Wenn in der Vorstellungsrunde einer #Informatik Weiterbildung über Betriebssysteme von #Microsoft, #Apple und #Google gesprochen wird und Teilnehmer schwärmen, dass z.B. der Workflow von #iPads so toll sei, dann kommt mir das so vor, als ob sich Köche darüber streiten, ob nun #McDonalds, #BurgerKing oder #KFC am Besten ist. 🤔

#Gesund, #ausgewogen, #fair, #nachhaltig, #bio, #lecker, ... ist es bei dieser Vorauswahl definitiv nirgendwo. Zeit, den eigenen Horizont zu erweitern.

Aber vielleicht erwarte ich auch einfach zu viel von #Lehrer n. 🤷

"Wir sind schon immer zu McDonalds gegangen, das ist einfach am Besten."

"Aber nur bei Burgerking gibt es den originalen flame-grilled Whopper. Und die Pommes erst: schön kross und lecker."

"Bei KFC ist alles nur mit Chicken. Das ist viel gesünder. Außerdem kann man die Getränke beliebig oft kostenlos wieder auffüllen."

Hmmm, da ist die Auswahl schwer. Die Schulkantine kann schließlich nur von einem betrieben werden. 🤔
Komisch, das das nirgendwo ernsthaft diskutiert wird. Warum wohl? An der schulischen #Eigenverantwortung wird es wohl nicht liegen. 🤔

@chbmeyer Wenn es denn wenigstens Köche wären. Leider erlebe ich zunehmend Dosenraviolierhitzer in diesen Runden, welche sich anschließend als digitale Ritter und Retter des Schulsystems aufführen.
@chbmeyer Als unmittelbar Betroffener: was sollte ein Lehrer denn hinsichtlich Informatik können müssen? (Ernstgemeinte Frage)

@MrP_aus_H
Denke, dafür reichen 500 Zeichen bei weitem nicht aus.

@chbmeyer s Analogie beschreibt es aber sehr gut. Der Blick sollte auf Prinzipien gerichtet sein, nicht auf (ein paar wenige) mittelmäßige Produkte. Das betrifft in obigem Fall Betriebssysteme, Anwendungssoftware, echte (offene) Standards uvm.

Und nicht zu vergessen: Informatik != Software bedienen. Das muss vor allem mal bei den übergeordneten Instanzen begriffen werden. Oder man nennt es halt nicht Informatik. 🤷‍♂️

@MrP_aus_H tja, schwere Frage. "Sollte" ... Da sind wir schnell beim (Be-)Werten und der Moral. ... Dünnes Eis.

Vielleicht sollte er/sie/es nicht als "exklusiver Fan" einer (großen) Firma auftreten, sondern (ähnlich wie in D, M, Eth, G, Ph, Soz, ...) Dinge hinterfragen, allgemeine Prinzipien erkennen und Technologie, Werte, Individuen und Gesellschaft in Relation setzen.

Mündigkeit, Demokratie, Pluralismus. Das würde zumindest ich mir wünschen. Und die Lobgesänge auf "Technik die begeistert" scheinen mir hingegen etwas einseitig und undifferenziert zu sein.

@MrP_aus_H @chbmeyer Jap. Die Realität zeigt allerdings auch, dass die eine BFS sehr sehr glücklich ist, die Andere unglücklich, weil.. erstere stattete alle Schülerinnen mit Tablets aus - letzere = nix.
Solange sowas allein schon Euphorie hervorruft, wirds wohl noch dauern, bis „mehr“ passiert 🤷‍♀️
@chbmeyer Das ist natürlich diese ewige Diskussion, ob MS/Apple nun der Teufel ist oder nicht. Es ist nun mal so, dass von SuS eines Berufskollegs quasi erwartet wird, mit (geschäftsüblicher) Standardsoftware klarzukommen. Dennoch mache ich gerne Exkurse zu OpenOffice o. ä. Leider ist mE die zur Verfügung stehende Zeit einfach zu knapp, um die von Dir genannten Aspekte adäquat zu behandeln. 1/2
@chbmeyer Beim gelobten Workflow gebe ich dir recht. Bspw. das iPad ist nur ein Werkzeug, um Prozesse zu begleiten. Wichtiger ist da sicherlich die Frage, wie der Workflow optimal ablaufen kann und erst im zweiten Schritt das nötige Werkzeug. 2/2

@MrP_aus_H ja, bei der "Standardsoftware" lässt sich schön streiten, warum im Lehrplan keine Produkte oder Hersteller stehen, sondern ganz allgemein #Textverarbeitung, #Tabellenkalkulation und #Präsentation. ... Aber das zählt ja gar nicht zu Informatik.

Andererseits hat aber jedes Fach als Ziel die Auseinandersetzung des Einzelnen mit sich selbst, mit dem Sinn, der Gesellschaft und der Fähigkeit sich selbstbestimmt zu verwirklichen. Ganz gleich, ob es ein Gedicht ist, die Funktionsweise eines AKW, ein selbstfahrendes Auto, der Klimawandel oder die frz. Revolution.

Und da sehe ich auch Informatik.
Nicht als Produktschulung (auf Produkte, die sich ohnehin ständig ändern), sondern als universellen Grundstein für alle Arten von KI, Big-Data, Algorithmen, CNC-Fräsen, Beatmungsmaschinen, Teigroboter, Militärdrohnen, KFZ-Elektronik, Computern, Architektur, Buchhaltung, Verwaltung, ...

@chbmeyer leider stehen den Lehrern oftmals keine anderen Möglichkeiten zur Verfügung, unser ITler zum Beispiel verweigert sich jeder Alternative und so haben wir keine Möglichkeiten

@herrdor
"Informatik" ist ja auch mehr, als Betriebssystem und Office-lösung.
Das sehe ich eher so wie "Mathematik" vs. "rechnen üben" oder wie "Literatur" vs. "lesen können".

Davon abgesehen ist ist aber immer wieder spannend, wer - was - warum verbietet, vorschreibt oder präferiert. 🤔

- schulische Eigenverantwortung
- *nur* Google G-Suite (aus Datenschutzgründen)
- KEINE iPads (aus Datenschutzgründen)
- BYOD
- Linux
- "Landeslösung"
- MS365
- KEIN MS365

🙄

@chbmeyer
Der Workflow vom iPad im Unterricht ist tatsächlich am besten.

Ist mein einziges Apfelgerät. Nutze sonst Linux am PC und Android auf dem Smartphone.

Welche Alternative zu einem iPad hast du denn? Stifteingabe und funktionierende drahtlose Bildschirmpräsentation sind leider Pflicht.

Ich bin gerne offen für (funktionierende) Alternativen.

@robert
Naja, es ging mir eher um die einseitigen "Fan-Äußerungen", die IMO nichts mit Technikverständnis, Informatik oder einem "reflektiertem Umgang" zu tun haben.

Aber da Du fragst:
Ich nutze ein Lenovo X13 Yoga Convertible mit Debian 11 und ja, Multitouch und einen integrierten Stift hat es auch.

Miracast kann es mit Gnome und gnome-network-displays ebenfalls.
Diese beiden Anforderungen wären also erfüllt. 😉

Aber ich glaube, das bekommt auch ein Microsoft Surface oder ein GalaxyTab S6 lite hin.
Naja, außer natürlich die Schule hat halt nur Apple-TVs aufgestellt. Das fällt dann unter "Diskriminierung".