@CoSiMaJa. Ab und an schwillt mir auch mal die Leber. Man kann sowas auch als Frage formulieren, dann verdient es ein Antwort.
In den Vorposts habe ich schon erwähnt, dass Verwaltungsdaten nicht als wissenschaftliche Grundlage taugen, weil schon die Erhebung selektiv ist. Das trifft auch auf das Sentinel-Programm zu.
Man hat es völlig verpatzt, von 2020 bis 2023 valide Daten zu erheben. Den Fehler kann man nicht wieder gut machen, aber für die Zukunft vermeiden.
Das Sars2-Virus wurde Anfang 2020 gefunden, weil man gezielt gesucht hat. Und solche Suchen muss man regelmäßig machen. Bei einer Stichproben-Erhebung wird es auch eine Weile dauern, bis man ein neues Virus erfasst, aber dann bleibt trotzdem noch Zeit, es zu erforschen. Man weiß aus der Influenza-Impfstoff-Forschung, dass es zwei bis drei Jahre dauert, bis ein Virus massenhaft auftritt.
Es war und ist reine Fahrlässigkeit, dass man nur nach Influenza-Viren gesucht hat.
Zahlen von vor 2020 zeigen, dass es pro Jahr immer um 1k Tote mit "unspezifischer Lungenentzündung" gab. Das Verhältnis zu laborbestätigten Influenza-Toten schwankte immer zwischen 1:1 und 1:2.
Sentinel und der ganze Rest hat da nichts genützt.
Wie oft macht man so ein Screening? Da die ganzen respiratorischen Viren saisonal aufzutreten scheinen, denke ich, 4x/Jahr. Dann sehen wir auch, ob die Grippe wirklich im Sommer in Huber sein Almstadel versteckt bleibt.
Wie lange man das so macht, ist eine andere Frage. Man muss erst mal damit anfangen.