Stadtbild-Debatte
Wer sehen kann, versteht unter #Stadtbild verständlicherweise das #optische Bild.
Das #akustische Stadtbild ist für alle, die zumindest hören können, nicht unwichtiger.
Wer weder sehen noch hören kann, wird im Nu aus dem optischen und akustischen Stadtbild gefegt. Die #Stadt von heute ist eine #Autostadt.
Hier ist die Gelegenheit, uns ein paar ruhige Minuten zu gönnen. Wer meinen gestrigen Beitrag "Klimakrise – nur noch ein Nischenthema?" nicht kennt, könnte ihn zwischendurch lesen und das dort verlinkte Feature hören.
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Gestern in einem eher ruhigen Stadtteil von #Münster an einer Straße zum nächsten Stadtteil:
Wir gehen einige Hundert Meter in Richtung des nächsten Ortsteils. #Auto an Auto fährt von hinten an uns vorbei, in einer (etwa) Zehnergruppe, die von der letzten Ampel kommt. Laut, laut, laut jedes einzelne Auto.
Dann Pause.
Ich sage: "Endlich mal wieder Ruhe!" Und dann kommt aus der Gegenrichtung eine Gruppe Karren herangerauscht, wohl von der Ampel in 1km Entfernung.
DAS ist das Stadtbild, das mich stört - da brauche ich nicht meine Töchter zu fragen.
Das in etwa war für uns vor ein paar Jahrzehnten ein Grund, das Auto und Autofahren abzuschaffen und auch nicht wieder aufzunehmen.
Auch olfaktorisch hat das Stadtbild einiges zu bieten. https://de.wikipedia.org/wiki/Olfaktorische_Wahrnehmung .
Würden die Menschen den #Reifenabrieb riechen...
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Nachtrag
Fast hätte ich diesen Aspekt des Stadtbildes übersehen:
Die 4-rädrigen #Fahrzeuge sind statistisch über 90% der Zeit #Stehzeuge https://taz.de/Rekordzulassungen-von-Autos/!6019342/ . Wer keinen eigenen Abstellplatz über Nacht oder auch am Tag bei Einkäufen hat - oder sich die Fahrt in ein gebührenpflichtiges Parkhaus nicht zutraut (weil da soviele andere rumlungern), stellt das Stehzeug auf der Straße, am besten auf dem angrenzenden Gehweg ab. Ganz so wie wir Radfahrer das zu tun pflegen:
am einfachsten mit dem Vorderrad auf dem Bürgersteig und dem Hinterrad auf der Straße. Wer das nicht gut findet, soll sich nicht so anstellen.