Erlebnisse meiner Kindheit [6]

Ich muss etwa 15 Jahre jung gewesen sein, als der damalige CDU-Außenminister Gerhard Schröder Mettmann besuchte und vor unserem Gymnasium seinen ersten Auftritt hatte. Er stieg nicht direkt vor unserem Gymnasium aus, sondern etwa 100 Meter weiter auf dem Platz vor der Feuerwehr. Es war eine riesige Menschenmenge vor Ort. Irgendwie war es mir wichtig, Gerhard Schröder als einer der ersten zu begrüßen. Wie mir das gelungen ist, weiß ich nicht mehr - jedenfalls ist es mir gelungen.

Seine Staatskarosse kam an und ich wartete voller Spannung auf "unseren" Außenminister. Als er aus dem Wagen ausstieg, war ich direkt als erster bei ihm, gab ihm die Hand und begrüßte ihn mit Worten: "Guten Tag Herr Schröder, ich heiße auch Gerhard." Das war´s. Und ich war sehr stolz auf mich.

Noch heute und auch jetzt beim Schreiben dieser Erinnerung muss ich über alle Backen schmunzeln.

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@fabianschaar Wen meinst Du mit "der andere Gerhard"?
Genau so war es - was ist denn schon ein Schüler für einen so "hochrangigen" Politiker.

@rabbit Die Einzelheiten erinnere ich nicht mehr genau. Es war aus der Erinnerung heraus, als wenn wir uns an der Ladenkasse begegnet wären und ich ihn gebeten hätten, mich bitte vorbei zu lassen.

Stolz und Triumpfgefühl hatte ich gar nicht. Und das Geschmunzel bezieht sich aufs Heute, da ich viel Verhalten aus meiner Kindheit nur aus der damaligen Zeit heraus nachvollziehen kann. Ich habe meine Entwicklung gemacht und für mich daraus gelernt. Darum bin ich auch nach vielen Jahren politischen Engagements aus der aktiven Politik ausgestiegen.

Es sind schon sehr viele Jahre vergangen und ich will meine Erinnerungen nicht "wissenschaftlich" hinterfragen und auch nicht psychologisieren.