20 Minuten: 43-Jähriger bietet Sexualberatung an – und verschweigt ein Detail

Ein 43-jähriger Gründer eines LGBT+-Vereins und sein Mann führten eine Beziehung mit einem Teenager aus dem Verein. Nun bietet der Mann Sexualberatung an.

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Sexualberatung in Praxis trotz Kritik

Trotz Vorwürfen strafbarer Handlungen führt ein 43-jähriger Gründer eines LGBT-Vereins weiterhin eine Praxis für Sexualberatung.

20 Minuten

Was die BILD dir über deine Weihnachts-Schokolade verschweigt

Es hat mittlerweile fast schon Tradition: Alle Jahre wieder in der Vorweihnachtszeit brechen früher oder später politisch aufgeheizte Diskussionen über Figuren aus Schokolade los. Panisch verbreiten dann AfD, BILD und Co. die Falschbehauptung, der Weihnachtsmann müsse jetzt „Zipfelmann“ oder „Klapper Klaus“ heißen und der Adventskalender „Geschenke-Lager„. Das sind alles echte Beispiele, wir denken uns das nicht aus. Doch dieses Jahr gibt es einen Aufreger, der zumindest etwas mehr mit der Realität zu tun hat. Denn dank Klimawandel werden, wie Wissenschaft, Aktivist:innen und viele seriöse Medien seit Jahren warnen, immer öfter Ernten schlecht ausfallen. Die Kakao-Ernte ist da keine Ausnahme. Dieses Jahr macht sich das zum ersten Mal deutlich an den Preisen bemerkbar. Doch in der BILD (aber auch anderen Medien) liest man von den Klima-Hintergründen nichts. Kann nicht sein, was nicht sein darf?

Schokolade-Berichterstattung verschweigt Ursache für Preisanstieg?

So knallen jetzt die Schoko-Preise rauf“ – das titelte die BILD am 2. Dezember. Und das Desinformationsblatt lag hier faktisch sogar mal richtig. Tatsächlich ist der Preis für Schokolade enorm gestiegen. Lag der ICCO Daily Price vor einem Jahr noch bei rund 4.300 $ für eine Tonne Schokolade, waren es Anfang Dezember über 9.000, mittlerweile (Stand: 19.12.) sogar über 11.400 $. Dieser enorme Anstieg macht sich natürlich auch bei den Preisen für alle möglichen Schoko-Produkte bemerkbar, wie neben BILD z.B. auch Spiegel berichtete. Als es im Frühjahr um die Osterhasen aus Schokolade ging, berichtete ebenfalls u.a. die ZEIT. Doch in all den Beispielen wirkt es so, als sei das eben einfach ein bisschen Pech gewesen. Von einer „schlechten Ernte“ ist die Rede, wo implizit die Versicherung drin steckt, in den nächsten Jahren wird schon alles wieder werden wie es immer war.

Dabei ist in der Wissenschaft schon längst bekannt, dass es eben nicht einfach nur einzelne schlechte Ernten sind – sondern dass wir es hier mit den Auswirkungen des Klimawandels zu tun haben. Denn obwohl es in der Debatte über den Klimawandel oft um Pläne und Sorgen in der Zukunft geht (Kohleausstieg 2038, CO₂-Neutralität 2045 oder doch erst 2050 usw.) passieren ganz reale Auswirkungen genau heute. Wir können hier dem Klimawandel buchstäblich im Regal vom Supermarkt zuschauen. Das ist genauso dramatisch, wie es klingt – und gerade deswegen trauen sich viele offenbar nicht, genauer hinzuschauen. Dann tun wir das eben.

Warum das Wetter in Westafrika den Preis unserer Schokolade beeinflusst

Zunächst müssen wir mal auf die Fakten schauen. Für viele beginnt die Schokolade in Weihnachtsmannform im Supermarkt und endet mit dem Gefühl von leichter Übelkeit, das gegen Ende Dezember zeigt, man hat es mal wieder übertrieben. Dabei hat die Süßigkeit im Supermarktregal eine lange Reise hinter sich. Denn vor allem der Kakao in der Schokolade ist in der Regel schon um die halbe Welt gereist, bevor er in unseren Supermärkten ankommt.

Dabei ist der Anbau von Kakao ziemlich stark auf eine Weltregion konzentriert. 4 westafrikanische Länder produzieren rund 70 % aller Kakao-Bohnen weltweit: Elfenbeinküste, Ghana, Nigeria und Kamerun. Das heißt, Entwicklungen in dieser Region haben massiven Einfluss auf die Verfügbarkeit von Kakaobohnen – und damit natürlich auch auf den Preis.

Gleichzeitig ist Westafrika eine der am stärksten vom Klimawandel betroffenen Regionen der Welt. Es lässt sich also auf die Formel herunterbrechen: Je mehr Klimawandel, desto teurer wird unsere Schokolade. Natürlich ist uns bewusst, dass Preissteigerungen von Schoko-Weihnachtsmännern wirklich nicht die dramatischsten Folgen der Klimakrise sind. Allerdings ist es ein sehr plastisches Beispiel dafür, wie die oftmals als eher abstrakt wahrgenommenen Warnungen vor der Klimakrise sich ganz konkret und auch heute schon zeigen. Deswegen: Nutzen wir die schlechte Arbeit einiger Medien doch dafür.

Der Einfluss der Klimakrise auf die Kakaoernte

Denn die Frage, wie sich der Klimawandel auf den Kakaoanbau auswirkt, wurde schon mehrfach untersucht. So analysierte zum Beispiel eine Studie von 2013 die Lage in Ghana und der Elfenbeinküste. Das sind die beiden Länder, die mit Abstand am meisten Kakao produzieren. Für die allermeisten Gebiete kam dabei heraus, dass der Klimawandel den Kakaoanbau teils erheblich erschweren wird, in einzelnen Regionen könnten sich die Bedingungen dagegen verbessern. Eine weitere Studie aus dem Jahr 2014 beschäftigte sich in erster Linie damit, warum der Kakao-Anbau in Westafrika über die Jahre „migriert“. Einer unter mehreren Aspekten war auch hier der Klimawandel. Vor allem Trockenphasen (ganz besonders die El-Niño-Jahre 1982/83) hatten in der Untersuchung einen starken Einfluss auf den Kakaoanbau.

2020 untersuchte eine Studie in der Zeitschrift für Pflanzenbauwissenschaft Agronomy die Auswirkungen der Klimakrise genauer. Demnach wird Klimawandel dazu führen (und führt auch schon dazu), dass gewisse Bedingungen für das Wachstum von Kakaobäumen nicht mehr oder nur noch eingeschränkt gegeben sind. Dabei geht es vor allem um die Verfügbarkeit von Wasser bzw. Trockenphasen, aber auch um die relative Luftfeuchtigkeit und das Auftreten von Stürmen. Die Auswirkungen von verstärkten Trockenphasen sind dabei wohl bedeutsamer als der eigentliche Temperaturanstieg. Darüber hinaus sorgt der Klimawandel auch für die verstärkte Ausbreitung einiger Schädlinge und Krankheiten, wie z.B. das Cacao-swollen-shoot-virus.

Natürlich gibt es für diese Entwicklungen durchaus Anpassungsmöglichkeiten. Dazu zählen z.B. das Züchten neuer, insektenresistenter Pflanzen. Außerdem können grundsätzlich neue Anbaugebiete erschlossen werden. Diese Maßnahmen sind aber nur begrenzt realisierbar und schlagen sich natürlich auch wieder auf die Preise um.

Aktuell besonders dramatisch durch El Niño

Diese Studien sind zum Teil mehr als 10 Jahre alt, dürften also nicht überraschen. Aber genau das ist ja das Problem beim Umgang mit der Klimakrise: Die Warnungen der Wissenschaft werden zu oft ignoriert. Denn aus der Perspektive eines einzelnen Menschen sind langfristige Prozesse und deren Folgen schwer zu erfassen. Umso wichtiger wäre es deshalb, akute Auswirkungen wie jetzt beim Thema Weihnachts-Schokolade exakt zu benennen. Dieses Jahr sind die Auswirkungen nämlich so groß, weil es nicht nur eine langsame, schleichende Verschlimmerung gab, sondern eine fast schon sprunghafte Veränderung.

Das liegt wohl zumindest teilweise auch daran, dass dieses und letztes Jahr das Wetterphänomen El Niño auftrat. Durch ein Abflauen der Passatwinde kommt es großflächig zu Temperaturänderungen im Südpazifik, was global für Veränderungen des Wetters sorgt. Die Auswirkungen treffen auch Westafrika. So fielen in Abidjan, der größten Stadt der Elfenbeinküste, in kürzester Zeit große Mengen an Regen, was im Juni zu Überflutungen und Erdrutschen führte. Mindestens 24 Menschen kamen ums Leben. Doch El Niño hatte auch schwere, teils verheerenden Folgen für die Landwirtschaft. So sorgten die unregelmäßigeren Regenfälle und die erhöhten Temperaturen für größere Feuchtigkeit. Das wiederum begünstigte die Ausbreitung von Pilzerkrankungen sowie die Verbreitung von Schmierläusen, die das oben erwähnte Cacao-swollen-shoot-virus übertragen. In manchen Farmen der Elfenbeinküste sind die zarten Blüten der Pflanzen auch schlicht von den unerwartet späten und heftigen Regenfällen zerstört worden.

Auch El Niño wohl vom Klimawandel beeinflusst

Das Phänomen El Niño sorgt jeweils für deutlich stärkere Ausschläge im Wetter, als es der vergleichsweise langsame Klimawandel von Jahr zu Jahr tut. Allerdings sind natürlich auch El Niño und Klimawandel nicht komplett unabhängig voneinander. In der Wissenschaft wird aktuell daran geforscht, welchen Zusammenhang es zwischen den beiden gibt.

Der genaue Zusammenhang zwischen Klimawandel und El Niño ist nämlich weiterhin schwer zu bestimmen. Das liegt vor allem daran, dass El Niño nur aller paar Jahre auftritt, die moderne Wissenschaft in den letzten Jahrzehnten also nur wenige Male wirklich live beobachten und messen konnte, was passiert. Das wiederum erhöht die Gefahr, dass die Daten durch „Ausnahmejahre“ verzerrt sind. Deswegen basieren die Erkenntnisse noch zu großen Teilen auf Rekonstruktionen und/oder Modellen. Es tauchen allerdings erste Hinweise darauf auf, dass der Klimawandel vermutlich auch den Effekt von El Niño verstärkt.

Eine 2023 veröffentlichte Studie unterstützt diese Sichtweise. Wissenschaftler hatten anhand von Mineralablagerungen in Höhlen des US-Bundesstaates Alaska El Niño-Ereignisse der vergangenen 3.500 Jahre rekonstruieren können. Das Ergebnis: Während über die meiste Zeit dieser 3.500 Jahre das Auftreten von El Niño stärker mit der Sonnenaktivität zusammenhing, sind seit den 1970er-Jahren abweichende Ergebnisse entstanden. Laut Studienautor Paul Wilcox ein klares Zeichen für den Einfluss des menschengemachten Klimawandels. Eine weitere, Modell-gestützte Studie aus demselben Jahr kam zu ähnlichen Ergebnissen. Demnach trat ab den 1960er Jahren eine deutliche Veränderung in Bezug auf Häufigkeit und Schwere von El Niño auf.

Welchen Einfluss haben Spekulationen auf den Preis der Schokolade?

Auf jeden Fall ist klar, dass es nicht einfach nur ein bisschen Pech mit dem Wetter war. Unsere hohen Preise für Schokolade hängen direkt mit dem Klimawandel zusammen. Und vielleicht auch indirekt über das El Niño-Phänomen, welches ebenfalls durch den Klimawandel gestärkt wird.

Es gibt allerdings noch einen weiteren Faktor, der Einfluss auf die Preise hat. Dabei geht es allerdings eher um die Funktionsweise globaler Märkte. Die SZ berichtete nämlich, dass die globale Kakaoernte dieses Jahr auf dem Papier 44 Mal den Besitzer wechselte, bevor sie ausgeliefert wurde. Ein Teil des Preisanstiegs ist also auf Spekulation an den globalen Kakao-Märkte zurückzuführen. Deswegen haben die Kakaobauern in Ghana und der Elfenbeinküste auch kaum etwas davon, dass ihre Produkte so hohe Preise erzielen.

Wie hoch der Einfluss von Spekulation auf den Preis tatsächlich ist, bzw. wie viel niedriger der Preis ohne Spekulation wäre, ist schwer zu rekonstruieren. Der wichtigste Faktor ist wahrscheinlich trotzdem die schlechte Ernte und, in Verbindung damit, der Klimawandel.

Fazit

Wir wollen hier nicht „die Medien“ pauschal zerreißen. Solche undifferenzierten Urteile würden nicht der Wahrheit entsprechen. Zum Beispiel hatte tagesschau.de schon Ende Februar zum Preisanstieg der Oster-Schokolade den Klima-Kontext korrekt dargestellt. Auch die FAZ (paywall) bezog kürzlich den Klimawandel als selbstverständliche (Teil-)Ursache mit ein. Und sogar die BILD (!) erwähnte vor Ostern den Klimawandel als Ursache für die Preisexplosion.

Und dennoch passiert es eben regelmäßig, dass der Klimawandel außen vor bleibt. Es scheint in manchen Redaktionen oder bei einigen Journalist:innen die Tendenz zu geben, die Leute „jetzt nicht schon wieder damit nerven“ zu wollen. Gerade bei einem scheinbar eher harmlosen, vielleicht sogar unpolitischen Thema wie dem Preis ihrer Schokolade an Weihnachten. Dabei gibt es Studien, die zeigen, dass die Menschen sich sogar eher mehr Berichterstattung über Klima wünschen. Doch diese Erkenntnisse scheinen noch nicht überall angekommen zu sein. Dann werden die Hintergründe vage mit „einer schlechten Ernte“ begründet – so als wäre die Erklärung mit dem Klimawandel ein optionales add-on, das man je nach Schreibstil hinzufügt oder nicht.

Tatsächlich ist es allerdings ein fahrlässiges Unterschlagen von Informationen, wenn der Kontext der Klimakrise nicht erwähnt wird. So als würde man bei der Berichterstattung über einen Unfall nicht erwähnen, dass die Person alkoholisiert war, weil das ja die gute Feierlaune an Silvester stören könnte. Es muss endlich auch in den letzten Redaktionen ankommen, dass Klima nicht einfach ein Gefälligkeits-Thema ist, das man immer mal anbringt, um ein gewisses Milieu zu befriedigen. Die Klimakrise bedroht die Grundlagen unserer Zivilisation. Nicht auf apokalyptische „Alles verbrennt im Feuersturm“-Art, sondern viel subtiler mit zunehmenden Ernteausfällen und Wetter-Verschiebungen. Doch die Auswirkungen dessen sind vielleicht noch dramatischer als einzelne Hitzewellen. Das zu kommunizieren und auf den Ernst der Lage hinzuweisen, ist die Aufgabe der Medien – auch in der Vorweihnachtszeit.

Artikelbild: canva.com/Screenshot bild.de

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#deine #schokolade #verschweigt #weihnachts

Wer hat Angst vorm Zipfelmann?

Was sind die Zeiten turbulent. Merkel legt den CDU-Parteisitz ab, die Grünen sind vielleicht neue Volkspartei, was ist mit dem internationalen Migrationspakt? Zeit, dass die Leute wieder Angst vor einem Schoko-Mann von Penny bekommen.

Volksverpetzer

PLUMPE POLIT-PROPAGANDA!!

In der Show Die100 sollen sich angeblich normale Bürger kontroversen Fragen stellen und „mit den Füßen abstimmen“. Die ARD hat in seine Shows aber klammheimlich zwei CDU-Politiker eingeschleust und die Mitgliedschaft in der Partei nicht kenntlich gemacht! Ist das noch eine echte Diskussion oder eine politisch gesteuerte Inszenierung?! 

So zumindest könnten wir diesen Artikel aufmachen und eine große Kampagne starten, um den ÖRR als „rechtsbraunversifft“ darzustellen, in dem wir eine – echte – Tatsache herauspicken und diese Lappalie zu einem Skandal inszenieren, der eigentlich keiner ist. 

Bisher fanden Shows von Die100 zu den Themen „Ist die AfD eigentlich ein Problem?“, „Mehr Verbote wegen Klimawandel“, und „Migration begrenzen?“ statt. Ziel der Sendungen ist es, Pro und Kontra Punkte zu diesen Fragestellungen zu präsentieren und den 100 Beteiligten die Chance zu geben, ihre Meinungen zu ändern.

Und die zwei von herausgepickten Personen sind wirklich CDU-Politiker, die nicht als solche vorgestellt wurden. Es stimmt, dass ein CDU-Politiker in der Show “Migration begrenzen?” teilgenommen hat und die Parteimitgliedschaft nicht angezeigt wurde: 

Mehr Verbote wegen Klimawandel?” teilgenommen:

Findest du das Argument nicht überzeugend? Ja? Siehst du?

Die100 hat diese Mitgliedschaften nicht erwähnt und findige Twitter-User haben nach der Ausstrahlung der Show diese Mitgliedschaften herausgefunden. Wenn man dem ÖRR schaden wollen würde, könnte man diese beiden „Fälle“ öffentlich machen, wie wir satirisch und durch viel Framing und künstliche Empörung suggerieren, dass man uns, die Zuschauer, für blöd verkaufen und uns einfach nur mit konservativer Meinung indoktrinieren wolle. Populistische Medien könnten Überschriften schreiben wie: „Wie sich ARD Journalisten für eine plumpe Polit-Propagandashow hergeben“ [Echte NIUS Überschrift] oder „Massive Täuschung bei ARD-Sendung: christdemokratischer Aktivist als Rechtsanwalt“ … [Abgewandelt von der BZ]. 

Oder eben das, was wir bei Volksverpetzer gerade gemacht haben. Nur macht das die rechte und verschwörungs-affine Presse eben im vollen Ernst. Nur mit umgekehrten Vorzeichen. Denn natürlich ist es kein Skandal, dass unter 100 Leuten in der Sendung Die100 ein CDU-Politiker ist. Auch CDU-Politiker sind Teil der Bevölkerung und dürfen eine Meinung haben. Ich glaube, insbesondere diejenigen, die sich gerade künstlich empören, würden uns da zustimmen. 

Wie dich rechte Medien mit diesen Tricks hereinlegen!

Es gäbe ein kollektives Gefühl des Misstrauens gegenüber dem ÖRR, wenn diese – echte – Tatsache von Die100 genau so von den Medien skandalisiert werden würde: 

Kann man solchen Medien trauen, die konservative Politiker einfach so zu Wort kommen lassen, ohne ihre Parteimitgliedschaften zu kennzeichnen? Wenn sie da nicht sauber sind, wo sind es noch nicht? Manipuliert der ÖRR bewusst? Wieso ausgerechnet Konservative? Wollen Redakteure einem Ihre konservative Meinung unterjubeln? Um solche Meinungen salonfähig zu machen:

Abschaffung oder massive Kürzung des ÖRR. Und nur so nebenbei: Der ÖRR lässt wirklich sehr oft rechte Themen und rechte Stimmen vorkommen, man hört teilweise nichts anderes. Mehr. Die beiden Sendungen zuvor drehten sich nur um die Lieblingsthemen der AfD: Angebliche Verbote und Migration. Warum spricht Die100 ständig nur über rechte Themen? Auch eine neue Analyse hat gezeigt, dass die Medien der AfD ganz viel Aufmerksamkeit und Redezeit geschenkt haben – und damit wohl auch in den Wahlkämpfen geholfen:

Haben ARD & ZDF zum Wahlerfolg der AfD beigetragen?

All das folgt einer eigenen Logik und könnte Sinn ergeben, wenn man nicht eine Kleinigkeit übersehen hätte: Es gab nämlich auch Mitglieder der SPD, der Grünen, der FDP, der Linken und der PARTEI in diesen Shows, die als Privatmensch teilgenommen haben, einen Job haben und eben auch ehrenamtlich politisch aktiv sind. Was bleibt dann noch von den Fragen und Forderungen von eben über? Nicht viel.

Jemand arbeitete nebenberuflich auch als Komparse? Na und? Dürfen die keine Meinung haben?

Genau wie jemand neben seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt CDU-Mitglied sein kann und auch eine politische Meinung haben darf, die in dieser Sendung von Die100 gezeigt wird, können Leute auch im Nebenberuf irgendeinen Job haben, ohne dass es ihre Teilnahme in der Sendung zu einem Skandal macht. So gab es zwei Personen, die auch mal als Laiendarsteller und Komparsen gearbeitet haben. 

Wer würde sich typischerweise für TV-Produktionen bewerben? Menschen, die eine Affinität haben, vor einer Kamera in Mikros zu reden, wie nebenberufliche Laiendarsteller*innen und Komparsen oder politisch interessierte Menschen. Ja, sogar Menschen mit Parteibüchern. Letztendlich kann sich jede*r kann sich für die Teilnahme an diesen Shows bewerben. 

Beide Personen existieren und haben jeweils an einer Show teilgenommen:

Screenshot aus der Sendung Die100Screenshot aus der Sendung Die100

Der rechte Taschenspielertrick bei Die100

Die extremen Rechten machen nun jetzt den Taschenspielertrick, den wir satirisch auch verwendet haben, um ihre Verschwörungserzählungen und Skandale zu inszenieren, die einfach frei erfunden sind. Denn sie haben ihre echten Meinungen wiedergegeben, sie sind ja nicht als Schauspieler bezahlt worden. Michael Schleiermacher sagte das auch Übermedien – Rechte negieren hier einfach die echten Meinungen echter Menschen – weil sie sie mundtot machen wollen. Das ist die Lüge, die hier verbreitet wird:

Einfach weil jemand Schauspieler sei, soll das für die rechten Aluhüte der “Beweis” sein, dass sie auch in der Sendung als Schauspieler da waren. Dabei gibt es dafür keinen Beweis. Im Gegenteil, alle Seiten bestätigen, dass hier niemand bezahlt wurde. Wer etwas anderes unterstellt, will dich täuschen. Dürfen Schauspieler denn keine politische Meinung haben?

Rechtspolitische Medien wie Nius und die NZZ verbreiten die unbelegte Verschwörungserzählung, beim Casting „ausgeholfen zu haben“, damit „das Ergebnis wie gewünscht ausfiel“:

Nius

Die rechtspopulistische NZZ spricht von “Inszenierung”:

FAZ, Spiegel, SZ). Sie übernehmen damit die Lesart von Rechtsextremen und Verschwörungserzählern! Hier liegt wieder mal ein massives Medienversagen vor, weil sich auch seriöse Medien von diesen rechten Inszenierungen treiben lassen und verheerenden Schaden anrichten, weil sie diese rechten Narrative wiederholen. Wie man sieht, gibt es umgekehrt KEINE Inszenierung und Empörung, obwohl man den Spieß leicht auch umdrehen könnte. Aber das wäre ja unseriös und unehrlich. Nur das fragende Wiederholen rechter Mythen nennt sich “Journalismus”.

Rechte lenkten davon ab, dass einer überzeugt wurde, seine Meinung zur AfD zu ändern

Sollten sich jetzt Redaktionen wegen dieser rein theoretischen Verschwörungsmöglichkeiten und den selektiven Recherchen von Twitter-Usern zu Parteimitgliedschaften in ihrem Casting für diese Sendungen beeinflussen lassen? Nur weil Rechte und populistische Medien und Kampagnenportale das alles skandalisieren? Dürfen Laiendarsteller sich nicht für solche Formate bewerben dürfen? Soll man diesen Menschen das geschützte Recht der öffentlichen politischen Meinungsäußerung verwehren? Soll jeder aktuelle und ehemalige Nebenjob transparent gemacht werden? Müssen Menschen, die in ihrer Freizeit ehrenamtlich politisch aktiv sind, befürchten, dass man Ihnen nicht zuhört, weil einem die Parteimitgliedschaft nicht gefällt? 

Die viel wichtigere Geschichte zu Die100, die jetzt untergeht: Schleiermacher hat während der Sendung seine Einstellung zur AfD vollkommen und nachvollziehbar geändert (ab Minute 58:19 hier). Er ist nach der Sendung zum Entschluss gekommen, dass die AfD doch ein Wolf im Schafspelz ist. Die rechten Medien und die naiven seriösen Medien haben es erfolgreich geschafft, dass dieses wichtige Statement in den Hintergrund gerückt ist, dass jegliche Aufklärungsarbeit verpufft. DAS ist das Ziel von rechtspopulistischen Medien. Und viel zu viele, auch seriöse Leitmedien, fallen darauf herein.

Am Ende dieser ganzen Diskussion geht eines verloren: Die Meinungen der Menschen, die zu wichtigen Themen zu Wort gekommen sind. Teilt diesen Artikel, damit es vielleicht mehr Leute lernen!

Dieser Text wurde vom Volksverpetzer-Team in Kollaboration mit dem ÖRR Blog-Watch erstellt. Das ist ein Account, der ehrenamtlich die Einseitigkeit und Desinformation des Kampagnen-Accounts „ÖRR Blog“ regelmäßig auf Twitter aufdeckt. Zu dessen Schutz wird die Person hinter dem Account pseudonym bleiben, dessen Identität ist der Redaktion bekannt. Artikelbild: Screenshots https://cdu-northeim.net; https://www.ardmediathek.de/.

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https://www.bachhausen.de/massive-taeuschung-bei-die100-ard-show-verschweigt-cdu-politiker/

#die100 #massive #politiker #tauschung #verschweigt

Die 100 – was Deutschland bewegt - alle verfügbaren Videos - jetzt streamen!

In jeder Folge von „Die 100“ geht es um eine kontroverse Frage. Einhundert Menschen auf dem Spielfeld stimmen ab: sind sie eher dafür oder dagegen? Zwei Journalist*innen liefern ganz unterschiedliche Argumente für Pro und Contra. Die 100 stimmen mit ihren Füßen ab: überzeugt sie das Argument oder nicht? Tagesthemen Moderator Ingo Zamperoni befragt die 100 zu ihren persönlichen Erfahrungen mit dem Thema. Wer ändert seine Meinung und warum? Es ist die erste große Show mit einem beweglichen Publikum, das uns so seine Meinung zeigt.

Okay, davon hast du vielleicht noch nie gehört, weil es „nur“ Steuer-Flüchtlinge sind, die davor flüchten, ihren gerechten Beitrag für die Gesellschaft zu leisten und keine Menschen, die aufgrund von Krieg, Hunger oder Verfolgung ihre Heimat verlassen mussten. Aber im Unterschied zu echten Schutzsuchenden umgehen hier wirklich einige wenige superreiche Personen mit dem Steuertrick „Verschonungsbedarf“ ihren Beitrag zur Gesellschaft. Wo bleibt der Aufschrei?

Superreiche Erben fliehen vor der Steuer: unterschätztes Problem

Eins vorab: Falls du tatsächlich auf einen Rant gegen „kriminelle Flüchtlinge“ gehofft hattest, muss ich dich enttäuschen. In diesem Artikel geht es um ein echtes, gravierendes Problem, das nicht in BILD-Schlagzeilen stattfindet, dafür eins aus der realen Welt. Die Flüchtlinge in diesem Text fliehen nur davor, ihr Vermögen gerecht zu besteuern. Und entziehen dem Staat damit Geld, das er für das Wohl seiner Bürger:innen ausgeben könnte. Und damit auch für dich.

Denn während die normale Bevölkerung mit steigenden Mietkosten, sinkenden Reallöhnen, teils nicht erfüllten Rentenansprüchen und generell zunehmender Ungleichheit zu kämpfen hat, leisten wir uns gleichzeitig unnötige und unproduktive Millionengeschenke an einzelne Superreiche – und kaum jemand redet darüber. Hat das etwas damit zu tun, dass einer der prominentesten Flüchtlinge vor der Steuer gleichzeitig Medien mit enormer Reichweite kontrolliert? Wir werden sehen.

Das entscheidende Stichwort für diese Steuergeschenke lautet „Verschonungsbedarf“. Die Prüfung auf Verschonungsbedarf hat allein 2022 dafür gesorgt, dass 24 Menschen in Deutschland insgesamt 1,4 Milliarden Euro an Steuern sparen konnten. Ja, beide Zahlen sind kein Versehen. Das sind 1 400 000 000 Euro. Für 24 Leute. Willkommen in der Welt der superreichen Erben. Denn genau darum geht es bei der „Verschonung“, die in der Praxis zum Geschenk werden kann: Große Summen an geerbtem Vermögen.

Erbschaftssteuer mit großzügigen Freibeträgen

Wenn eine Person stirbt und ihr Vermögen vererbt, wird nach deutschem Recht grundsätzlich eine Erbschaftssteuer fällig. Damit allerdings niemand aufgrund dieser Steuer plötzlich in eine finanzielle Notlage rutscht, gibt es relativ großzügige Ausnahmen von der Steuer. Vor allem sind das die sogenannten Freibeträge nach §16 ErbStG.

Demnach können Angehörige relativ hohe Summen erben, ohne sich überhaupt Gedanken um die Steuer machen zu müssen. Das sind bis zu 500.000 Euro für Ehe- und Lebenspartner:innen, bis zu 400.000 Euro für jedes Kind (oder Enkel, deren Elternteil bereits verstorben ist), je 200.000 Euro für Enkel und 100.000 Euro für alle weiteren Verwandten in direkter Linie. Also: Die meisten Menschen brauchen sich darum, keine Gedanken zu machen. Das betrifft dich rein statistisch gesehen höchstwahrscheinlich nicht. Nur Leute, denen es sehr gut geht.

Dazu kommen noch weitere Pauschalen, die nicht auf alle Erben zutreffen wie den Versorgungsfreibetrag und den Pflegefreibetrag (§13 Abs. 1 Nr. 9 ErbStG). In der Praxis wichtig ist, dass außerdem Ehepartner:innen eine selbstgenutzte Immobilie komplett steuerfrei erben können, für Kinder gilt dies bis zu einer Wohnfläche von 200 m² (§13 Abs. 1 Nr. 4b, 4c ErbStG). Das heißt, dass man keine Steuer zahlen muss, wenn der/die Partner:in stirbt und man den gemeinsam genutzten Wohnraum erbt.

Teure Ausnahme für Superreiche: So werden sie zu Flüchtlingen vor der Steuer

Das Durchschnittserbe lag laut einer Studie von 2021 im Zeitraum 2002-2017 bei 85.000 Euro. Dieses wird allerdings noch stark nach oben verfälscht, da einige wenige extrem hohe Erben den Schnitt hochziehen. Betrachtet man das Medianerbe, also das Erbe, das genau in der Mitte zwischen dem höchsten und niedrigsten Erbe liegt, kommt man bei rund 32.000 Euro raus. Diese Werte liegen also weit entfernt von den oben genannte Freibeträgen. Bedenkt man, dass man zusätzlich noch aller 10 Jahre zu ähnlichen Bedingungen große Mengen an Vermögen schenken darf (mit dem netten Nebeneffekt, dass dafür niemand sterben muss), könnte man davon ausgehen, dass für normal arbeitende und verdienende Menschen daraus keine existenziellen Probleme entstehen.

Und dennoch gibt es in Deutschland auch für Superreiche, bei denen es nicht um existenzielle Fragen, sondern die Mehrung des Vermögens geht, Tricks, Vermögen am Staat vorbeizuerben und -schenken. Besonders bizarre Auswirkungen hat dabei die oben erwähnte Prüfung auf Verschonungsbedarf. Damit kann für Schenkung und Erbe von Betriebsvermögen (also explizit nicht privatem Vermögen!) ab einer Höhe von 26 Millionen (!) Euro von der empfangenden Person angemeldet werden, dass sie zu wenig Vermögen habe, um die Steuern auf dieses Betriebsvermögen zu zahlen.

Das wird von manchen verteidigt mit dem Schutz von Unternehmen und Arbeitsplätzen, führt in der Praxis aber dazu, dass Schenkungen in Millionenhöhe von Reichen an Reiche unversteuert bleiben. Sie werden zu Flüchtlingen, die vor ihrer sozialen Verantwortung fliehen. Währenddessen muss der Staat laut manchen Politikern an diversen Orten Geld sparen? Wenn Geld fehlt, egal ob bei der Kindergrundsicherung oder für die Bauern, warum verschenkt man es dann an die, die ohnehin so viel davon haben?

Beispiel Mathias Döpfner: Multimillionär als Flüchtling vor der Steuer?!

Der entscheidende Punkt ist nämlich, dass sich die beschenkte Person selbst aussuchen kann, an welchem Tag die Prüfung stattfindet. Und dann kann sie sich genau an diesem Tag „arm rechnen“, also das hohe Privatvermögen vorübergehend anderswo parken. Das Finanzamt sieht dann den vermeintlichen „Verschonungsbedarf“, die Schenkung wird durchgewunken. Daraufhin holt sich die Person ihr Privatvermögen zurück und hat einfach mal eine gute Summe Geld ohne Gegenleistung geschenkt bekommen.

Das ist nicht nur eine theoretische Möglichkeit, es passiert auch in der Praxis. Prominentes Beispiel ist Mathias Döpfner. Ja, der Boss vom Axel-Springer-Verlag, dem BILD und WELT gehören und dessen konkreten Einflussnahme auf Politik und Demokratie spätestens seit letztem Jahr bekannt ist. Mathias Döpfner bekam von Friede Springer, der Witwe von Axel Springer, Aktien im Wert von einer Milliarde Euro geschenkt. Da es sich hier um Unternehmensanteile handelt, könnte Döpfner grundsätzlich von der Steuer ausgenommen werden, wenn er zu wenig Geld hätte. Das „Problem“: Mathias Döpfner hatte schon zuvor ein Privatvermögen in Höhe von mindestens 276 Millionen Euro. Wahrscheinlich zu viel für eine erfolgreiche Prüfung auf Verschonungsbedarf.

Doch gut für den Millionär Döpfner: Er weiß ja, an welchem Tag das Finanzamt die Prüfung ansetzt. Also kaufte er einfach kurz vorher selbst Anteil an Axel Springer, wodurch aus seinem Privatvermögen noch mehr Firmenanteile wurden. So war Döpfner, aus Sicht des Finanzamts, einfach ein armer Mann, der von einer netten Dame eine Milliarde Euro in Firmenanteilen bekam. Ein Mann, der übrigens nicht nur mit seinen Zeitungen rassistische Desinformation und Verschwörungsmythen verbreitet. Großzügig bestätigte dann das Finanzamt, dass der Mann verschont werden und keine Steuern zahlen muss. Glück muss man haben!

Fazit: Verschont doch bitte uns vor der Springer-presse

Mit diesem Trick sparten nun also allein 2022 genau 24 Personen 1,4 Milliarden Euro an Steuern. Diese Vergünstigung wird sogar im offiziellen Subventionsbericht der Bundesregierung (S. 20) als „größte Steuervergünstigung“ überhaupt bezeichnet. Illegal ist das nicht, aber ob wir uns eine solch löchrige Gesetzeslage leisten können, darüber lässt sich doch zumindest streiten. Zumal gerade an deutlich grundlegenderen Stellen gekürzt wird, wie in der Landwirtschaft (was Auslöser für die von rechts unterwanderten Bauernproteste im Januar war) oder bei der Kindergrundsicherung. Als letztes Jahr nach einem Urteil plötzlich Milliarden im Haushalt fehlten, standen Klima, Bürgergeld, Rente, Geflüchtete auf der Kürzungsliste – aber nicht Erbe und Schenkungen von Superreichen.

Wer wirklich Schuld an den Problemen der Bauern hat!

Und besonders auffällig daran: Es ist kaum aufgefallen. Landwirte, der Klimaschutz, Menschen mit Migrationshintergrund, Rentner:innen, Arbeitslose sowie Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen – sie alle wurden und werden immer wieder gegeneinander ausgespielt. Auch und gerade BILD ist da immer vorne mit dabei. Die Menschen sollen sich über das Gasnetz oder den Fake-„Kohlewinter“ empören. Sie sollen sich mit einem Kita-Namensstreit beschäftigen und über Wärmepumpen aufregen. Oder auch über das Bürgergeld und über Migration, also die von echten Flüchtlingen ohne Millionenvermögen, sowieso schon immer. Diese Themen werden mit Lügen und Hetze dank der Axel-Springer-Millionen auf die Agenda gesetzt.

Wir versuchen, mit der Fake News-Schleuder BILD und anderen mitzuhalten. Doch die demokratische Gesellschaft kann sich nicht darauf beschränken, immer nur hinterherzurennen, Fakten zu checken und Fakes zu widerlegen. Wir müssen selbst unsere eigenen Narrative setzen. Nicht immer nur die falsche Empörung der Springermedien beschwichtigen, sondern sich auch einmal selbst empören: Wie kann es denn sein, dass 24 Steuerflüchtlinge den Staat weit über eine Milliarde allein im vergangenen Jahr kosteten und wir trotzdem lieber Unsinns-Debatten über „Strombettler“ oder Frauenumkleiden führen? Liegt es etwa daran, dass ein Steuer-Flüchtling höchstpersönlich den Diskurs beeinflusst? Man wird ja wohl noch fragen dürfen.

Dich bestehlen linksgrüne, vegane Gender-Migranten mit Wärmepumpen!

Titelbild: dpa/Kay Nietfeld, canva.com

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https://www.bachhausen.de/das-verschweigt-bild-diese-24-fluechtlinge-kosten-dich-14-milliarden-euro/

#diese #fluchtlinge #kosten #milliarden #verschweigt

Mietpreise in Deutschland • Das Beste aus Z+: So teuer sind die Mieten in Ihrer Stadt im Deutschland-Vergleich

Unsere interaktive Karte zeigt, wie sehr die Mieten in Städten gestiegen sind und wo sie sich von Löhnen entkoppelt haben. Schlecht steht es um Sylt. Ganz gut um München.

ZEIT ONLINE

Es kursiert in den sozialen Netzwerken gerade eine schöne Geschichte, die auch von anderen Medien wie dem Merkur aufgegriffen wurde: Ein geheimnisvoller Gönner zahlte spontan im ICE allen heimlich das Essen und verließ dann das Bordbistro, ohne dass die Leute wussten, wer er ist. Ali Mahlodji, der als kleines Kind mit seiner Familie aus dem Iran fliehen musste, ist heute erfolgreicher Unternehmer. Am 15.12. zahlte er als großzügige Geste für das gesamte Bordbistro im ICE von Nürnberg nach Wien die Rechnungen.

Original Post

Ein Mensch, der als Flüchtling nach Europa kam, jetzt erfolgreich ist und nette Geschenke für seine Mitmenschen macht – die rassistische AfD wird es hassen, wenn du davon erfährst, macht es doch ihr widerliches Märchen kaputt, dass Menschen mit nicht weißer Hautfarbe böse und schlecht seien. Teile diese Geschichte, die die AfD verschweigen will!

Tolle Geschichte … oder?

So oder so ähnlich könnte ich diesen Text schreiben und genau das Gleiche machen wie die AfD, nur andersherum. Dabei will ich es jetzt aber nicht belassen. Ja klar: Die AfD will Hass verbreiten und dich dazu indoktrinieren, gewisse Menschen zu verachten. Sie hat fundamental Unrecht mit ihrer verzerrten Darstellung der Realität. Es ist wichtig, dass wir ihr täglich widersprechen. Aber würde ich diesen beliebigen Fall oder einen der hunderten ähnlichen Fälle instrumentalisieren, würde ich fast dasselbe machen.

Klar war es eine nette Geste von Mahlodji im ICE, für die er auch von vielen gelobt wird. Unter den Kommentaren freuen sich Leute: „Nur ein wundervoller Mensch kann auf so eine wundervolle Idee kommen!“, oder „Inspirierend!“. Einige andere merken aber auch an: „Ich finde es viel ehrlicher, wenn man Geste macht, aber nicht mit allen mitteilt“, oder „Fishing for compliments, nichts anderes, es gibt so viele Menschen, die jeden Tag so viel mehr Gutes tun und das nicht an die große Glocke hängen.“

Und umgekehrt würden einige von euch uns zu Recht kritisieren, wenn wir ihn auf seine Lebensgeschichte und seine Vergangenheit als Schutzsuchender reduzieren würden. Diese hatte rein gar nichts mit seiner Geste und seiner Menschlichkeit zu tun. Wir würden genau das Gleiche machen, wie die AfD, denn wir würden Menschen in die gleichen Kategorien einteilen: „Wir“ und „Die“.

Einzelfälle instrumentalisieren

Ich habe es trotzdem gemacht, weil ich auf etwas Wichtiges hinweisen will: Wie leicht man derartige Fälle aus dem Kontext reißen und kleine Storys für die eigene politische Agenda instrumentalisieren kann. Ich wollte es nur bewusst beispielhaft an einem positiven Fall machen, um nicht noch weiter in die gleiche Kerbe des Hasses und der Lügen zu schlagen wie die rechtsextreme AfD. Denn die arbeitet mit genau diesen Methoden:

Während sie mit jeder Menge Lügen ihren Fans einredet, sie dürften allen anderen Medien nicht glauben, damit die AfD und die ihr nahestehenden Propaganda-Medien die alleinige Macht darüber haben, was diese Menschen erfahren und glauben, instrumentalisiert sie jede negative Geschichte, die sie findet. Das Ziel: Eine komplett einseitige und falsche Darstellung der Realität zu schaffen. Und dabei lügt sie auch ständig. In Viersen, bei Magnitz, in München, in Hamburg, beim Brand von Notre DameMünsterBottrop, HalleHanau und vielen anderen Fällen haben sie ja auch versucht, Muslime/Linke/Schutzsuchende zu beschuldigen, obwohl die nichts damit zu tun hatten.

Zusätzlich zu jeder Menge Fakes wird dann einfach jeder „echte“ Einzelfall herausgepickt – damit du ständig davon hörst und nur darüber redest. Damit du denkst, das sei normal. Eine perfide Manipulationstaktik, denn der absolute Großteil aller Schutzsuchenden sind friedlich, gesetzestreu und Menschen wie du und ich. Aber die Rassisten wollen diese Wahrheit vor dir verbergen.

Die Macht der Manipulation

Man könnte den Spieß umdrehen und genau das Gegenteil machen, und jeden positiven Fall instrumentalisieren, wie ich es gerade hier mit dem ICE-Gönner gemacht habe. Ich kann dir noch jede Menge anderer und besserer „Einzelfälle“ nennen. Ein 17-jähriger Flüchtling rettete ein Mädchen in Berlin vor einer Männergruppe, die ihn dabei mit Messern verletzte. Ein Mann, der mit 14 nach Deutschland kam, hat einen Dreijährigen aus einem eiskalten Fluss vor dem Ertrinken gerettet. Ein irakischer Asylbewerber und gelernter Tierarzt hat den Opfern eines Flugzeugabsturzes bei Osnabrück das Leben gerettet.

In Füssen hat ein Schutzsucher einem Menschen das Leben gerettet, der in den Lech gefallen war. In der vom Hochwasser verwüsteten Stadt Braunsbach halfen 2018 46 Flüchtlinge beim Aufräumen und der Versorgung von Hilfskräften und Einwohnern. Der 23-jährige Sleman Mohammed rettete eine junge Frau in München vor einem Sexualtäter, wofür er ausgezeichnet wurde. Der 34-jährige Syrer Hadi Esmaeel bekam den Zivilcourage-Preis Kriminalpräventionsverein der Gemeinde Harsum, weil er eine Frau vor einem Messerstecher rettete.

Was du liest, glaubst du – die AfD weiß das

Und so weiter und so fort. Vielleicht müssen wir wirklich mehr solcher Geschichten erzählen, von denen du wahrscheinlich noch nie gehört hast, denn die deutschen Medien sind längst dort, wo die AfD sie haben will: Eine Studie des Instituts für Publizistik der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz analysierte fünf Jahre Medienberichterstattung über Flucht und Migration in Medien nach der sogenannten „Flüchtlingskrise“. Die Forschenden stellten fest: Während der absolute Großteil der Geflüchteten friedlich und gesetzestreu ist und oft selbst vor Terror flieht, brachten die Medien die Schutzsuchenden überproportional mit Terror und Kriminalität in Verbindung. Im „schlimmsten“ Quartal im Untersuchungszeitraum handelte jeder vierte Bericht davon. Am negativsten berichtete natürlich BILD.

Die AfD und BILD schaffen es, dass auch alle über deren gewünschte Geschichten berichten. Vielleicht bleibt uns nichts anderes übrig, als selbst Einzelfälle zu instrumentalisieren und positive Geschichten zu erzählen, bevor die rechtsextreme AfD noch weitere Erfolge mit ihrer rassistischen Propaganda feiert und mehr Menschen indoktriniert. Aber alternativ könnte man auch versuchen, die AfD und BILD und deren Instrumentalisierungen zu ignorieren, kollektiv zu boykottieren und einfach gar nicht irgendwelche nicht repräsentativen Einzelfälle auszuschlachten. Wie wäre es, wenn man stattdessen alle Menschen in Deutschland, egal, wo sie herkommen, als ganz normale Menschen präsentiert? Also als das, was sie sind. Nicht als eine ausgedachte homogene Gruppe, sondern als eine, die unterschiedlicher nicht sein könnte.

Aber ich bin sehr pessimistisch, dass die gesamte Medienlandschaft von heute auf morgen erkennt, dass sie von BILD, AfD & Co. jeden Tag aufs neue manipuliert wird. Vielleicht müssen wir dann auch kleine nette Gesten aus einem ICE erzählen, um dagegenzuhalten. Nicht, weil sie von Schutzsuchenden begangen werden, sondern weil wir mehr Geschichten von Zusammenhalt, Großzügigkeit und Nächstenliebe brauchen.

Artikelbild: Screenshot https://www.instagram.com/ali.mahlodji.official/

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