2022 und man spricht über uns und nicht mit uns
Nach Beschwerden von #actuallyautistic über das Framing der SZ, gibt es nun eine Online-Veranstaltung über uns #actuallyautistic. Ja, ÜBER uns. Denn es wurden eingeladen:
3 Professor*innen
1 Mutter eines #autistischen Menschen
0 Autist*innen
Es gibt in der BRD min. 850000 Autist*innen und keine*r war es Wert, dabei zu sein? Zeitsprung ins Jahr 1950?
#NothingAboutUsWithoutUs
#RepresentationMatters
https://sz-erleben.sueddeutsche.de/sz-veranstaltungen/gf_autismus

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Autismus – Wie viel Eigenbrötlerei ist noch normal?

Wer sich sozial ungewöhnlich verhält oder nicht kooperativ genug wirkt, bekommt von Bekannten oder Kolleg:innen schnell die Diagnose „autistisch“ verpasst. Gleichzeitig wurde die psychiatrische Störung in den letzten Jahren zu einem begehrten Label. In Ambulanzen und Praxen strömen immer meh

SZ Erleben

Wenn in diesem Jahr eine Zeitung eine Gruppe männlicher Professoren zu einer Online-Veranstaltung über Frauenrechte, - gesundheit einladen würde, dann wäre der Shitstorm so groß, dass die SZ morgen eine Entschuldigung drucken würde.
Aber es geht ja nur im #Autist*innen, #actuallyautistic
Was soll man mit denen reden, da redet man drüber.
Kann man sich nicht ausdenken...

Habe ne Email an die SZ geschickt: https://www.yes-aut.com/anmerkung-2

2. Anmerkungen

Ach, just for the record. Die SZ war eine meiner Lieblingszeitungen. Ich habe die verdammt gerne gelesen. Es bricht mir grad so ein Stück aus meinem Herz raus (RW), wenn ich sehen muss, wie die mich sehen und Menschen wie mich behandeln.
Fühl mich echt scheiße.

Und hier mein Text zum Thema:
https://www.yes-aut.com/anmerkung-2

2. Anmerkungen

@ShinoMe die verstehen es noch immer nicht

@6a02

Wie ist das möglich? Es geht mir nicht in den Kopf.

Müsste nicht jeder, der #Menschenrechte #Inklusion #Menschenwürde #Autismus #Demokratie ernst nimmt, neben mir stehen und sich mit mir beschweren?
Müsst nicht "irgendein*e" Journalist*in bei der SZ sagen, Leute, das geht nicht! Ihr könnt doch nicht über #Autist*innen reden, als haben die keine Rechte. Das ist Ableism!
Min 850000 Autist*innen in diesem Land und alle unsichtbar

@ShinoMe @6a02
Leider ja. Oft genug auch noch von sichtbar behinderten Menschen zusätzlich unsichtbar gemacht.
(Ich denke da u.a. an den Streit bei Twitter als es um die NORA-App ging. Oder das "Orte behindern" der Aktion Mensch.)
Wobei diese Zahl von 850000 Autist*innen mMn noch viel zu gering ist. Wenn ich die Zahlen die Ann Memmott in 2020 für das UK genannt hatte "einfach mal" auf Deutschland umrechne komme ich sogar auf circa 2,05 Millionen
(Quelle🐦 -Link: https://twitter.com/AnnMemmott/status/1266109887131652106 )
Ann Memmott PgC MA (She or They) on Twitter

“Aha. https://t.co/TxcggRci0s How many autistic children are there? We have data on how many we've found so far, here in the UK:. In England, so far 1 pupil in every 44. Scotland, 1 in 40. In Wales, 1 in 56, and in Northern Ireland, 1 in 31. So, not 1 in 100, then, eh.”

Twitter
@mythlfrythtyg @6a02
Hi, wichtiges Thema! Danke dir.
Ich habe bewusst diese geringe Zahl gewählt, da sie dem entspricht, was die an der Veranstaltung teilnehmenden Professor*innen vertreten. 0,9 bis 1,1 % sind deren Zahlen. Circa 850000 Menschen und keiner davon darf in den Augen der SZ sprechen.
Ich kenne Autist*innen (USA), die sagen, dass nur circa 68 % der Menschen überhaupt unter "neurotypisch" fallen. In den anderen % sind Autist*innen, ADHSler, Dyskalkulie etc zusammengefasst