" Deshalb lassen wir uns von dem, was uns zurzeit so sichtbar bedrängt, nicht ablenken, sondern richten unseren Blick auf das, was jetzt noch unsichtbar ist. Denn das Sichtbare vergeht, doch das Unsichtbare bleibt." 2. Korinther 4,18.
Sichtbar zurzeit: Krieg, Bomben, Terror, Spaltung in der Gesellschaft, Ängste, Wirtschaftskrise.
Unsichtbar oft, weil selten in den Nachrichten,aber dennoch wirksam: Solidarität, gelebter Glaube, Gebete, Liebe, Freundschaft, Menschen, die sich nicht beirren lassen und an ihrem Ort das Not-Wendige tun.
Und DAS ist es was zählt. Und was am Ende überdauert.
Predige ich mir auch gerade selbst.
#mikropredigt #Hoffnung #Vertrauen #Trotzdem #Resilienz #fedikirche #fedigebet #Jesus
"Jeder Engel ist schrecklich", sagte ich weiß nicht wer. Ist auch egal, wer es war. Vielleicht Martin Buber. Und Recht hat er. Engel sind nicht niedliche christkindartige Wesen. Wo sie auftauchen, hat Gott was zu sagen und das gleicht meist einem Erdbeben, das die Grundfesten menschlichen Denkens erschüttert, weil es unerhört und eine Zumutung ist. In diesem Fall: Gott wird ein Mensch wie ihr! Alles, was ihr je über ihn zu wissen meintet, könnt ihr knicken. Und jetzt steht nicht blöd rum. Besucht Gott in seiner Armut und Verletzlichkeit. Geht zu den Menschen. Macht euch auf. #fedikirche #mikropredigt #Weihnachten #Advent
Gedanken zur Nacht aus dem Kalender "Der andere #Advent". #Fedikirche #Gott #mikropredigt. Schlaft behütet.🌛☁️🛏️
Einen gesegneten und schönen Sonntag. Der Wochenspruch klingt sehr kämpferisch und in der Lutherübersetzung auch ganz anders: Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.
Glaube hat in der Ursprache Griechisch ein wesentlich breiteres Bedeutungsspektrum. Glaube, Vertrauen, Treue, Gehorsam. Alles, was eher nicht so angesagt ist bei kritisch denkenden Menschen. Glaube ist der vertrauensvolle Schritt ins Ungewisse. Glaube ist, das tun, was ich als richtig erkannt habe, auch gegen Widerstände. Und irgendwie fällt mir da mein Großonkel Willi ein, der in einem Moment nicht geahnter (auch von ihm selbst nicht) Kühnheit sich 1933 mit einer NSDAP Größe seines Dorfes angelegt hat. dieser legte ihm in Gegenwart mehrerer Gemeindeglieder Nähe, das Alte Testament aus seinen Predigten zu streichen. Es sei jüdisch. Onkel Willi riss die Hutschnur. Jesus sei doch auch kein "Deutscher Christ" gewesen. Dieser Vorfall zog einen üblen anonymen Herzartikel im "Stürmer nach nicht. "Pfarrer Müller ist reif für Dachau!" Wäre es fünf Jahre später gewesen, wäre er wohl auch dort gelandet. 1933 hatte er aber noch genug solidarische Menschen um dich, dass das dann doch nicht gewagt wurde.
Er war kein Held. Hat aber zumindest in diesem Moment nach seinem Glauben gehandelt, einfach weil das Wort Gottes nicht "arisch" ist und er sich dran halten wollte. #mikropredigt #fedikirche #familiengeschichte #evangelisch

@toottheologin Yes. Früher habe ich geglaubt, es gäbe eine feste Liste von Dingen, die Sünde sind, und für die mich Gott verurteilen und in die Hölle stecken würde, wenn ich sie nicht rechtzeitig vor dem Ableben bekenne und um Vergebung bitte.
Heute verstehe ich Sünde als "das was mich trennt von Gott" (oder angelehnt an den Post von gestern: "das was mich trennt von einem von der Liebe bestimmten Leben"). Es gibt keine feste Liste, die für jeden gleich ist, es gibt nicht mal eine konstante Liste, die für das gesamte Leben eines Menschen gleich bleibt. Denn wir verändern uns. Und das, was es mir erschwert oder unmöglich macht, zu lieben, kann situationsabhängig unterschiedlich sein.
Aus diesem Grund kann ich auch nicht mehr mit dem Finger auf meine Mitmenschen zeigen und proklammieren: "Was du da tust, ist Sünde" (oder gar "Wie du empfindest..."). In letzter Konsequenz kann das nur jeder ganz für sich alleine erkennen und entscheiden. Das was für den einen Sünde ist (aka "ihn von Gott, vom Lieben trennt"), kann für den anderen kein Problem sein, ja vielleicht sogar genau der Ausdruck von Liebe. Letztlich muss jeder seinem eigenen Herzen folgen, und wir sollten kapieren, dass wir nicht zuletzt aus diesem Grund nicht über andere urteilen dürfen oder können!

#Sünde #Liebe #Jesus #Glaube #Fedikirche #Mikropredigt

#Sünde ist für viele so ein Triggerwort. Das ist bäh. Das sagt man heute nicht mehr. Das ist altbacken. Sünde kommt von Sund, ein altes Wort für Graben. Der Graben, den ich grabe, sodass ich von anderen und Gott getrennt bin. Da, wo ich mich am liebsten ver-grabe, verschanze, abschotte. In Kleinlichkeit, Trägheit, Gleichgültigkeit. Der Grabenkampf gegen alles und nichts. Bekennen soll ich. Wo, wann und warum ich Gräben ziehe zwischen mir und anderen, mir und Gott, mir und meinem Mitgefühl. Weil ich es sonst nicht aushalte, so auf Augenhöhe im direkten Gegenüber. Gott ist treu. Er zieht keine Gräben. Er baut Brücken über meine Gräben. Und manchmal kann ich das zulassen. #fedikirche #mikropredigt #jesus #gott #vergebung

@toottheologin Weißt du, was ich so ganz nebenbei das Coole an Jesu Liebesgebot finde? Jesus erklärt an einer Stelle, dass derjenige, der liebt (o-Ton: "den nächsten wie dich selbst" und "Gott von ganzem Herzen" -- da Gott aber laut Jesus kein kleinlicher Knauser sein soll, glaube ich, darf man auch interpretieren "deine Mitgeschöpfe nach deinem persönlichen Vermögen" -- heißt, letztlich wird damit niemand überfordert!)... also dass derjenige, der liebt, "das gesamte Gesetz erfüllt hat". Da sind keine weiteren Regeln und Hürden, die ich erfüllen oder überwinden muss, um bei Gott willkommen zu sein. Jesus fordert nicht mal, dass ich Mitglied in der "richtigen Kirche" bin (wie ich in jüngeren Jahren angenommen habe) oder überhaupt an einen Gott glauben müsste. Denn wenn Gott Liebe ist, also die personifizierte Liebe, dann manifestiert sich Gott gewissermaßen in jedem Wesen, das der Liebe nach seinem Vermögen in seinem Leben Raum gibt. Ob man nun vom Verstand her jenes Höhere Wesen für wahr hält oder für ein Ammenmärchen, tut dabei nichts zur Sache.

Wenn ich mein Leben, so gut ich es hinbekomme, von der Liebe bestimmen lasse, dann ist das alles was nötig ist, um vom Schöpfer des Universums eine Freikarte für die After-Show-Party zu bekommen. Für die Party der Liebenden, und auf die sich niemand verirren wird, für den nur der eigene Egoismus zählt.
Und auf dieser Party wird dann das Wunder geschehen, dass die (personifizierte) Liebe mein Herz ganz ausfüllen und von den letzten Resten Egoismus und Hass reinigen wird. Auf diese Party freue ich mich schon sehr!

#Liebe #Nächstenliebe #Feindesliebe #Jesus #Glaube #Fedikirche #Mikropredigt #himmel