Ich verstehe, warum Rechtsradikale eine Flüchtlingskrise herbei phantasieren wollen — sie profitieren davon auf vielfältige Weise. Für alle anderen Parteien und für die Medien gilt das nicht, deshalb fällt mir nur ein Grund ein, warum sie sich an der Konstruktion dieser Phantasie beteiligen: Sie sympathisieren mit den Rechtsradikalen.

Die anderen Parteien können nicht ernsthaft immer noch glauben, dass sie von den Rechtsradikalen auf diese Weise Wählende (zurück-) gewinnen können — es ist seit langem offensichtlich, dass sie genau das Gegenteil erreichen. Also: Sie sympathisierten mit den Rechtsradikalen.

Und den Medien kann es nicht um Reichweite gehen — außer um Reichweite bei Rechtsradikalen. Also: Sie sympathisierten mit den Rechtsradikalen.

Ich verstehe nicht, wie man *in den Kommentaren zu diesen Posts* über eine angebliche Flüchtlingskrise phantasieren kann, ohne zu merken, dass man gerade mit Rechtsradikalen sympathisiert.
@astefanowitsch wasw lässt dich denken die würden das nicht merken?

@astefanowitsch EXAKT DAS!

Ich will eine #ProgressiveFront die die #NSAfD mit allen notwendigen Mitteln bekämpft!

@astefanowitsch An wen richtet sich Ihre Diagnose? Haben Sie doch bitte ein wenig Erbarmen mit Menschen, die sich das Auswandern (wohin?) nicht leisten können.

@astefanowitsch

Es wird Zeit für den Franz-von-Papen-Preis für den Politiker, der den gleichen Fehler wie 1932 nochmal macht.

Ich nominiere für die Shortlist Friedrich Merz, Marco Buschmann und Sarah Wagenknecht.

@astefanowitsch Die derzeitigen Verhältnisse ändern auch die (Nicht-)Bedeutung des Nichtwählens: in demokratisch stabilen Zeiten ist das ein Luxus, den eins sich leisten kann. In Zeiten des Sturmreifschießens der Demokratie ist es eine vermeintliche Neutralität, die zugunsten der Demokratiefeinde in die Waagschale fällt.

Will sagen: nicht nur "andere" Parteien sollten es besser wissen, auch Nichtwähler*innen sollten ihren Standpunkt überdenken.

@astefanowitsch
oder sie fallen nach wie vor auf die false balance rein.
@sixtus
@astefanowitsch natürlich gibt es eine Krise. Aber eine Migrationskrise. Zu häufig werden Menschen bei abgelehntem Asylantrag nicht zurück geschickt. Wenn das nicht passiert kann man sich das ganze System sparen 😉
@astefanowitsch Klicks, es geht immer nur um fucking Klicks und die daraus resultierenden fucking Werbeeinnahmen ... diese Arschlöcher sympathisieren mit Rechten und rechten Narrativen, weil sie so provizieren und so Klicks generieren.

@astefanowitsch
Ich denke, es ist noch viel einfacher. Rechts hatte damals wie heute immer nur das EINE Thema, das selbst der Einzeller verstand:

Bürger, pass auf, der „Fremde“ will deinen Keks!

Zerstöre diesen Mythos und Rechts verschwindet unter die 5%.

@astefanowitsch
Es geht immer darum, Konflikte als unlösbar hochzustilisieren. Und demokratische Entscheidungsprozesse (mindestens) als 'unfähig' zu diffamieren.
Aus herbeiphantasierten Weltuntergangsproblemen und ebenso herbeigeredetem Demokratie-Versagen folgert natürlich, dass die Lösung irgendein starker Diktator sein soll, der auch gern Schluss mit der "Parlaments-Schwatzbude", dem angeblichen Staatsfernsehjournalismus und aller anderen Zivilgesellschaft.
@astefanowitsch und dann noch mal der Realitätscheck: egal was ihr macht, es werden eher mehr als weniger Menschen gezwungen sein zu fliehen. Was passiert, wenn ganze Landstriche unbewohnbar sind? Alle die jetzt "das Problem" "lösen" wollen, müssen sich die Frage stellen lassen, wie weit sie mit ihrer "Lösung" kommen werden. Und ab wann wir bei Schussbefehl an einer Mauer angekommen sind.
@astefanowitsch dann denk doch mal ein bisschen weiter nach… Vielleicht könnte es ja auch sein, dass eine Gesellschaft tatsächlich Grenzen der Aufnahmefähigkeit hat. Dazu gehören Integrationskurse, Schulplätze, Kindergartenplätze, Wohnungen, und so weiter und so weiter. Und man muss sich sehr wohl die Frage stellen, ob man sich zusätzliche Verteilungskonflikte antun möchte wenn man eh nicht alle die zu uns wollen und dafür gute Gründe haben reinlassen kann.
@astefanowitsch Das greift zu kurz, auch wenn es knackig klingt. Insbesondere Medien profitieren von „Outrage“ (Zorn, Unverständnis, Abscheu etc..) und Krise klickt einfach gut. Ich denke, da ist nicht immer Sympathie mit Rechten dahinter, sondern Gewinnmaximierung, Clickbait, und ein Maß an Gedankenlosigkeit, das schon an Skrupellosigkeit grenzt.
@astefanowitsch du meinst jetzt aber nicht #Merz . Nur um das mal ganz klar zu sagen. @_FriedrichMerz wird die AfD ja marginalisieren. Ok anscheinend holt er momentan etwas Anlauf, da die Faschisten bald stärkste Kraft sind…. Irgendwie glauben die Wähler dass die AfD salonfähig ist, da ja so bürgerliche Politiker der #cdu die gleichen Parole gröhlen und falsche Zahlen verbreiten
@astefanowitsch sie haben sich sicher noch nie kommunalpolitisch oder in einer Flüchtlingsinitiative engagiert, sonst würden sie nicht so leichtfertig von einem von Rechts herbeigeredeten Problem reden. Die Flüchtlingsinitiativen sind vielerorts inzwischen mit der Integrationsarbeit schon deshalb überfordert, weil es viel zu wenig Sprachlehrer und kompetente Sozialarbeiter gibt. Gemeinsam lecker kochen und Singeabende abhalten reicht eben nicht.
@astefanowitsch Menschen sind leider oft dazu bereit für kurzfristige Vorteile langfristige Risiken einzugehen und auch Nachteile. Dazu kommt, dass man Risiken kleinredet. Dass man dazu den moralischen Kompass schon lange ins Meer geworfen haben muss ist natürlich Voraussetzung. Die sind halt ideologiefrei und erstreckt sich halt auf Faschismus und Aufklärung/Menschenrechte.