auch daran, dass gleichzeitig der 1. Divisor des modifizierten #SainteLaguë von 1.4 auf 1.2 gesenkt worden ist. [3/6]
Damit sind Wahlkreissitze für kleinere Parteien billiger und für größere teurer geworden. Am überhanggefährdetsten ist jetzt die Zentrumspartei, die vorallem in kleineren ländlichen #Wahlkreise⁠n stark ist und da erhebliche Aufrundungen ansammeln kann. »Feste #Wahlkreismandate« sind gegebenenfalls in einem eigenen Rechenschritt »zurückzubringen«, wenn es »überschießende Mandate« sind. [4/6]
Ein Wahlkreis, in dem praktisch ausgeschlossen ist, dass real ein Sitz vergeben wird, ist #Osttirol. In #Österreich haben #Wahlkreise keine festen Sitzzahlen; es werden #Grundmandat⁠e auf volle Quoten vergeben, die von gültigen Stimmen im Bundesland und dessen nomineller Sitzzahl abhängen. 2019 wären in Osttirol 92.6 ⁠% nötig gewesen. Nachdem #Tirol nach der #Volkszählung 1 Sitz von #Kärnten gewonnen hat, … [5/6]
… reichen diesmal schon knapp 86.0 ⁠% (bei #Wahlbeteiligung wie in ganz #Tirol) bzw. 86.9 ⁠% (bei Wahlbeteiligung wie 2019). 1920 war #Osttirol ein Überbleibsel vom #Wahlkreis #Südtirol und hat noch 1 garantierten Sitz gehabt (damaliges #Wahlsystem eher wie in #Schweden). Danach ist er bis zu den generell kleineren #Regionalwahlkreise⁠n seit 1992 aufgelöst gewesen und hat dann nie mehr einen realen Sitz gekriegt. https://de.wikipedia.org/wiki/Regionalwahlkreis_Osttirol [6/6]
Regionalwahlkreis Osttirol – Wikipedia