Beschäftige mich aktuell privat und geschäftlich sehr viel mit negativen Dingen, wie #noafd , #artensterben etc. Merke dass mich das runterzieht. Das ist schlecht für mich selbst ( #selbstfursorge ). Aber auch für die Gesellschaft braucht es einen großen positiven #ausblick, ein #Ziel, ein Ideal auf das wir hinarbeiten können. Auch als #Gegenentwurf zu Angst und Panikmachen durch Rassisten und andere #Populisten. Wie schafft ihr es, positiv und #hoffnungsvoll in die #zukunft zu blicken?

@butzi

Gegen eco-anxiety und Faschismus-Sorgen funktioniert bei mir grade vor allem, mit lieben Menschen im degrowth-Bereich aktiv zu sein.
Ist n ziemlich breiter Begriff in den sehr viele Dinge reinpassen, aber das schöne dabei ist, dass du dann auch erkennst, dass viele verschiedene Bewegungen in eine ähnliche Richtung arbeiten. (Umwelt, Soziales, Transformation der Wirtschaft und Administrationen).

Und möglichst konkret und lokal arbeiten. Also das schliesst theoriekrams nicht aus, aber auch wenn du zB international grosse Sachen Bewegen willst, brauchst du fitte Ortsgruppen.
Erreichbare Ziele sind ganz wichtig. Wenn du/ihr weitergekommen seid, dann könnt ihr ja nsch oben anpassen und den ganzen Kuchen holen. Hier gibts echt gute Ideen:
https://linksunten.archive.indymedia.org/en/node/209475/unfold/all/index.html

Bisschen gesunder Nihilismus ist vielleicht auch ganz gut? Damit meine ich jetzt so ne 'unsere Zivilisation geht eh irgendwann den Bach runter, aber vielleicht kann ich ja mit ein paar Leuten zusammen daran arbeiten dass die Landung weniger hart wird und insgesamt weniger unnötiges Leid verursacht wird'.

So Zukunftsdepressionen sind auch in unserer wohlhabend-weissen Kultur ziemlich verbreitet. Aus der Kartoffelblase ausbrechen und mit Leuten rumhängen die biografisch oder familiär krassere Resilienzstrategien entwickeln mussten kann helfen. Die feiern auch oft coole Feste...

Self-care ist explizit erlaubt, solange wir jetzt nicht alle nur noch Yoga-retreats machen und nix mehr auf die Reihe bekommen.

Take care! 

Broschüre: Wir können auch Anders - Konkrete Schritte in die gelebte Utopie | linksunten Archiv

@earthworm danke für deine ausführliche Antwort und deine Einordnung zu Zukunftdepressionen und Kartoffelblase.
Außerdem ist eco-anxiety n super Wort dafür.