Kolumne: “Flatterstrom”? - ganz sicher nicht. Nach dem Siegeszug der erneuerbaren Energien bahnt sich gerade, von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, die nächste Energierevolution an: Solarstrom gibt es bald auch nachts, Windstrom bei Windstille. https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/energiewende-warum-es-jetzt-auch-nachts-solarstrom-gibt-a-5462f892-2ee4-4937-93bc-0b8ec078570c?sara_ref=re-so-app-sh
Energiesystem: Warum es jetzt auch nachts Solarstrom gibt

Nach dem Siegeszug der erneuerbaren Energien bahnt sich gerade, von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, die nächste Energierevolution an: Solarstrom gibt es bald auch nachts, Windstrom bei Windstille.

DER SPIEGEL
@chrisstoecker 🤗 😁
@elala @chrisstoecker voll schön zu lesen, dass es hier vorangeht. Viel liegt allerdings noch vor uns.

@chrisstoecker

Welche Teufelei wird Altmeiers Nachfolger mitbringen?

Zölle auf Akkus
28.6%
Netzausbaukosten auf EE umlegen
21.4%
Mindestabstand 🔋 zu Häusern 25km
25%
Brandschutz
25%
Poll ended at .

@Saupreiss @chrisstoecker
Ich geht gerade davon aus, dass wenigsten 3 von 4 zum Einsatz kommen, zum Schutz der deutschen Traditionen:
- Fossile verbrennen,
- kein Geld für Investitionen haben und
- sich beklagen, dass alle anderen es besser haben.

Deshalb tippe ich auf das Umlegen des Netzausbaus auf die EE. Jede Verbraucherin, jeder Verbraucher soll spüren, was der Bruch der Tradition und die Forderung nach Öko-Strom kostet.

@chrisstoecker @Saupreiss für jede gespeicherte und zurück eingespeiste kWh muss monatliche Umsatzsteuervoranmeldung durchgeführt werden, die sich am mittleren Einkaufspreis und nicht an der Einspeisevergütung orientiert. Dazu natürlich jährliche Umsatzsteuererklärung. Die Gewinne müssen dann wieder durch eine GuV erklärt und versteuert werden, wobei bei privater Entnahme wieder Umsatzsteuer entrichtet werden muss. Ausserdem muss der Schorni den Akku jährlich prüfen
@chrisstoecker Schön geschrieben! Und, ja, für die Speicherung im Stundenbereich sind Lithium-Batterien OK. Wichtiger sind sie aber zur Aufrechterhaltung des Netzes, aka Primärregelung, aka Netzstabilisierung: https://toot.berlin/@sbi/110485363473370815. Der Artikel wirft diese Netzdienstleistung mit der Speicherung erneuerbarer Energie m.o.w. in einen Topf. Doch das sind unterschiedliche Dienstleistungen, die sich teilweise auch gegenseitig ausschließen.
sbi (@[email protected])

Attached: 1 image In spring 2022, after having been in one too many discussions about batteries, energy storage, and renewable share in energy grids, I decided to write a Twitter 🧵 on the subject, trying to collect what I have learned in the decade before that. I think it's high time I transferred this to mastodon, as long as I still can at least read Twitter. Also, there are a few things I wanted to improve on that thread, so this is my chance.

toot.BERLIN

@chrisstoecker
Alte E-Auto-Akkus lassen sich auch sehr gut dafür verwenden, sie FDP-, Unions- und AfD Populisten um die Ohren zu hauen 😄

#AutoLobbyLand
#Lobbyismus
#populismus
#Verkehrswende
#energiewende

@CabThanks Lieber Kanthölzer, die kann man auch mit Knick noch vergraben und so den enthaltenen Kohlenstoff langzeitaufbewahren. Die Akkus besser nicht demolieren. 😉
@chrisstoecker
@chrisstoecker Stromverbrauchsschwankungen gab es schon immer - tagsüber wird und wurde mehr Strom gebraucht als nachts. Damals (tm) hat man dann nachts Nachtstromheizungen 'befüllt', um den Dunkelüberschuss loszuwerden. Finanziell wohl nur sinnvoll bei subventioniertem Atomstrom, ökologisch absurd. Kann mich an keine Bedenkenträger erinnern, die vor der Tages'flaute' (bzw dem Tagespeakverbrauch) gewarnt haben. Strom kam ja aus der Steckdose.
@chrisstoecker Das ist eine tolle Entwicklung und ein guter Artikel. Aber man sollte vielleicht nicht unerwähnt lassen, dass die negativen Preise auch ein Problem sind. Das Geld wird ja nicht sich dem Nichts erschaffen, sondern hier müssen die Steuerzahler die Rechnung zahlen, da die ganzen festgesetzten Einspeisevergütung ja dennoch bezahlt werden müssen. Und das Problem wird in der Zukunft eher größer als kleiner.

@EvidenceOverIgnorance
Die Wirtschaftlichkeit der Anlage bemisst sich ja pro Jahr, so gesehen sind die Stunden jetzt erstmal ein handhabbares Problem.
Ansonsten lösen ja gerade Speicher das Problem: Wenn der „überschussstrom“ nämlich zu einem notwendigen Vorprodukt zum veredelten Produkt „Strom dann, wann er gebraucht wird“, wird, bekommt er dadurch eben wieder einen Wert. Der mag mal knapp negativ sein, das wäre dann aber kaum der Normalfall.

@chrisstoecker

@Saupreiss @chrisstoecker Gutes Argument. Dazu muss dann aber der Speicherausbau schneller sein als der Zubau von Erneuerbaren. Ich drücke die Daumen.
@EvidenceOverIgnorance früher war die Einspeisevergütung sehr hoch, inzwischen spielt sie für private PV Anlagen kaum eine Rolle und wird weiter reduziert. Für gewerbliche Produzenten gelten vermutlich schon meistens dynamische Preise oder sie werden bei Überproduktion abgeregelt @chrisstoecker
@EvidenceOverIgnorance @chrisstoecker ich denke, die negativen Preise sind ebenso wie EE-Abregelungen eine "Kinderkrankheit" des Netzumbaus. Wenn genug "Reststrom-Abnehmer" da sind, wird sich immer ein zumindest leicht positiver Preis ergeben, und umso mehr Akteure am speichernden Handel mitverdienen wollen, desto besser klappt der Ausgleich und desto mehr gehen die Ausschläge des Preises zurück.
Auch dynamische Strompreise werden die Nachfrage passend beeinflussen.
@chrisstoecker Die Technologieoffenheit erfordert, dass auch alte Dieselmotoren als Notstromaggregate Verwendung finden. Kann da #wissing nicht mal ein Programm auflegen?

@chrisstoecker

Warum ist in der Aufzählung "Leine" und nicht "Alfeld (Leine)"

@chrisstoecker Sehr schön!
Besonders gefallen haben mir die Erwähnungen gewisser Parteien.
@chrisstoecker Guter Text 👍 Sollte der ein oder andere Politiker bzw Politikerin vielleicht mal ein Auge drauf werfen.

@chrisstoecker
Wir müssen uns von liebgewordenen Märchen u Mythen verabschieden:
- Dunkelflaute führt zu Strommangel.
- Abschaltungen von PV u WKA bei Überangebot sind unvermeidlich.
- Stromspeicher auf Batteriebasis sind unrentabel.
- Li-Batterien sind nicht recycelbar.
- ohne (fossile) thermische Kraftwerke geht es nicht.

Um wenigstens einen Rest unserer guten, alten Traditionen zu erhalten stimmen CDU/CSU, AfD gegen den Verzicht auf doppelte Netzentgelte für professionelle Stromspeicher.

@chrisstoecker „Damit die Speicher gegenüber fossilen Kraftwerken nicht benachteiligt werden, hat die Bundesregierung eine Befreiung von doppelten Netzentgelten bis 2029 verlängert – sonst müssten Betreiber zweimal zahlen: beim Ein- und Ausspeichern. Union und AfD stimmten übrigens dagegen.“

@chrisstoecker

Im Grunde gute Nachrichten, aber woher stammt die Preisangabe von 7500$/kWh Speicherkapazität im Jahr 1991?

@smial in dem Absatz, erster Link.

@chrisstoecker

ah, ok, danke. Also nur für Li-Akkutechnik.

@chrisstoecker Bei einem hypothetischen batteriegestützten „100% Wind+Sonne“-System (nominell) kommen mindestens 60% aus den Speichern, nur 40% können „direkt“ vom Erzeuger (Turbine oder Paneel) abgenommen werden.

Batterien brauchen also nicht nur die nötige Speicherkapazität, sondern auch die Leistung (Lade-/Entladeströme), sie agieren also als Kraftwerke.

So ein 1 GW-Kraftwerk aus Batterie und Wind/Sonnenbelieferung kann man dann endlich direkt mit Kernkraftwerken vergleichen.

@chrisstoecker Das wird bestimmt interessant, in allen Dimensionen: Baukosten, Betriebskosten, Lebenszeit, Flächenbedarf, Rohstoffbedarf, Wartungs-, Rückbau-, Entsorgungskosten, Umweltbelastung…
@chrisstoecker
Zwei Anmerkungen dazu:
1. Für die längere Speicherung von Strom (Sommer -> Winter, um ihn als Heizstrom zu nutzen) eignen sich Akkus bedingt, da sie über längere Zeiträume an "Selbstenladung" leiden.
2. Es gibt noch mehr Alternativen, z. Bsp. Salzwasserspeicher.
https://www.mvv.de/photovoltaik/ratgeber/salzwasserbatterie-eine-nachhaltige-alternative-zum-lithium-ionen-akku
Salzwasserbatterie – eine nachhaltige Alternative zum Lithium-Ionen-Akku?

Die Kombination aus PV-Anlage und Batteriespeicher ist heute fast schon Standard. Lithium-Ionen-Akkus sind zwar die mit Abstand am häufigsten gewählte...

MVV Energie AG
@heinsc wir haben den ganzen Winter über schon jetzt 60% EE-Anteil an der Last. Richtig ist: Wir brauchen eine Lösung für 2-3 Wochen im Jahr. Das ist alles (und dafür gibt es jede Menge Ideen, angefangen mit Gaskraftwerken, die EE-Wasserstoff verbrennen).
@chrisstoecker @senficon In diesem Kontext ist auch die fortschreitende Verbreitung von Elektroautos sehr interessant. Herstellerseitig lassen sich diese mit überschaubarem Aufwand so konzeptionieren, dass das Auto auch direkt als Akkuspeicher mit Netzanbindung eingesetzt werden kann. Es sind hier zwar auf Deutscher und Europäischer Ebene noch ein paar Normungsfragen zu klären, aber zukünftig könnte das bei ohnehin vorhandenem Auto eine attraktive Option als kleinen Zwischenspeicher darstellen.
@chrisstoecker @senficon Ein praktischer Nebeneffekt ist auch, dass kleine dezentrale Speicher lokal produzierten Energieüberschuss aufnehmen und auch wieder lokal abgeben können. Entsprechend könnte das zukünftig auch die Übertragungsnetze entlasten.
@chrisstoecker Gibt ja Solarthemie.mit Speicherkapazitäten und den Vortril von Verbundnetzen...
@chrisstoecker Nein, nachts gibt es keinen Solarstrom, sondern Batteriestrom. Daß die Batterien vorher aus Solar-Überschüssen gespeist werden ist eher sekundär. Interessant ist nur das Gesamtsystem: bei einem hypothetischen Wind/Sonne/Speicher-System, das durchgängig 100% der Last bedient, müssen etwa 60% der direkten Versorgung aus den Speichern kommen. Die Speicher benötigen zudem 100% Ausgangsleistung (bezogen auf die Last) und viel Ausdauer für Durststrecken.
@chrisstoecker Sehr schön, weiters so! Auch wenn die "Energiewirtschaft" in Form der Atomlobby lange der Meinung war, ohne Atom geht's nicht. Langfristig seien nicht mehr als 4% erneuerbare möglich.
https://www.sfv.de/briefe/brief97_1/sob97135
An alle Skeptiker:100% erneurbare Si d möglich und wirtschaftlich sinnvoll
"Sonne, Wasser oder Wind können auch langfristig nicht mehr als 4 % unseres Strombedarfs decken" (Zitat Angela Merkel)