@stefanmuelller @steve @brotbuexe
Und Ende 1986 waren wir dann schon bei der NVA. Da war persönlich bei mir erstmal lange Zeit nichts mehr mit Computerei. Bei mir jedenfalls in der ersten 6 Monaten: Null.
Im zweiten Diensthalbjahr (1987) wurde ich dann versetzt und da ergab sich durch echten Zufall eine Möglichkeit.
Die hatten zwar einen HC-900 (KC85-2) rumzustehen, aber eigentlich nichts sinnvolles damit anzustellen. Für den verantwortlichen Offizier habe ich dann ein einfaches Programm geschrieben, um Luftlagen zu Ausbildungszwecken zu simulieren. Das hat auch super funktioniert, wurde aber mangels Gelegenheiten wohl nie genutzt. Jedenfalls habe ich davon nichts mit bekommen.
Eine Geld-Prämie als Neuerer habe dafür auch bekommen (vielleicht so 150 Mark)! https://de.wikipedia.org/wiki/Neuererwesen
Im zugehörigen Artikel des Offiziers, der mir später durch Zufall in die Hände gefallen ist, liest sich das DDR-typisch deutlich euphorischer. (Die Programmauschnitte kommen mir auch etwas komisch vor. Das mit den 14 Tagen Zeit für das Programm müsste aber hinkommen. Viel mehr Zeit habe ich in den 18 Monaten NVA auch nicht am PC verbracht.)
Und noch folgende Anekdote:
In unserem Regiment war der höchste Dienstgrad Oberstleutnant. Davon gab es nur 2. Und der eine davon hatte privat auch einen C64, vermutlich hauptsächlich für seine Kinder. Der hat mich auch einmal (also wirklich nur 1x) mit zu sich nach Hause genommen, um bei irgendetwas am Computer zu helfen oder zu zeigen. Ich habe mit der Famile auch zu Abend gegessen und übernachtet. Am nächsten Tag gings dann wieder zurück in die Kaserne. Das war eine schöne, einmalige Abwechslung.
Nicht nur der C64 war aus dem Westen bei dem Oberstleutnant, sondern das ganze Haus war eher so halbwegs perfekt ausgestattet und eingerichtet, dass es auch gut für einen Werbefilm im Westen getaugt hätte.