(Edition F) Queerfeindlichkeit steigt: Drag Queen Marcella Rockefeller über ihre Erfahrungen

In der 59. Folge unseres Podcasts “Echt & Unzensiert” ist Drag Queen Marcella Rockefeller zu Gast. Sie spricht mit Host Tino Amaral nicht nur darüber, wie es ist, eine Drag Queen zu sein, sondern vor allem auch über die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen in Deutschland.

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Queerfeindlichkeit steigt: Drag Queen spricht Klartext

Das digitale Zuhause für Frauen, die sich in Job und Leben verwirklichen wollen. Und ihre Freunde.

EDITION F

(Frankfurter Rundschau) Queer-Feindlichkeit steigt: “Angst verbreiten ist Währung für Rechte”

Geschlechterforscherin Gundula Ludwig über die gefühlte natürliche Ordnung, Heteronormativität und die ungute Rolle von Alice Schwarzer.

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(NDR) Zahl der erfassten Straftaten gegen sexuelle Minderheiten steigt: Queere Menschen fordern Verfassungsänderung

Sachbeschädigung, Beleidigung, Körperverletzung: Die Zahl der angezeigten Straftaten gegen sexuelle Minderheiten steigt – auch in Schleswig-Holstein. Betroffene wünschen sich stärkeren rechtlichen Schutz.

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Doch, der Meeresspiegel in Venedig steigt

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Faktencheck

Doch, der Meeresspiegel in Venedig steigt

AfD-Politiker Miguel Klauß behauptet, der Meeresspiegel in Venedig habe sich seit über 1.500 Jahren nicht verändert. Doch Messdaten zeigen: Der Meeresspiegel in Venedig steigt und die Stadt sinkt.

von Sarah Thust

16. Mai 2025

In Venedig ist von Herbst bis Frühjahr Hochwassersaison. Das heißt, es kommt öfter vor, dass Plätze und Gebäude überflutet werden und Touristen auf Gummistiefel umsteigen. (Symbolbild: Antonio Gravante / Shotshop / Picture Alliance) Behauptung

Der gleichbleibende Meeresspiegel, zum Beispiel in Venedig in Italien seit über 1.500 Jahren, sei der Beweis für Klimaschwindel.

Aufgestellt von: AfD-Landtagsabgeordneter Miguel Klauß Datum:
03.05.2025

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Falsch. Der Meeresspiegel in Venedig bleibt nicht gleich – er stieg allein zwischen 1993 und 2023 durchschnittlich um 4,5 Millimeter pro Jahr. Laut der Kommune Venedig haben sich zudem in den vergangenen Jahren die jährlichen Hochwasser gehäuft.

Der AfD-Landtagsabgeordnete aus Baden-Württemberg, Miguel Klauß, veröffentlichte Anfang Mai ein Video von sich in Sozialen Netzwerken und behauptet: Der gleichbleibende Meeresspiegel, zum Beispiel in Venedig seit über 1.500 Jahren, sei „der beste Beweis für den Schwindel der Klimasekte“. Auf Tiktok und Instagram erhielt sein Video hunderte Likes. 

Doch Klauß’ Behauptung ist falsch. Der Meeresspiegel in Venedig bleibt nicht gleich, wie die Aufzeichnungen der Pegelstände vor Ort seit 1872 belegen. 

Im letzten Jahrhundert ist der Meeresspiegel in Venedig um rund 30 Zentimeter gestiegen – gleichzeitig ist die Stadt um etwa 25 Zentimeter gesunken, wie eine Studie zeigt.

Das Video zeigt Miguel Klauß, AfD-Landtagsabgeordneter aus Baden-Württemberg, in einem Zug und dazu die Falschbehauptung, der Meeresspiegel sei in Venedig gleich geblieben (Quelle: Instagram; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Das italienische Institut für Umweltschutz und Forschung (Ispra) schreibt über den Meeresspiegelanstieg in Venedig: „Im Zeitraum 1872–2023 stieg der Pegel im Durchschnitt um 2,5 mm pro Jahr, wobei die Tendenz im Laufe der Zeit nicht immer konstant und gleichmäßig ist.“ In den letzten dreißig Jahren habe sich der Anstieg des durchschnittlichen Meeresspiegels fast verdoppelt (4,5 mm pro Jahr).

„Acqua alta“ – zusätzliche Belastung, die laut einer Studie wahrscheinlicher wird

Der Anstieg des Meeresspiegels ist nicht die einzige Belastung, der die Stadt ausgesetzt ist: Sie wurde auf einer Inselgruppe in einer Mittelmeer-Lagune erbaut, die Häuser stehen auf sandigem, matschigem Boden, der unter dem Gewicht immer mehr nachgibt. Immer wieder berichten Medien über Bauprojekte und Versuche, Venedig vor dem Versinken zu retten. 

Dazu kommen die saisonalen Hochwasser in der kalten Jahreszeit, auch „Acqua alta“ genannt. Dabei drückt eine starke Flut – begleitet von niedrigem Luftdruck und Wind – Wassermassen in die Lagune und Hochwasser überfluten infolgedessen kurzzeitig die Stadt. Auf ihrer Website informiert die Kommune Venedig Touristen, dass Fußgängerwege bis zu einem Pegelstand von 1,20 Metern genutzt werden können. 

Die Höchststände bisher: Bei einer Sturmflut im November 1966 erreichte der Pegel 1,94 Meter. Im November 2019 kam es zu Hochwassern, bei denen der Pegel auf 1,87 Meter stieg.

Hochwasser in Venedig sind in der Regel von kurzer Dauer: Wenn beispielsweise die Flut einen Höchstwert von 120 Zentimetern erreicht, dauert sie im Durchschnitt weniger als anderthalb Stunden. Bis zu dieser Schwelle kann man sich in Venedig mit Gummistiefeln noch frei bewegen. Den höchsten Punkt bei 1,94 Meter erreichte die Sturmflut im Jahr 1966. (Quelle: Kommune Venedig; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Ein Stück weit sind Hochwasser in Venedig also normal, doch die Intensität und Häufigkeit der Überschwemmungen soll laut aktuellen Auswertungen des italienischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie kontinuierlich zunehmen. Auch die Kommune Venedig berichtet auf ihrer Webseite, dass seit den 60er Jahren eine Zunahme der Hochwasserstände (von mehr als 1,10 Metern) zu beobachten sei. „Während wir zu Beginn des letzten Jahrhunderts ein Ereignis mit Wasserständen von über 110 cm pro Jahr beobachten konnten, waren es in den vergangenen Jahren durchschnittlich 5–6 Ereignisse pro Jahr.“ Ebenso habe die Anzahl der Ereignisse mit sehr niedrigem Wasserstand mit der Zeit abgenommen.

Der Meeresspiegel steigt weltweit

Auch dass der Meeresspiegel durch den Klimawandel weltweit im Schnitt ansteigt, ist durch Messungen belegt. Laut einem Sonderbericht des Weltklimarates IPCC von 2019 ist der Meeresspiegel zwischen 1902 und 2010 weltweit durchschnittlich um 16 Zentimeter angestiegen (PDF zum Download). Dabei habe sich die Geschwindigkeit des Anstiegs in den letzten Jahrzehnten mehr als verdoppelt – von 1,4 auf 3,6 Millimeter pro Jahr. Gründe dafür seien die Erwärmung der Ozeane, wodurch sich das Wasser ausdehnt, und das Abschmelzen der Gletscher und der Polarkappen.

Regionale Extremwetter wie Hoch- oder Niedrigwasser werden zudem wahrscheinlicher, wie unterschiedliche Forschungsarbeiten nahelegen. Darüber haben wir bereits in mehreren Faktenchecks berichtetet. 

Es ist nicht das erste Mal, dass AfD-Politiker Klauß eine Falschbehauptung verbreitet. Da er vorherige Fragen nicht beantwortet hat und schrieb, er wolle nicht mehr von CORRECTIV kontaktiert werden, haben wir für diesen Faktencheck von einer Anfrage an den Politiker abgesehen. 

Falschbehauptungen über den Klimawandel nutzen häufig falsche Angaben zum Meeresspiegelanstieg

Um den Klimawandel infrage zu stellen, werden immer wieder Falschbehauptungen über ein angebliches Gleichbleiben des Meeresspiegels in Sozialen Netzwerken gestreut. Häufig werden dafür historische und neue Luftaufnahmen von Küsten gegenübergestellt, zum Beispiel von Dubai, Sydney, Malta oder der Freiheitsstatue in New York. Zu einem Bild aus Rio de Janeiro hieß es zum Beispiel, der Meeresspiegel dort sei seit 1880 gleichgeblieben – das war ebenfalls falsch, wie Messungen belegen.

Redigatur: Matthias Bau, Kimberly Nicolaus

Die wichtigsten, öffentlichen Quellen für diesen Faktencheck:

  • Messungen des Meeresspiegels in Venedig, Kommune Venedig, archiviert am 13. Mai 2025: Link
  • Mittlerer Anstieg des Meeresspiegels in Venedig, Institut für Umweltschutz und Forschung, archiviert am 6. Mai 2025: Link

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Author: Sarah Thust

#meeresspiegel #steigt #venedig

Kreativer Ausgleich: Beliebtheit von Handarbeitskursen steigt – Anbieter in Köln

Kreativer AusgleichBeliebtheit von Handarbeitskursen steigt – Anbieter in Köln

Von

Rika Kulschewski

26.04.2025, 16:12 Uhr

Lesezeit 3 Minuten

Eine Frau töpfert. (Symbolbild)

Copyright: Rika Kulschewski

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Angebot und Nachfrage von Kreativkursen werden immer höher. Zwei Angebote in Köln sind laut dem Buchungsportal Konfetti besonders beliebt.

„Die Menschen verschenken gerne Zeit und sie wollen selbst etwas kreieren, mit den Händen, offline“, sagt Tobias Fezer, „im Alltag sind wir alle immer mehr digital unterwegs, Handarbeit ist ein schöner Gegensatz und Ausgleich“. Fezer ist der Geschäftsführer der Konfetti GmbH. Auf der Webseite gokonfetti.com können Interessierte Kreativkurse in Deutschland und Österreich buchen.

Er stellt klar fest: Angebot und Nachfrage werden immer mehr. Eine Studie von McKinsey & Company zeigte 2024 auf, dass die Menschen in den USA immer lieber Geld für Erfahrungen und weniger für Dinge ausgeben. Fezer sieht diesen Trend auch in Deutschland. Und auch in Köln scheint es immer mehr Angebote zum Töpfern, Malen, Knüpfen, Stricken und Co. zu geben.

„Corona hat diesen Trend nochmal ordentlich bestärkt“, glaubt Fezer, „zwei bis drei Jahre war das persönliche zusammen sein offline wenig möglich, das scheinen die Menschen nun nachholen zu wollen“. Über 2000 Partnerinnen und Partner bieten auf Konfetti über 9000 Kurse an. Das System funktioniere wie booking.com: Die Partnerinnen und Partner nutzen die Webseite als Software zum Vermarkten und zahlen dann, wenn sie Kurse über die Webseite verkaufen.

Kreativkurse werden immer beliebter

Und das passiere immer mehr, gebe eine Auswertung der Daten her. Diese Auswertung hat die Firma nun außerdem dazu genutzt, um die 30 beliebtesten Locations für Kreativkurse in Deutschland herauszufiltern. Zwei davon sind in Köln. Für die Liste hat das Unternehmen die Faktoren Buchungen, Bewertungen und allgemeine Zugriffszahlen einfließen lassen.

Natürlich können entsprechend nur Anbieterinnen und Anbieter auf der Liste auftauchen, die auch mit Konfetti zusammen arbeiten. „Das sind ein paar große Unternehmen, aber hauptsächlich Einzelpersonen, kleine Künstlerinnen und Künstler“, erklärt Fezer.

Aus Köln ist Kleines und Feines auf dem vierten Platz. Die Blumenwerkstatt in Köln-Porz gibt es seit 18 Jahren, seit rund zehn Jahren bieten sie unterschiedliche Kurse an – zunächst vor allem Blumenkränze binden, dann auch Makramee knüpfen und töpfern.

Workshops in Köln-Porz und Köln-Pesch besonders beliebt

Inhaberin Christina Knölke nimmt ebenfalls die immer höher werdende Nachfrage wahr. Vor allem Töpfern werde immer beliebter. „Die Kurse waren früher schon nicht unbeliebt, aber seit Corona hat das extrem angezogen“, sagt Knölke, „die Leute wollen zusammen sein und gemeinsam kreativ sein“.

Das denkt auch Susanne Riehl von You craft it. Das Atelier in Köln-Pesch ist auf Platz elf des Rankings von Konfetti gelandet. Riehl bietet in ihrem Atelier, in Cafés und in Krankenhäusern Aquarelle-Malstunden mit unterschiedlichen Themen an. „Immer wieder spiegeln mir Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie sehr sie das kreative Arbeiten entspannt“, sagt Riehl.

Viele Leute würden direkt nach der Arbeit zu den Kursen und vor Ort zur Ruhe kommen. Riehl denkt, dass die Menschen das immer mehr brauchen. „Beim kreativen Arbeiten kommen ganz andere Gehirnwellen als im Alltag in den Schwung, es gibt kein Richtig und kein Falsch, alles darf entstehen, es sind Unikate. Das freut die Leute total“.

#anbieter #ausgleich #beliebtheit #handarbeitskursen #kreativer #steigt

Rika Kulschewski

Freie Mitarbeiterin. In Bielefeld aufgewachsen, hat sie erst Station im Ruhrgebiet fürs Journalistik-Studium an der TU Dortmund gemacht. Längere Zwischenstopps in Neuseeland, Finnland und Tschechien, bevor sie für ihr Volontariat beim „Kölner Stadt-Anzeiger“ endlich im Rheinland angekommen ist. Jetzt lebt, studiert und schreibt sie in Köln. Sie interessiert sich für vieles, aber besonders für alles, was irgendwie unter Kultur fällt.

Kölner Stadt-Anzeiger

(Fresh) ColognePride steigt beim Rainbowfestival aus

Es war geplant, dass der ColognePride e.V. als Kooperationspartner beim von der Pro-Event Entertainment GmbH und Markus Krampe Entertainment Group erstmals veranstalteten Megaevent “Rainbow Festival” in Köln am Fühlinger See in Erscheinung tritt. Doch eine der angekündigten Bands steht inzwischen in der Kritik. Die “Village People”. Sie traten bei der Amtseinführungsparty von Donald Trump auf – und wollen alle Medien verklagen, die ihren Hit “YMCA” als schwul bezeichnen. Verbände forderten die Veranstalter auf, die Band auzuladen. Da dies vertraglich nicht mehr möglich ist, entschied sich nun der Vorstand des Cologne-Pride e.V., der die Band-Absage ebenfalls forderte, die Kooperation in diesem Jahr pausieren zu lassen. Hugo Winkels erläutert im FRESH-Interview, warum.

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#colognepride #fresh #rainbowfestival #steigt

ColognePride steigt beim Rainbowfestival aus

ColognePride steigt beim Rainbowfestival aus „Village People”-Auftritt in der Kritik – Verträge nicht mehr kündbar dd. Es war geplant, dass der ColognePride e.V. als Kooperationspartner beim von der Pro-Event Entertainment GmbH und Markus Krampe Entertainment Group erstmals veranstalteten Megaevent „Rainbow Festival” in Köln am Fühlinger See in Erscheinung tritt. Doch eine der angekündigten Bands steht […]

Unter #Faschisten #steigt die #Armut? Niemand, außer #AFD-Blödis, ist überrascht 🤦‍♂️🤬

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Immer wieder werden historische Bilder herangezogen, um den menschengemachten Klimawandel und einen damit verbundenen Anstieg der Meeresspiegel in Frage zu stellen. Auf Facebook werden aktuell zwei Bilder des Hafens der australischen Stadt Sydney geteilt – eines soll aktuell sein, das andere von 1932. „So sieht ein dramatischer Anstieg des Meeresspiegels aus“, heißt es dazu. Die Aussage ist offenbar sarkastisch gemeint, denn ein Anstieg ist auf den Fotos nicht zu erkennen. Der Beitrag wurde tausende Male geteilt, auch auf X, Facebook und Telegram verbreitete sich der Bildvergleich.

Wie schon zuvor bei ähnlichen Behauptungen in Bezug auf Rio de Janeiro, New York und Dubai taugen die Bilder nicht als Beweis, ob der Meeresspiegel in der jeweiligen Region steigt oder nicht. Dafür müssen Messdaten herangezogen werden – und die zeigen, dass auch in Sydney der Meeresspiegel steigt.

In einem Facebook-Beitrag wird angedeutet, an zwei Bildern lasse sich erkennen, dass es in Sydney in den vergangenen Jahrzehnten keinen Anstieg des Meeresspiegels gegeben habe. Das ist falsch. (Quelle: X; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Vergleich zweier Fotos ist kein Beweis für ein Gleichbleiben des Meeresspiegels 

Das obere Schwarzweiß-Foto in den Beiträgen stammt tatsächlich von 1932. Über eine Bilder-Rückwärtssuche finden wir das Bild in einem Online-Archiv der australischen Nationalbibliothek. Demnach wurde es am 19. März 1932 vom Norden Sydneys aus aufgenommen. Darauf ist die damals eröffnete Hafenbrücke zu sehen. Das bekannte Operngebäude fehlt – die Bauarbeiten dazu begannen erst 1959.

Das Foto unten in den Beiträgen, das mit „aktuell“ betitelt ist, kursiert laut Bilder-Rückwärtssuchen schon mindestens seit 2013 im Netz. Ein exaktes Datum lässt sich jedoch nicht ermitteln. Völlig unklar ist auch, ob die Fotos während einer Ebbe oder einer Flut aufgenommen wurden.

Selbst wenn Fotos zur gleichen Uhrzeit unter gleichen atmosphärischen Bedingungen gemacht wurden, sind sie als Beleg nutzlos, wie uns Kristina Hill, Professorin an der Universität von Kalifornien, Berkeley, für einen vorherigen Faktencheck erklärte. „[Das] ist das Äquivalent dazu, dass ich Ihnen zwei Nachtfotos als Beweis dafür zeige, dass die Sonne nie aufgeht“, schrieb sie damals in Bezug auf eine ähnliche Behauptung zu New York.

Messdaten belegen Anstieg des Meeresspiegels im Hafen von Sydney

Laut einem Bericht des Deutschen Klima-Konsortiums steigen die Meeresspiegel weltweit betrachtet „nicht gleichmäßig wie in einer Badewanne“. Satellitenbeobachtungen zeigen, dass sich der Anstieg der Meeresspiegel regional erheblich unterscheidet. Für die Beurteilung des Risikos vor Ort, komme es folglich nicht nur auf die globale Entwicklung an, sondern auch auf die regionale Verteilung des Meeresspiegelanstiegs.

Forschende verlassen sich nicht auf die Analyse von einzelnen Bildern, sondern auf die Daten von Messstationen. Diese belegen einen Anstieg des Meeresspiegels im Hafen Sydneys.

Messdaten von Fort Denison (rot markiert) belegen den Anstieg des Meeresspiegels im Hafen von Sydney. Die Brücke (gelb markiert) und das Opernhaus (grün markiert), die in den Beiträgen im Netz zu sehen sind, sind in der Nähe. (Quelle: Google Earth Pro; Screenshot und Markierungen: CORRECTIV.Faktencheck)

Im Hafen von Sydney messen zwei Stationen den Meeresspiegel – und zwar schon seit über einem Jahrhundert. Sie befinden sich auf der Insel Fort Denison, die auch die Namen Mattewanye, Muddawahnyuh oder Pinchgut Island trägt. Sie belegen einen Anstieg des Meeresspiegels dort über die Jahrzehnte, wie eine Auswertung der US-amerikanischen Wetter- und Ozeanografiebehörde National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) dieser Messdaten zeigt, wie auch in einem Diagramm auf der Webseite von NOAA zu erkennen ist:

Eine Auswertung der US-amerikanischen Wetter- und Ozeanografiebehörde NOAA zeigt, dass der Meeresspiegel im Hafen von Sydney ansteigt (Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Die Messdaten wurden von saisonalen Schwankungen bereinigt, die durch unterschiedliche Temperaturen, Salzgehalte, Winde, atmosphärische Drücke und Meeresströmungen entstehen. Basierend auf Daten von 1886 bis 2022 stieg der Meeresspiegel demnach in hundert Jahren um rund 8 Zentimeter. Der relative Meeresspiegel-Anstieg beträgt 0,8 Millimeter pro Jahr.

Das ist laut einem Bericht der Europäischen Umweltagentur (EAA) geringer als der globale Anstieg, der von 1900 bis 2020 bei durchschnittlich 1,7 Millimetern pro Jahr – und insgesamt bei 21 Zentimetern – lag. Seit den 1990er-Jahren steigt der Meeresspiegel noch schneller, Hauptursache ist laut der EAA der Einfluss des Menschen.

Redigatur: Gabriele Scherndl, Sarah Thust

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Author: Max Bernhard

https://www.bachhausen.de/auch-in-sydney-steigt-laut-messungen-der-meeresspiegel-fotos-sind-kein-gegenbeweis/

#fotos #gegenbeweis #meeresspiegel #messungen #steigt #sydney

Auch in Sydney steigt laut Messungen der Meeresspiegel – Fotos sind kein Gegenbeweis

Zwei Bilder sollen zeigen, dass der Meeresspiegel vor Sydney nicht angestiegen ist – doch Messdaten belegen das Gegenteil.

correctiv.org

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Faktencheck

Auch vor Dubai steigt der Meeresspiegel – Video im Netz führt in die Irre

In Sozialen Netzwerken verbreitet sich ein Video, mit dem der Meeresspiegelanstieg vor Dubai in Frage gestellt wird. Doch die Aufnahmen sind dafür kein Beweis. Ein Bericht der Weltorganisation für Meteorologie zeigt: Auch vor Dubai steigt der Meeresspiegel.

von Matthias Bau

04. Juli 2024

Dubai ist unter anderem für die künstliche Halbinsel „Palm Jumeirah“ berühmt (Quelle: Nicolas Economou / NurPhoto / Picture Alliance) Behauptung

Der Meeresspiegel an der Küste Dubais sei seit 1984 nicht gestiegen.

Aufgestellt von: Beiträgen auf X, Facebook und Telegram Datum:
02.06.2024

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Falsch. Messungen belegen, dass der Meeresspiegel weltweit im Mittel steigt. Im Persischen Golf vor Dubai ist der Meeresspiegel seit 1993 um rund vier Millimeter pro Jahr gestiegen, das ist mehr als im globalen Durchschnitt.

Den Anstieg des Meeresspiegels durch den Klimawandel in Frage zu stellen, scheint das neue Thema der Klimawandelleugnung zu sein. Erst im Mai 2024 hieß es online, in Rio di Janeiro sei der Meeresspiegel seit 1880 gleichgeblieben. Das war falsch. Im Mai 2023 prüften wir einen ähnlichen Fotovergleich zur Freiheitsstatue in New York. Nun soll ein Zeitraffervideo mit Satellitenaufnahmen zeigen, dass sich auch vor Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten der Meeresspiegel seit 1984 nicht ändert. 

Ein englischsprachiger Tweet vom 2. Juni 2024 mit dem Video erreichte 4,3 Millionen Ansichten und wurde rund 7.700 Mal geteilt. Auf Deutsch verbreitete sich das Video auf Facebook und Telegram. Wir erklären, warum es in die Irre führt.

Anders als mit einem Video in diversen Sozialen Netzwerken suggeriert wird, steigt der Meeresspiegel vor Dubai (Quelle: Telegram; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Video von der Küste Dubais wurde mit Google Earth erstellt und soll Klimawandel in Frage stellen

Nach und nach verändert sich im Zeitraffervideo die Küste Dubais. Zuerst verdichtet sich die Bebauung, dann entstehen die berühmten, künstlich angelegten Palmeninseln „Palm Jumeirah“ und „Palm Jebel Ali“ und die Inselgruppe „Die Welt“. Erstellt wurde das Video mit dem Kartendienst Google Earth. Über die Zeitrafferfunktion lassen sich dort nacheinander Satellitenaufnahmen seit 1984 abspielen. 

Auf Google Earth lässt sich das Zeitraffervideo von der Küste Dubais mit wenigen Klicks erzeugen (Quelle: Google Earth; Screenshot und Markierung: CORRECTIV.Faktencheck)

In Sozialen Netzwerken verbreitet sich das Video teils mit dem ironischen Kommentar: „Der schockierende Anstieg des Meeresspiegels der letzten 40 Jahre“. Die Intuition dahinter ist klar: Von einer Überschwemmung der Küste in Folge des Meeresspiegelanstiegs durch den Klimawandel ist nichts zu sehen. Medien und Wissenschaft würden also lügen, wenn sie den Klimawandel und seine Konsequenzen thematisieren, so der Schluss.

Satellitenaufnahmen Dubais widerlegen den Meeresspiegelanstieg nicht

Dass der Meeresspiegel durch den Klimawandel weltweit im Mittel ansteigt, ist durch Messungen belegt. Laut einem Sonderbericht des IPCC von 2019 ist der Meeresspiegel zwischen 1902 und 2010 weltweit durchschnittlich um 16 Zentimeter angestiegen. Dabei habe sich die Geschwindigkeit des Anstiegs in den letzten Jahrzehnten mehr als verdoppelt, von 1,4 auf 3,6 Millimeter pro Jahr. Gründe dafür seien die Erwärmung der Ozeane, wodurch sich das Wasser ausdehnt und das Abschmelzen der Gletscher und der Polarkappen.

Von oben und aus weiter Distanz, wie bei Satellitenaufnahmen, lässt sich ein Meeresspiegelanstieg von mehreren Zentimetern nicht erkennen. Zusätzlich ist unklar, ob die Aufnahmen bei Ebbe oder Flut entstanden sind. Durch die Gezeiten änderte sich der Meeresspiegel vor Dubai am 4. und 5. Juli 2024 zum Beispiel um rund einen Meter, das lässt sich auf mehreren Webseiten nachvollziehen (hier und hier). 

Meeresspiegel vor Dubai steigt seit 1993 etwa 4 Millimeter pro Jahr

Wie ein Bericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) aus dem Jahr 2024 zeigt, steigt der Meeresspiegel durch die globale Erwärmung auch vor Dubai. Eine Grafik darin zeigt, dass der Anstieg im Persischen Golf (rote Markierung) höher ist als der globale Durchschnitt. Laut WMO-Bericht beträgt er etwa 4,07 Millimeter pro Jahr.

Die WMO stellt auf dieser Karte dar, wo die Meere in Asien ansteigen und wo die Pegelstände sinken (Quelle: WMO; rote Markierung und Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Redigatur: Paulina Thom, Gabriele Scherndl

Die wichtigsten, öffentlichen Quellen für diesen Faktencheck:

  • Bericht der WMO aus dem Jahr 2024: Link (PDF)

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Author: Faktencheck-Redaktion

https://www.bachhausen.de/auch-vor-dubai-steigt-der-meeresspiegel-video-im-netz-fuehrt-in-die-irre/

#dubai #fuhrt #meeresspiegel #steigt #video

Auch vor Dubai steigt der Meeresspiegel – Video im Netz führt in die Irre

Anders als mit einem Video in Sozialen Netzwerken suggeriert wird, steigt der Meeresspiegel vor Dubai. Das zeigt ein Fachbericht.

correctiv.org
In einem Jahr geprägt von steigender Kriminalität und intensiver Polizeiarbeit zieht die Kantonspolizei Freiburg Bilanz. Trotz Herausforderungen konnte sie die Sicherheit der Bevölkerung aufrechter #Kriminalität #steigt: #Freiburg #kämpft #Verbrechen #2023 https://polizeireport.ch/news/132392/Blaulicht/Kriminalitt-steigt-Kantonspolizei-Freiburg-kmpft-gegen-Verbrechen-im-Jahr-2023?utm_source=dlvr.it&utm_medium=mastodon
Anstieg von Kriminalität im Kanton Freiburg: Herausforderungen und Massnahmen

In einem Jahr geprägt von steigender Kriminalität und intensiver Polizeiarbeit zieht die Kantonspolizei Freiburg Bilanz. Trotz Herausforderungen konnte sie die Sicherheit der Bevölkerung aufrechterhalten und ihre Aufgaben effektiv priorisieren. Das Jahr 2023 war geprägt von einem Anstieg der Kriminalität und der Polizeitätigkeit, doch die Kantonspolizei Freiburg hielt stand und setzte weiterhin den Schutz der Bevölkerung und Behörden an oberste Stelle.