Hallo liebe Crew!
Heute Nacht stand ich lange an der Reling unseres Schiffes.
Das Meer war ruhig, der Mond spiegelte sich im Wasser, und irgendwo weit draußen sah man ein paar einzelne Lichter von anderen Schiffen.
Stellar saß neben mir und zählte Sterne „Pink“, sagte sie irgendwann, „warum fahren manche Schiffe so allein?“
Ich dachte eine Weile darüber nach.
Manche Schiffe segeln allein, weil ihre Crew verloren ging.
Manche, weil sie mutig neue Gewässer erkunden.
Und manche… weil sie einfach noch nicht das Schiff gefunden haben, das im gleichen Wind segelt.
Viele Menschen fühlen sich manchmal so, als würden sie allein über ein großes Meer treiben. Mit vielen Gedanken im Kopf und einem Herzen voller Geschichten, aber niemandem, dem sie sie gerade erzählen können.
Da kletterte Frederik auf die Schatztruhe und piepste: „Aber Pink… selbst ein einzelnes Schiff hat doch Sterne über sich.“
Und er hat recht. Auch wenn man sich allein fühlt, bedeutet das nicht, dass man wirklich allein ist. Manchmal sind die anderen Schiffe nur weit entfernt. Manchmal sieht man ihre Laternen erst, wenn die Wellen sich kurz beruhigen. Und manchmal braucht es einfach Zeit, bis sich zwei Kurse kreuzen.
Darum schreibe ich heute ins Logbuch:
Wenn du dich einsam fühlst, bist du nicht der einzige Mensch auf diesem Meer. Irgendwo da draußen steht vielleicht gerade jemand an der Reling und schaut ebenfalls in die Nacht.
Und vielleicht…
vielleicht seht ihr euch eines Tages.
Bis dahin halten wir hier an Deck die Laterne an.
Für alle Schiffe da draußen.
Eure Navigatorin
Pink 🏴☠️

