Das ist schon erstaunlich: In der Pressekonferenz zur Kindergrundsicherung hat Christian Lindner gestern behauptet, "dass die Erwerbsbeteiligung von Alleinerziehenden im vergangenen Jahrzehnt [...] zurückgegangen ist". (1/4)
Die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zeigen allerdings exakt das Gegenteil: Die Erwerbstätigenquote der Alleinerziehenden mit Kindern unter 18 Jahren ist in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen. (2/4)
Zuerst auf diesen Widerspruch hingewiesen hat Annette Bruhns gestern im Berlin.Table: (3/4)
https://table.media/berlin/professional-briefing/das-late-night-memo-fuer-die-hauptstadt-119/
Berlin.Table / 28. August 2023

Magere Kindergrundsicherung + Weniger Unternehmenssteuern + Misstrauensbewältigung in Meseberg

Berlin.Table
Kindergrundsicherung: Paus, Lindner & Heil zur Einigung | BPK 28. August 2023

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Update: Das Finanzministerium hat mitgeteilt, dass sich die Aussage von Christian Lindner nicht auf Alleinerziehende allgemein beziehen sollte, sondern nur auf jene Alleinerziehenden, die Sozialleistungen nach SGB II erhalten.
@mkreutzfeldt was ne peinliche Lügerei. einfach so lange nach irgendeiner Statistik suchen, die zur Lüge passt, statt einfach zuzugeben, dass sie faktenfrei menschenfeindlichen Müll erzählen.
@mkreutzfeldt Die meisten Alleinerziehenden, die Hartz-IV beziehen, arbeiten. Ich weiß das, weil ich mit deren Beratung beauftragt bin. Hindernisse sind fehlende Kinderbetreuung, schlechte Wohnverhältnisse, eigene Gesundheit, Gesundheit der Kinder.
@Jens_van_der_Kreet @mkreutzfeldt
Geh weg, du störst mit Fakten. Für bessere Kinderbetreuung will ja keiner Geld haben.
@mkreutzfeldt Ergibt in dem Kontext keinen Sinn. Oder kann der Finanzminister eine Quote nicht von absoluten Zahlen unterscheiden?
@mkreutzfeldt Man fragt sich schon, woher die Politiker ihre Falschinformationen beziehen❓Sicher nicht vom wissenschaftlichen Dienst des Bundestages, aber bestimmt von irgendeiner Parteinahen (Lobby)Stiftung für Desinformation❗️🙄🤦‍♂️
@pop3montag @mkreutzfeldt
Ich stelle es mir sehr schwer vor im wissenschaftlichen Dienst des Bundestages zu arbeiten... all diese Informationen, die kein Politiker haben will...Wäre es nicht schön, wenn immer jemand bei den Bundestagsdebatten anwesend ist und einen Life-Faktencheck mittels Buzzer macht?
@BNiceBGreen @mkreutzfeldt die Frage ist doch , warum keiner der anwesenden Journalisten den Finanzminister nach seinen Quellen seiner Informationen fragt❓#Schabowski hatte 1989 immerhin einen Beschluss des GK der SED, den allerdings auch nicht vollständig gelesen.🙄🤦‍♂️
@pop3montag @mkreutzfeldt
Dazu reicht die Zeit dann glaube ich doch nicht vor Ort. Ein lautes "Tröööt"-Geräusch bei falschen Informationen, stelle ich mir ausserdem lustig vor. Im Anschluss könnte ja dann veröffentlicht werden, welche Information wieso weshalb warum falsch war. Man würde dann vor diesen Debatten bestimmt besser recherchieren um nicht gebuzzert zu werden...
@pop3montag @BNiceBGreen @mkreutzfeldt
Journalisty geben ja i.d.R. schon keine Quellen an (obwohl sie es, abgesehen von Informantenschutz, sollten). Warum sollten sie das von Politikern fordern?
@denki @pop3montag @mkreutzfeldt
Warum denn nicht? Außerdem war der Vorschlag ja nur, das Falschinformationen gebuzzert werden

@BNiceBGreen @pop3montag @mkreutzfeldt
"Außerdem war der Vorschlag ja nur, das Falschinformationen gebuzzert werden"

Nein. Der Frage in dem Beitrag, auf den ich geantwortet haben war, warum Journalisty keine Quellen von Politikern einfordern. Meine Antwort ist: weil sie es nicht einmal bei sich selbst tun.

Controlletti (@[email protected])

@[email protected] @[email protected] @[email protected] weil die Politiker im Amt von uns direkt bezahlt werden und wir das Recht haben zu erfahren, woher sie ihre „Weisheiten“ beziehen❓🧐

troet.cafe - Mastodon
@denki @BNiceBGreen @mkreutzfeldt weil die Politiker im Amt von uns direkt bezahlt werden und wir das Recht haben zu erfahren, woher sie ihre „Weisheiten“ beziehen❓🧐

@pop3montag @BNiceBGreen @mkreutzfeldt
Dem Stimme ich zwar zu, aber Journalisty sind das falsche Werkzeug dazu.

Um einen faktenbasierten Diskurs zu ermöglichen, müssen Abgeordnete IM VORFELD die in ihren Reden gemachten Faktenbehauptungen öffentlich ankündigen und belegen. Eine unangekündigt Faktenbehauptung muss während der Rede durch den Bundestagspräsidenten o.Ä. moniert werden. Bei Interviews ist das schwieriger; da reicht im Nachhinein, aber noch vor Veröffentlichung des Interviews.

@denki @pop3montag @mkreutzfeldt

Muss ja auch kein Journalist*in sein,.war ja generell nur eine lustige Idee mit dem Buzzer.
Wenn man den Inhalt allerdings vorher prüft, bekommt die Allgemeinheit gar nicht mit wer denen Bullshit erzählen will...und auf einen Bundestagspräsident*in würde ich mich da nicht verlassen 😅... Die Inhalte von Kubicki könnten durchweg gebuzzert werden

@BNiceBGreen @denki @mkreutzfeldt Man könnte es doch so machen, wie bei mehrfacher eingabe eines falschen Passwortes: einmal auffällig - Redeverbot am sitzungstag,
Zweimal auffällig - Redeverbot an zwei sitzungstagen, dreimal auffällig - MPU❗️🤔
@pop3montag @BNiceBGreen @mkreutzfeldt
Es sollte definitiv Sanktionen für Lügen geben. Ein Redeverbot finde ich aber schwierig (da zutiefst undemokratisch). Üblich sind im Bundestag Ordnungsgelder (z.B. für Beleidigungen); aber der wichtige Teil ist in meinen Augen das öffentliche Benennen des Fehlverhaltens.
@BNiceBGreen @pop3montag @mkreutzfeldt
Der Inhalt soll dabei gar nicht vorher geprüft werden. Es soll lediglich vorher öffentlich gemacht werden, welche Faktenbehauptungen man machen wird. Der Bundestagspräsident bewertet diese Fakten auch gar nicht, sondern stellt nur sicher, dass keine weiteren (undokumentierten) Faktenbehauptungen während der Rede gemacht werden. Die vierte Gewalt soll dann die gemachten=dokumentierten Faktenbehauptungen prüfen und bewerten.
@BNiceBGreen @pop3montag @mkreutzfeldt
Das Buzzer fände ich zwar auch cooler und vor allem effektvoller, aber ich kann mir nicht vorstellen, wie ein Live-Faktencheck praktisch funktionieren soll. Kein Experte der Welt weiß (selbst in seinem Fachgebiet) die nötigen Dinge auswendig, um zuverlässig und unmittelbar zwischen wahr und falsch unterscheiden zu können. Ein Faktencheck muss also immer nachgelagert sein.
@denki @BNiceBGreen @mkreutzfeldt da gebe ich Dir recht, aber man muss es ja nicht besser wissen, wenn man freundlich nachfragt, woher den der Politiker so sein „Faktenwissen“ nimmt. Wenn man die Quelle kennt lässt es sich viel einfacher verifizieren.🧐
@pop3montag Kann es nicht sein, dass Politiker manchmal einfach lügen? @mkreutzfeldt
@mkreutzfeldt Hinter der AfD belegt die #FDP den zweiten Platz im Wettbewerb um den größten #Bullshit.
@mkreutzfeldt Lügen sind doch auch nur dornige Wahrheiten in Liberalaland, oder?