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Stauraumkanal bietet Potenzial: „Durchgängige Verbindung“ – Neuer Radweg für Esch und Pesch?
Stauraumkanal bietet Potenzial„Durchgängige Verbindung“ – Neuer Radweg für Esch und Pesch?
Von Christopher Dröge16.12.2024, 19:00 Uhr
Lesezeit 2 MinutenDirekt neben dem alten Entwässerungsgraben finden die Arbeiten für den Stauraumkanal statt – seinem Verlauf soll nach dem Wunsch der Bezirksvertreter der neue Radweg folgen.
Copyright: Christopher Dröge
Die Arbeiten am neuen Stauraumkanal eröffnen auch die Möglichkeit einer Verbesserung für den Radverkehr, so ein örtlicher Bezirksvertreter.
Seit kurzem laufen die Bauarbeiten an dem neuen Stauraumkanal zwischen Pesch und Esch, der den zurzeit noch oberirdisch verlaufenden Entwässerungsgraben ersetzen soll – trotz des beeindruckenden Durchmessers der Rohrelemente von 3,5 Metern soll dieser zukünftig komplett unter der Erde verschwinden. Anstelle des Grabens soll ein Weg angelegt werden, der von Inspektionsfahrzeugen zu Wartungszwecken genutzt werden soll.
Daniel Kastenholz, Mitglied der CDU-Fraktion der Bezirksvertretung Chorweiler, hatte schon bei einer Besichtigung der Bauarbeiten eine Idee geäußert, wie die frei werdende Route künftig genützt werden könnte: Anstelle eines reinen Wartungsweges über dem Verlauf des Kanals könne dieser auch genutzt werden, um einen neuen Radweg zwischen den beiden Stadtteilen an der Kölner Stadtgrenze einzurichten.
Vorschlag für Radverkehrsverbindung zwischen Pesch und Pulheim
In der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung hatte seine Fraktion seine Überlegung nun offiziell in einem Antrag konkretisiert: Da die gut zwei Kilometer lange Strecke definitiv mit einem soliden Weg überbaut werde, ein reiner Wartungsweg aber nur selten genutzt werden würde, biete es sich an, den Weg als eine vom motorisierten Verkehr getrennte Radverkehrsverbindung von Pesch bis zum an der Kölner Stadtgrenze beginnenden Pulheimer Radweg auszubauen. Dies würde einen großen Fortschritt für den Radverkehr des Bezirks bedeuten, insbesondere für Schüler.
Die sind durch die momentane Situation nämlich besonders gefährdet, führte Kastenholz aus. „Die Straße Am Baggerfeld, die die einzige Verbindung zwischen Esch und Pesch darstellt, auch für Radfahrer, hat keine Beleuchtung“, stellt er fest. „Und sie wird in näherer Zukunft auch keine Beleuchtung erhalten, weil die Stadt auf eine Straßensanierung durch den Landesbetrieb wartet – dort wird die Sanierung von Am Baggerfeld aber immer wieder nach hinten verschoben“.
Ein eigener, vom Kfz-Verkehr getrennter Radweg wäre daher etwa für aus Esch stammende Schüler des Gymnasiums Pesch, die die Straße auch in den Morgenstunden nutzen müssen, deutlich angenehmer und sicherer.
Daneben könne der Radweg auch der Vernetzung über die Stadtgrenzen hinaus dienen, meint Kastenholz, denn er sieht die Möglichkeit eines Lückenschlusses zum Radschnellweg in Pulheim. „Damit hätten wir dann eine durchgängige Verbindung, die von Pesch über Pulheim bis nach Bergheim reichen würde“, so Kastenholz. Der Antrag wurde letztlich mit dem Zusatz beschlossen, dass auch ein Fußweg angelegt werden solle.
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schreibt für das Stadtteil-Ressort des „Kölner Stadt-Anzeiger“. Jahrgang 1979, studierte an der Universität zu Köln Sachen, die mit G anfangen (Germanistik, Geschichte und Geografie). Seit 2010 als freiberuflicher Journalist und Autor tätig, schreibt für verschiedene Kölner Lokalmedien. Seit 2020 auch für die KStA-Stadtteile, hier vor allem über den Kölner Norden.
Italienisches Restaurant„Laternchen“ in Auweiler bietet mehr als 100 Weine an
Von Bernd Schöneck04.11.2024, 13:02 Uhr
Lesezeit 2 MinutenBlick auf die Theke im „Laternchen“ in Auweiler
Copyright: Torsten Kaersch
Das mediterrane Restaurant an der Pescher Straße 1 hat sich drei Jahre nach seiner Wiedereröffnung etabliert.
Über eine Sache schmunzelt Inhaber Luigi Raspa nach mehr als drei Jahren Betrieb im „Laternchen“ immer noch: „Es ist nicht alltäglich, dass die Leute in einem italienisch geführten Restaurant so viel Fleisch essen. Aber bei uns ist das so.“ Neben den Klassikern der italienischen Küche, wie diversen Antipasti, neapolitanischer Pizza mit dem speziellen „Fior di Latte“-Mozzarella, Pasta & Co. ist die Fleischauswahl ein fester, beliebter Bestandteil des 2021 wiedereröffneten Restaurants an der Pescher Straße 1, in der Ortsmitte von Auweiler.
„Wir setzen bei unserem Rindfleisch konsequent auf Black-Angus-Fleisch mit mindestens 100-tägiger Fütterung“, verrät er. Immer beliebter würden auch saisonale Gerichte, wie Spargel, Pfifferlinge oder aktuell Steinpilze.
Name „Laternchen“ übernommen
Vor etwas mehr als drei Jahren, im August 2021, hatte Raspa mit seinem Team den altehrwürdigen Gasthof im weiß gestrichenen Backsteinbau übernommen. Nachdem in den 1990er-Jahren unter dem Namen „Da Franco“, nicht verwandt mit der gleichnamigen Pizzeria im Nippeser Westen, dort schon einmal ein italienisches Lokal war, hieß der Laden kurze Zeit später schon einmal „Laternchen“. Damals beschloss Raspa, den Namen beizubehalten.
Luigi Raspa vom „Laternchen“ vor seinem Weinregal.
Copyright: Bernd Schöneck
Inzwischen ist der Laden fest etabliert. Das Team besteht mittlerweile aus 16 Beschäftigten und seit einem Jahr verstärkt ein neuer Koch die Mannschaft. „Wir haben Kundschaft von weit über Esch und Auweiler hinaus, beispielsweise aus Pulheim oder den innenstadtnäheren Veedeln“, sagt Raspa.
Große Weinkarte im „Laternchen“ in Auweiler
In den vergangenen Jahren hat er die verwinkelten Räume behutsam weiterentwickelt und neu designt. Der sukzessive Umbau sei eine große Herausforderung gewesen. Gleich mehrere Gasträume, mit unterschiedlichen Stimmungen und Wirkungen, gibt es hier, sowie ebenfalls drei Terrassen – auf dem Plätzchen vor dem Haus, neben dem Gebäude und im geschützten Innenhof, wo es eine eigene Theke gibt.
Besonders stolz ist Raspa, der vor seiner Tätigkeit im „Laternchen“ in einem Weinhaus gearbeitet hatte, auf seine sehr große Weinkarte: Mehr als 100 Sorten aus allen möglichen Ländern und Regionen sind mittlerweile vorrätig. Neben dem regulären Betrieb finden regelmäßige Weinverkostungs-Abende statt. Zudem rüstet sich das Team aktuell für die Advents- und Weihnachtszeit. In den kommenden Wochen werden die Räumlichkeiten saisonal geschmückt.
Sowohl an den beiden Weihnachtstagen, 25. und 26. Dezember, als auch an Silvester, lädt das „Laternchen“ zu Menü-Abenden ein. An Weihnachten gibt es ein dreigängiges Menü mit Komponenten nach Wahl (44 Euro mit Suppe, 52 Euro mit Vorspeise). An Silvester beginnt der Menü-Abend um 18 Uhr. Die sechs Gänge kosten 115 Euro, inklusive eines gemeinsamen Feuerwerks zu Mitternacht. Genaue Informationen auf der Webseite des „Laternchen“.
www.laternchen-restauranthotel.de
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Um die verschiedenen Möglichkeiten und Erfolge der Alphabetisierung aufzeigen, berichten dabei häufig „Lernbotschafter“, die selbst noch nicht ausreichend literalisiert sind, von ihren persönlichen Erfahrungen. Wir müssen uns weiter vernetzen und austauschen – möglichste über alle Ebenen hinweg”, sagt Robert Voigtsberger. Auch wenn europaweite Studien belegten, dass das Problem in anderen industrialisierten Ländern wie England und Frankreich ebenfalls und ähnlich ausgeprägt sei, sollte es vor Ort und möglichst ohne Vorurteile angegangen werden.
Weitere Informationen zu dem deutschlandweit aktiven Projekt „ALFA-Mobil“ gibt es im Internet.
Die Bildungschancen für Kinder und Jugendliche sind in Deutschland weiterhin ungleich verteilt. Noch immer hat die soziale Herkunft einen großen Einfluss auf den schulischen und beruflichen Werdegang.
„Panorama“ ist ein Projekt, das Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen nachhaltig für Musik begeistern und ihnen ermöglichen möchte, ein Instrument zu erlernen, damit sie frei von sozialen Unterschieden, ihre Potenziale entfalten können.
Für Kölner Kinder ohne Kita-Platz
Der präventive Bildungsansatz von „Panorama“ wird bereits in Berlin und Hannover erfolgreich praktiziert. Ab August möchten die Projektgründer auch sozial benachteiligten Kindern in Chorweiler mit Musikunterricht neue Horizonte eröffnen. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Drei- und Vierjährige, die keinen Kitaplatz bekommen haben – was in Chorweiler 25 Prozent aller Kinder ausmacht. Jedes zweite Kind wächst in einer Familie auf, die auf staatliche Hilfe angewiesen ist.
Alles zum Thema Musik
„Diesen Kindern fehlt der Austausch mit Gleichaltrigen, das spielerische Erkunden der Umgebung, das Musizieren, Singen und Tanzen. Wir möchten ihnen mit unserem Musikprojekt eine Chance geben, stark und selbstbewusst zu werden“, sagt Lisa Olischläger. Unterstützt wird die „Panorama“-Projektleiterin von Friderike Fischer von der evangelischen Hoffnungsgemeinde.
Diesen Kindern fehlt der Austausch mit Gleichaltrigen, das spielerische Erkunden der Umgebung, das Musizieren, Singen und Tanzen. Wir möchten ihnen mit unserem Musikprojekt eine Chance geben, stark und selbstbewusst zu werden
Lisa Olischläger, „Panorama“-Projektleiterin ChorweilerDas Projekt erstreckt sich über sechs Jahre und ist in altersgerechte Schwierigkeitsstufen gegliedert. Am Anfang steht Gruppenpädagogik und gemeinsames Musizieren im Vordergrund, es wird gesungen, geklatscht und getanzt. Anschließend basteln die Kinder eine Geige aus Pappe und lernen so das Instrument spielerisch kennen. Am Ende steht das gemeinsame Orchesterspiel.
Kinder gesucht, die vom Projekt profitieren
Aktuell gibt es eine enge Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und sozialen Initiativen im Stadtteil. Gemeinsam versucht man, die betroffenen Kinder ausfindig zu machen, was nicht einfach ist, da sie nicht in der Kita oder anderen Einrichtungen angemeldet sind. „Wir verteilen Flyer in Kinderarztpraxen, sozialen Einrichtungen, bei der Ausgabestelle der Kölner Tafel und sprechen vor Ort direkt die Familien an“, sagt Olischläger, die ehrenamtlich bei der Tafel mitarbeitet, um die Kinder zu finden, die von dem Projekt profitieren könnten.
„Wir möchten 16 Jungen und Mädchen ab drei Jahren die Chance geben, ihre Zukunftschancen aktiv zu verbessern. Wir sind der Auffassung, dass jedes Kind ungeachtet seines sozialen, kulturellen oder religiösen Hintergrunds eine faire Chance haben muss, sein Potenzial zu entdecken und zu entfalten“, so die 20-Jährige, die Sozialpädagogik und Management studiert.
Dreimal pro Woche Geigenunterricht
Geplant ist, im Sommer mit der Umsetzung zu starten. Der Geigenunterricht soll dreimal wöchentlich stattfinden, immer am gleichen Tag, zur gleichen Uhrzeit, für jeweils 45 Minuten. „Damit möchten wir den Kindern Kontinuität und eine feste Tagesstruktur bieten“, so Olischläger. Die Gruppen sind bewusst klein gewählt, damit jedes Kind individuell gefördert werden kann.
Zum Gelingen des Projekts fehlen noch zwei Mitarbeitende für je sechs Stunden pro Woche. Gesucht werden Musik- oder Violinpädagogen und Erzieher, beziehungsweise Erzieherinnen. Vorhanden sind dagegen die Instrumente: In den künftigen Unterrichtsräumen am Pariser Platz warten rund 80 Geigen auf ihren Einsatz – gestiftet von der Hans-Thomann-Stiftung aus Süddeutschland. Auch „wir helfen“ unterstützt das Projekt, das langfristig etabliert werden soll.
Mehr Schulfreude, bessere soziale Kompetenzen
„Wir möchten Kinder vor allem in ihrer Persönlichkeit stärken. Wer einmal in einem Orchester mitgespielt hat, der erlebt Gemeinschaft, lernt aber auch, dass man bei der Sache bleiben muss, damit das gemeinsame Spiel nicht durcheinander gerät“, sagt Olischläger. Die Ergebnisse der Studie „Panorama in der Schule, Herausforderungen und Potenziale“ der Universität Erlangen-Nürnberg zeigen: „Die Schulfreunde der Panoramakinder ist wesentlich größer als die der Vergleichsgruppe, ihr Selbstbewusstsein ist stärker und sie verfügen über bessere soziale Kompetenzen.“ Lisa Olischläger hofft auf breite Hilfe bei der Suche nach Kindern in Chorweiler, denen neue Horizonte eröffnet werden sollen.
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