Ăber 30 Jahre #Rennradfahren und heute den 1. #Schlauchreifen montiert. Den Schrecken hat's echt verloren und war extrem einfach. Materialtipp: Continental Sprinter Schlauchreifen + Tufo Schlauchreifenklebeband Extreme Road. Reifen lieĂ sich einfach aufziehen und mit dem Klebeband gab es kein Verrutschen, Schlag im Reifen oder Sauerei. Da hatte ich bei Clinchern schon ganz anderes erlebt! Und das Gewicht, ein TrĂ€umchen đ
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Die kryptographische Praxis benötigt oft viele Zufallszahlen binnen weniger Augenblicke. Pures Chaos ist der Rohstoff fĂŒr den Zahlenzufall, den zu gewinnen sich als schwieriger erweist, als zu vermuten wĂ€re. Ein Einsatzbericht von Charlys Chaostagen. Ich kann mit einem Computer ein groĂes Durcheinander anrichten, aber heute gehtâs um ein ordentliches Chaos. Ich will Zufallswerte von hoher QualitĂ€t, das bedeutet von minimaler Vorhersagbarkeit, erzeugen. Wer in die Katakomben kryptographischer Funktionen hinabsteigt, benötigt einen guten und schnellen Zufallsgenerator, etwa um einen SchlĂŒssel aus wirklich zufĂ€lligen, nicht vorhersagbaren Daten zu generieren. An qualitativ hochwertiges Chaos zu gelangen erfordert KreativitĂ€t. Findige Köpfe haben Methoden ersonnen, Zufallszahlen aus der Blasenbildung in einer Lavalampe zu gewinnen, aus dem Rauschen eines ĂŒbersteuerten Mikrofoneingangs und den Luminanzwerten eines Kamerasensors in einer schwarzen verschlossenen Box. All das funktioniert gut, ist aber sehr langsam. Gut und wenig oder viel und schlecht Auf Linux-Systemen ist es das gleiche Dilemma. Im Blockdevice »/dev/random« steht eine gewisse Menge von Zufallsdaten bereit, die der Kernel aus unvorhersehbaren Hardware-Interrupts (Tastatur, Maus, Platten, âŠ) errechnet. Das ist der Grund, warum manche SchlĂŒsselgeneratoren den Benutzer dazu auffordern, wild auf die Tastatur einzudreschen, wĂ€hrend der SchlĂŒssel erzeugt wird. Die QualitĂ€t des Zufalls aus »/dev/random« reicht fĂŒr die meisten kryptographischen Zwecke aus, nicht aber die Menge. Andererseits gibt es »/dev/urandom« , das eine groĂe Menge Zufallsdaten von minderer QualitĂ€t liefert, die fĂŒr VerschlĂŒsselungstechniken wertlos sind. Zu allem Ăberfluss kommen sich beide in die Quere, denn wenn ich »/dev/urandom« um Zufallswerte bitte, saugt er zunĂ€chst einmal den Entropie-Pool seines Bruders »/dev/random« leer, um die eigenen Ergebnisse ein wenig aufzuhĂŒbschen. Prozessorgeflimmer Einen Lösung verspricht Havege (Hardware Volatile Entropy Gathering and Expansion, [1]). Das Verfahren macht sich den Umstand zunutze, dass moderne Prozessoren Elemente zur Verzweigungsvorhersage (Branch Prediction), Caches, Pipelines und vieles mehr besitzen. Das normale Benutzen der CPU löst ein Trommelfeuer an StatusĂ€nderungen bei Tausenden dieser Elemente aus, und genau daraus produziert das Havege-Verfahren viel und hochwertigen Zufall. Die Linux-Implementation des Havege-Verfahrens heiĂt wenig ĂŒberraschend Haveged [2]. Er gehört zum Lieferumfang der meisten Linux-Distributionen und geht nach der Installation ganz ohne Umschweife, sprich ohne Konfiguration, ans Werk. Auf meinem Ubuntu-Testsystem verzehnfachte sich die GröĂe des verfĂŒgbaren Entropie-Pools nach dem Start von Haveged binnen weniger Sekunden (siehe Abbildung 1). Den FĂŒllstand des Pools teilt mir der Kernel freundlicherweise unter »/proc/sys/kernel/random/entropy_avail« fortlaufend mit. Mein Fazit: Wer mit kryptographischen Funktionen arbeitet, und sei es nur, dass er gelegentliche einen SchlĂŒssel feilt, sollte Haveged installieren. Der Daemon arbeitet unauffĂ€llig und praktisch wartungsfrei, ist aber sehr wirksam. Es ist kein Zufall, dass er so lange zu meinem Standard-Werkzeugkasten gehören soll, bis ich eine Methode gefunden habe, den Zustand meines Arbeitszimmer kryptographisch abzubilden. (jk) Infos Havege: http://www.irisa.fr/caps/projects/hipsor/ Haveged: http://www.issihosts.com/haveged/ Der Autor Charly KĂŒhnast administriert Unix-Systeme im Rechenzentrum Niederrhein in Kamp-Lintfort. Zu seinen Aufgaben gehören die Sicherheit und VerfĂŒgbarkeit der Firewalls und der DMZ. Im heiĂen Teil seiner Freizeit frönt er dem Kochen, im feuchten Teil der SĂŒĂwasseraquaristik und im östlichen lernt er Japanisch.