Rente mit 57 Jahren? Online kursiert falsche Behauptung zu ukrainischen Geflüchteten in Deutschland

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Faktencheck

Rente mit 57 Jahren? Online kursiert falsche Behauptung zu ukrainischen Geflüchteten in Deutschland

Geflüchtete aus der Ukraine sollen angeblich zehn Jahre früher als Deutsche in Rente gehen dürfen und das, ohne einzuzahlen. Beides stimmt nicht.

von Paulina Thom

25. April 2025

Anders als aktuell auf Tiktok und Facebook behauptet, können ukrainische Geflüchtete nicht zehn Jahre früher als Deutsche in Rente gehen (Symbolbild: K. Schmitt / Fotostand / Picture Alliance)
Behauptung

Ab 1. Juni zahle Deutschland die Rente für geflüchtete Frauen aus der Ukraine ab 57,5 Jahren sowie Männer ab 60 Jahren. Deutsche müssten bis 67 arbeiten. Die in dieser Zeit erarbeiteten Rentenversicherungs-Beiträge würden an Menschen ausgereicht, die hier niemals eingezahlt hätten.

Aufgestellt von: Beiträgen auf Tiktok und Facebook Datum:
05.03.2025

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Falsch
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Falsch. Es gibt keine solche Sonderregelung für ukrainische Geflüchtete. Sie können genau wie Deutsche frühestens mit 63 in Rente gehen. Einen Rentenanspruch in Deutschland haben sie nur dann, wenn sie mindestens fünf Jahre Beiträge eingezahlt haben.

Seit rund drei Jahren heißt es regelmäßig in Sozialen Netzwerken, ukrainische Geflüchtete in Deutschland würden von einer angeblichen Sonderregelung bei der Rente profitieren. Im Unterschied zu Deutschen, die bis 67 Jahren arbeiten müssten, dürften ukrainische Frauen bereits mit 57,5 Jahren und Männer mit 60 Jahren in Rente gehen, heißt es. Außerdem würden sie eine Rente erhalten, obwohl sie hier niemals in die Rentenkasse eingezahlt hätten. Aktuelle Beiträge mit der Behauptung kursieren auf Facebook und Tiktok und erreichen teils über hunderttausend Aufrufe.

In den Kommentaren herrscht Unverständnis, manche Nutzerinnen und Nutzer sind wütend auf die geschäftsführende Regierung oder die „Altparteien“. Doch es gibt keine solche Sonderregelung bei der Rente für ukrainische Geflüchtete und sie ist laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) auch nicht geplant. 

Auf Tiktok erreicht ein Beitrag mit der falschen Behauptung über die Rente von Geflüchteten aus der Ukraine über hunderttausend Aufrufe (Quelle: Tiktok; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Falsche Behauptung über Rente von Ukrainern kursiert seit April 2022 

In manchen Beiträgen wird als Quelle für die angebliche Sonderregelung eine Angabe des MDR genannt. Wir berichteten darüber im Mai 2022. Der Sender teilte damals in einem die falsche Information, löschte den Kommentar später und korrigierte diesen mehrfach. Die Falschinformation kursierte bereits einige Wochen zuvor: Wir fanden sie erstmals in einem Beitrag auf Telegram vom 13. April 2022 – damals hieß es fälschlicherweise, die Ampel-Koalition habe dies so entschieden und eine entsprechende Anweisung an die Jobcenter verschickt. 

Trotz der Richtigstellung durch den MDR hält sich die Behauptung weiter hartnäckig im Netz. Im September 2023 reagierte die Deutsche Rentenversicherung (DRV) mit einem eigenen Faktencheck – Gundula Sennewald aus der Pressestelle der DRV schreibt uns auf Nachfrage, dass dieser inhaltlich weiter Bestand hat. 

Ukrainische Geflüchtete können genau wie Deutsche frühestens mit 63 Jahren in Rente gehen

Demnach ist es falsch, dass ukrainische Geflüchtete in Deutschland bis zu zehn Jahre früher Rente erhalten als Deutsche. „Für den Bezug einer deutschen Rente gilt für Ausländer dasselbe Rentenrecht und dasselbe Renteneintrittsalter wie für deutsche Staatsbürger“, heißt es im Faktencheck. Ukrainische Geflüchtete können also – genau wie deutsche Staatsbürger – unter entsprechenden Abschlägen frühestens mit 63 Jahren in Rente gehen, sofern 35 Beitragsjahre vorliegen. 

Auch eine Sprecherin des BMAS schreibt uns auf Nachfrage: „Es gibt kein gesondertes Renteneintrittsalter für Ukrainerinnen und Ukrainer, die in Deutschland leben und es ist auch nichts derartiges geplant.“ Wir haben auch die CDU und die SPD, die sich im April 2025 auf einen Koalitionsvertrag geeinigt haben, angefragt. Von der SPD heißt es, die Behauptungen seien falsch, von der CDU erhielten wir bis zur Veröffentlichung keine Rückmeldung. Im Koalitionsvertrag findet sich eine solche Regelung jedenfalls nicht. 

Nein, Geflüchtete aus der Ukraine erhalten keine Rente ohne Beitragszahlungen

Es stimmt auch nicht, dass ukrainische Geflüchtete eine Rente erhalten, obwohl sie in Deutschland keine Beiträge gezahlt haben. Grundsätzlich gilt: Jeder in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer zahlt in die DRV ein. Auch Ausländer können deutsche Rentenansprüche erwerben, wie der DRV im Faktencheck erklärt. Diese entstehen aber frühestens nach fünf Jahren Beitragszahlung und dem Erreichen des gesetzlich vorgeschriebenen Renteneintrittsalters.

Arbeitszeit im Ausland kann auf die fünf Jahre Mindestversicherungszeit nur angerechnet werden, wenn es sich um ein EU-Mitgliedsland handelt oder das Land mit Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen hat. Seit Dezember 2023 gibt es Beitrittsverhandlungen mit der EU, EU-Mitglied ist die Ukraine aber nicht. Ein Sozialversicherungsabkommen wurde zwar 2018 von Deutschland unterzeichnet und 2020 beschlossen, jedoch bislang nicht von der Ukraine ratifiziert. Laut BMAS gibt es keine öffentlich bekannten Pläne oder Fristen seitens der ukrainischen Regierung, wann die Ratifizierung erfolgen soll.

Nur bei einem sehr kleinen Personenkreis unter den ukrainischen Geflüchteten werden Arbeitszeiten in der Ukraine angerechnet, und zwar bei den nach dem Bundesvertriebenengesetz anerkannten Spätaussiedlern. Auch hier gelten laut DRV die „üblichen Altersgrenzen“.

Einen Überblick mit allen Faktenchecks von uns zum Krieg in der Ukraine finden Sie hier.

Redigatur: Max Bernhard, Gabriele Scherndl

Die wichtigsten, öffentlichen Quellen für diesen Faktencheck:

  • Faktencheck der Deutschen Rentenversicherung, 18. September 2023: Link (archiviert)

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Author: Paulina Thom

#behauptung #falsche #jahren #kursiert #online #rente #ukrainischen

Nach Tod von Papst Franziskus: Fake-Video mit Donald Trump kursiert erneut auf Tiktok

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Papst Franziskus starb am Ostermontag 2025 an den Folgen eines Schlaganfalls, wie der Vatikan mitteilte. US-Präsident Donald Trump kündigte auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social an, er wolle zur Beerdigung anreisen. 

Doch wo das öffentliche Interesse groß ist, tauchen in Sozialen Netzwerken häufig auch Falschinformationen auf. Wer zum Beispiel auf Tiktok nach „Trump“ und „Papst” sucht, stößt mitunter auf ein manipuliertes Video mit Millionen von Aufrufen. Es erweckt fälschlicherweise den Eindruck, Trump habe versucht, die Hand des Papstes zu berühren und dieser habe den Versuch abgewehrt. Manche Nutzerinnen und Nutzer fragen, ob die Aufnahme echt ist. 

Dieses Bild ist nach dem Tod von Papst Franziskus in mehreren Videos auf Tiktok sichtbar. Es stammt aus einer Sendung der Late-Night-Show Jimmy Kimmel 2017. Anders als behauptet, hat der Papst die Hand von Donald Trump nicht ausgeschlagen. (Quelle: Tiktok; Screenshot und Schwärzung: CORRECTIV.Faktencheck)

Video stammt aus Late-Night-Show Jimmy Kimmel und ist nicht echt

Eine Bilder-Rückwärtssuche mit einem Ausschnitt des Videos zeigt, dass das Video nicht aktuell ist. Medienberichten zufolge stammt es aus 2017. In den Beiträgen auf Tiktok ist unten rechts im Bild das Logo des US-Fernsehsenders CNN erkennbar. Mit diesen Hinweisen finden wir auf Youtube eine Folge der US-amerikanischen Late-Night-Show Jimmy Kimmel Live vom 25. Mai 2017. Darin ist dieselbe Szene sichtbar wie in den Videos auf Tiktok. Das Logo von Jimmy Kimmel Live ging bei der weiteren Verbreitung aber verloren.

Im Originalvideo der Late-Night-Show Jimmy Kimmel Live ist das Logo der Sendung eingeblendet (gelb markiert). Dieser Hinweis ging bei der Verbreitung auf Tiktok verloren. (Quelle: Youtube / Jimmy Kimmel Live; Screenshot und Markierung: CORRECTIV.Faktencheck)

Ein Sprecher von CNN bestätigte The Dispatch schon 2022, dass das Video manipuliert sei. Die Szene war als Scherz gemeint: Während eine Aufnahme von Papst und dem US-Präsidenten eingeblendet werden, spricht Moderator Jimmy Kimmel über das vermeintlich kühle Verhältnis zwischen Trump und seiner Ehefrau Melania. Es folgt die Nahaufnahme, in der der Papst angeblich Trumps Hand ausschlägt – da kommentiert der Moderator: „Als Trump die Hand ausstreckte, wusste ich, dass er enttäuscht sein wird.“ 

2017 trafen sich Papst Franziskus und Donald Trump zum ersten Mal persönlich im Vatikan

Das Original-Video entstand bei dem ersten persönlichen Treffen des Papstes mit US-Präsident Trump im Vatikan am 24. Mai 2017. Es zeigt keine Nahaufnahme der Hände nebeneinander und auch keine Berührungsversuche, wie Aufnahmen der US-Nachrichtenagentur Associated Press zeigen. Das berichteten Medienhäuser in den USA bereits vor Jahren.

Tiktok antwortete bislang nicht auf unsere Anfrage dazu, warum der jahrealte Fake weiterhin auf der Plattform kursiert. 

Redigatur: Sarah Thust, Gabriele Scherndl

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Author: Sarah Thust

#donald #erneut #franziskus #kursiert #papst #trump #video

Vor Bundestagswahl 2025: Alte Aussage von Erdoğan über deutsche Politik kursiert erneut

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Faktencheck

Vor Bundestagswahl 2025: Alte Aussage von Erdoğan über deutsche Politik kursiert erneut

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan rief 2017 Türkinnen und Türken in Deutschland dazu auf, nicht SPD, CDU und Grüne zu wählen. Nun wird die Aussage fälschlicherweise als aktuell verbreitet.

von Gabriele Scherndl

27. November 2024

Vor der Bundestagswahl in Deutschland wird eine Aussage des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan wieder vermehrt geteilt. Sie stammt aus 2017. (Quelle: DTS-Agentur / Picture Alliance) Behauptung

Erdoğan habe aktuell dazu aufgerufen, nicht CDU, SPD oder die Grünen zu wählen.

Aufgestellt von: Beiträgen in Sozialen Netzwerken Datum:
24.07.2024

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Fehlender Kontext
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Fehlender Kontext. Die Aussage stammt aus 2017 – damals gab es den Aufruf von Erdoğan, diese Parteien nicht zu wählen. Darüber, dass er sich aktuell erneut so geäußert habe, gibt es keine Berichte.

„Sie sind alle für die AfD“, heißt es auf Tiktok zu einem Bild des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan. Er habe jetzt dazu aufgerufen, nicht die CDU, SPD, FDP oder die Grünen zu wählen. 

In einem anderen Tiktok-Beitrag wird unter einem Video von Erdoğan Bezug auf die vorgezogene Bundestagswahl in Deutschland genommen, sie wird im Februar 2025 stattfinden. Erdoğan sagt im Video: Er rufe seine Landsleute in Deutschland auf, die Christdemokraten, SPD und Grünen nicht zu unterstützen, weil die Parteien „Feinde der Türkei“ seien. Unter einem Beitrag, in dem die Aussage zu hören ist, kommentiert jemand: „Ist das echt?”

Derartige Beiträge erreichen aktuell auf Tiktok, Instagram und Youtube Hunderttausende. Sie suggerieren, die Aussage Erdoğans sei aktuell – doch das ist sie nicht.

Erdoğan ruft in diesem Video Türkinnen und Türken in Deutschland dazu auf, nicht CDU, SPD oder Grüne zu wählen. Es ist jedoch nicht, wie behauptet, aktuell. (Quelle: Tiktok; Screenshot und Schwärzung: CORRECTIV.Faktencheck)

Erdoğan-Video entstand schon 2017 vor der damaligen Bundestagswahl

Eine Bilder-Rückwärtssuche mit einem Standbild aus dem Video führt zu einem Youtube-Video, das die Welt im August 2017 veröffentlichte – also kurz vor der vorletzten Bundestagswahl. Darin wird jener Ausschnitt gezeigt, in dem der türkische Präsident dazu aufruft, weder CDU, noch SPD oder Grüne zu wählen. Über die FDP sprach er dabei – wie in manchen Beiträgen behauptet wird – nicht. Über die Aussage berichteten deutsche und internationale Medien.

Dass Erdoğan auch vor der Bundestagswahl am 23. Februar 2025 so eine Aussage getätigt hat, ist nicht bekannt (Stand 27. November 2024). Es gibt keinerlei Medienberichte darüber, weder auf Deutsch, noch auf Türkisch.

Redigatur: Viktor Marinov, Uschi Jonas

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Author: Gabriele Scherndl

#aussage #bundestagswahl #deutsche #erneut #kursiert #politik

Vor Bundestagswahl 2025: Alte Aussage von Erdoğan über deutsche Politik kursiert erneut

Der türkische Präsident rief 2017 dazu auf, nicht SPD, CDU und Grüne zu wählen. Nun wird ein Video dazu fälschlicherweise als aktuell verbreitet.

correctiv.org

Nach Trump-Wahl in den USA kursiert erfundenes Zitat von Nato-Chef Mark Rutte

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Faktencheck

Nach Trump-Wahl in den USA kursiert erfundenes Zitat von Nato-Chef Mark Rutte

Nach Donald Trumps Wahl zum US-Präsidenten 2024 werden Falschbehauptungen über Nato-Chef Mark Rutte geteilt: Dieser wolle die USA aus dem Bündnis ausschließen, wenn Trump die Ukraine an Putin ausliefere. Das Zitat ist erfunden.

von Gabriele Scherndl

15. November 2024

Nato-Generalsekretär Mark Rutte (links) und der designierte US-Präsident Donald Trump (rechts) auf einem Archivfoto aus 2019. Aktuell werden Falschbehauptungen über die beiden verbreitet. (Quelle: Alex Brandon / Associated Press / Picture Alliance) Behauptung

Nato-Generalsekretär Mark Rutte habe gesagt: „Wenn Trump die Ukraine an Putin ausliefert, werde ich persönlich die Vereinigten Staaten aus dem Bündnis ausschließen.“

Aufgestellt von: Pravda, Beiträgen auf X, Telegram und Facebook Datum:
10.11.2024

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Falsch
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Falsch. Für das Zitat gibt es keine Belege, ein Nato-Sprecher dementiert, dass es echt ist. Rutte selbst wäre nicht befugt, die USA aus der Nato zu werfen.

Wahlen sind stets ein Anlass für Verbreiter von Falschinformationen. So auch die Präsidentschaftswahl in den USA 2024, bei der sich Donald Trump als Kandidat durchsetzte. 

Danach kursierte etwa ein angebliches Zitat von Nato-Generalsekretär Mark Rutte, der gesagt haben soll: Wenn Trump die Ukraine an den russischen Präsidenten Putin ausliefere, werde er persönlich die USA aus dem Bündnis ausschließen. Trump sprach sich im Wahlkampf für eine schnelle Lösung des Ukraine-Krieges aus – was Gebietsabtretungen der Ukraine an Russland bedeuten könnte.

Beiträge wie diese kursieren vielfach auf X, Facebook und Telegram und erreichen mehr als hunderttausend Aufrufe. Auch auf einer Webseite von Pravda, das Teil einer pro-russischen Propaganda-Kampagne ist, wird über die angebliche Aussage von Rutte berichtet.

Auf einer russischen Propaganda-Plattform und in Sozialen Netzwerken wird fälschlicherweise behauptet, Rutte wolle die USA aus der Nato ausschließen (Quellen: Pravda, X; Screenshot, Schwärzung und Collage: CORRECTIV.Faktencheck)

Nato-Sprecher dementiert angebliche Aussage von Mark Rutte über Donald Trump

Die angebliche Äußerung ist frei erfunden. Sie ist weder in der Zitate-Datenbank Genios auffindbar, noch in englisch– oder deutschsprachigen Medienberichten. Ein Sprecher der Nato schreibt auf Anfrage von CORRECTIV.Faktencheck, Rutte habe das nie gesagt. 

Der Sprecher verweist stattdessen auf öffentliche Statements des Generalsekretärs nach der Wahl des neuen US-Präsidenten Donald Trumps: Rutte gratulierte Trump am 6. November zum Wahlsieg und sagte, die USA habe durch das Bündnis 31 Freunde und Verbündete. In einem anderen Statement sagte er mit Bezug auf die Ukraine: Er freue sich darauf, sich „mit Präsident Trump zusammenzusetzen und zu beraten, wie wir gemeinsam dafür sorgen können, dass wir dieser Bedrohung begegnen und unseren Teil der Welt sicher halten“.

Nordatlantikvertrag der Nato regelt nur den freiwilligen Ausstieg aus dem Bündnis

Rutte könnte die USA auch gar nicht ohne weiteres aus der Nato werfen. Erstens werden Nato-Beschlüsse im Konsens aller Mitgliedsstaaten getroffen. Und zweitens ist unklar, ob die Nato überhaupt Mitglieder ausschließen kann.

Laut Artikel 13 des Nordatlantikvertrags, der den Rechtsrahmen der Nato bildet, können Staaten mit einer einjährigen Frist selbst aus der Nato aussteigen. Ein Ausschluss durch das Bündnis ist darin nicht geregelt. Rechtlich ist das Thema umstritten, wie die Debatte 2019 rund um den Ausschluss der Türkei aus der Nato wegen der Militäroperation in Nordsyrien zeigt. Aurel Sari, Jurist an der britischen University of Exeter, sah damals bei einem „wesentlichen Vertragsbruch“ die rechtliche Möglichkeit für einen Ausschluss, bezeichnete das aber als „extreme“ Maßnahme. Ruttes Vorgänger als Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg schloss diese Möglichkeit 2021 aus

Für Dick Zandee, Leiter des Sicherheits- und Verteidigungsprogramms des Clingendael-Instituts in Den Haag, soll diese Art der Desinformation Spannungen erzeugen und die Nato destabilisieren. Der Zeitpunkt dafür sei nicht zufällig, der Wahlsieg Trumps böte neues Potenzial für solche Desinformationskampagnen, sagte er der Deutschen Welle

Alle Faktenchecks zu Falschmeldungen und Gerüchten zur US-Wahl 2024 finden Sie hier.

Redigatur: Paulina Thom, Sarah Thust

Die wichtigsten, öffentlichen Quellen für diesen Faktencheck:

  • Nordatlantikvertrag, Nato: Link (archiviert)
  • Can Turkey be Expelled from NATO? It’s Legally Possible, Whether or Not Politically Prudent, Aurel Sari, 15. Oktober 2019: Link (Englisch, archiviert)

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Author: Gabriele Scherndl

#erfundenes #kursiert #rutte #trump #zitat

Nach Trump-Wahl in den USA kursiert erfundenes Zitat von Nato-Chef Mark Rutte

Online heißt es: Nach dem Wahlsieg von Donald Trump hat Nato-Chef Mark Rutte den USA angeblich mit Ausschluss gedroht. Das ist frei erfunden.

correctiv.org

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Faktencheck

Unseriöse Verlosung von „Action Fans“ kursiert erneut auf Facebook

Dutzende Facebook-Seiten locken Nutzer mit angeblichen Geschenken der Discounter-Kette Action. Wir erklären, woran sich erkennen lässt, dass die Seiten unseriös sind.

von Sarah Thust

16. August 2024

Mit der Angabe von persönlichen Daten sollte man bei einer Verlosung auf Facebook vorsichtig sein und zunächst den Betreiber der Seite überprüfen. Finden sich dazu keine Informationen, könnte Betrug hinter dem Gewinnspiel stecken. (Symbolbild: Panther Media / Picture Alliance) Behauptung

Nutzerinnen und Nutzer, die unter einer Verlosung der Discounter-Kette Action „Herzlichen Glückwunsch“ kommentieren, erhielten Geschenke in Form von Taschen, Handys, Bargeld und Gutscheinen.

Aufgestellt von: Facebook-Beiträgen Datum:
07.06.2024

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Frei erfunden. Die Facebook-Seiten, die das vermeintliche Gewinnspiel verbreiten, sind nicht seriös. Es fehlen die Teilnahmebedingungen, die für Gewinnspiele in Deutschland rechtlich notwendig sind. Mit Maschen wie dieser können Daten abgegriffen werden.

Dutzende Facebook-Seiten mit dem Logo des niederländischen Discounters Action werben für „exklusive Geschenke in Form von besonderen Taschen, Handys, Bargeld und Gutscheinen“. Die können Nutzerinnen und Nutzer angeblich gewinnen, wenn sie einen Kommentar unter den Facebook-Beiträgen hinterlassen. Die Beiträge geben unterschiedliche Fristen für die Gewinnspiel-Teilnahme an. Geteilt wurden solche Beiträge in den vergangenen Wochen 2024 mehr als 10.000 Mal.

Hinter den angeblichen Verlosungen stecken jedoch keine seriösen Seiten. 

Mit diesen Tipps lassen sich unseriöse Facebook-Seiten erkennen:

Ist das Facebook-Profil mit einem blauen Haken verifiziert?
→ Gibt es ein Impressum?
Wie viele Follower hat die Seite?
Wann wurde die Seite erstellt?

Die Facebook-Seite nutzt das Logo von Action, hat aber nichts mit der Discounter-Kette zu tun (Quelle: Facebook; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Keine Kontaktdaten: Angebliches Action-Gewinnspiel stammt von einer Fake-Seite auf Facebook

Ein Beitrag mit der Verlosung wurde zum Beispiel am 9. August auf einer Seite namens „Action fans,“ veröffentlicht. Dass die Seite nicht zu Action gehört, lässt sich an verschiedenen Hinweisen erkennen: Die echte Facebook-Seite von Action hat einen blauen Haken, rund 3 Millionen Follower und „Gefällt mir“-Angaben. Das Gewinnspiel ist weder auf der offiziellen Facebook-Seite noch auf der offiziellen Webseite von Action zu finden. Eine Sprecherin von Action schrieb CORRECTIV.Faktencheck auf Nachfrage, dass so eine Verlosung dort nicht bekannt sei.

Der Action-Fanseite fehlt dagegen der blaue Haken, der auf Facebook anzeigt, dass die Seite verifiziert ist. Sie hat nur etwas mehr als 100 Follower. Der Seite fehlen zudem ein Impressum und Kontaktdaten – das ist bei Gewinnspielen aber eine gesetzliche Pflicht. Außerdem fällt auf: Die Seite mit der Fake-Verlosung wurde erst am 9. August 2024 erstellt und hat nur einen Beitrag veröffentlicht: das gefälschte Gewinnspiel.

Wer wie gefordert unter dem Beitrag „Herzlichen Glückwunsch“ kommentiert, erhält eine persönliche Nachricht: Man soll das angebliche Gewinnspiel in fünf Facebook-Gruppen teilen. Allein der Beitrag dieser Seite wurde mehr als 1.100 Mal geteilt, es scheinen also viele Accounts der Aufforderung gefolgt zu sein. 

Diese private Nachricht erhält ein Nutzer, der den Beitrag mit der Verlosung kommentiert. Er wird aufgefordert, den Action-Beitrag weiterzuverbreiten. (Quelle: Facebook Messenger; Screenshot und Unkenntlichmachung: CORRECTIV.Faktencheck)

Keine Kontaktdaten: Angebliches Action-Gewinnspiel stammt von einer Fake-Seite auf Facebook

Wie wir bereits in mehreren Faktenchecks berichtet haben, sind solche Angebote Teil einer bekannten Masche. Die Facebook-Seiten verwenden Varianten des Namens „Action Fans“ – mal mit einem Komma oder Punkt am Ende, mal in einer anderen Schriftart. Ebenfalls gemeinsam haben die Seiten, dass sie weder über ein Impressum und Kontaktdaten noch über Teilnahmebedingungen verfügen. Die Kopien nutzen dabei oft Fotos aus anderen Werbeaktionen

Nutzerinnen und Nutzer werden anschließend auf eine Webseite gelockt, die vorgibt, von Action zu stammen. An der Internetadresse (URL) lässt sich erkennen, dass es sich um eine „Google Site“ handelt, ein Dienst, mit dem sich kostenlose Webseiten erstellen lassen. Auffällig ist, dass die URL auf „halaman muka“ endet: Auf Seiten mit diesem Zusatz hat es in der Vergangenheit laut Betrugsalarm.com – ​​einer Webseite, die gemeldete Betrugsfälle im Internet erfasst – bereits andere gefälschte Gewinnspiele gegeben.

Die offizielle Action-Webseite warnt seit Jahren vor Fake-Verlosungen: „Immer öfter sehen wir Aktionen auf Facebook, per SMS und über Whatsapp, bei denen Action-Geschenkgutscheine in Höhe von 100, 250 oder 500 Euro angeboten werden. Nimm nicht daran teil, da es sich hier um gefälschte Aktionen und somit um Betrug handelt.“

Vor Phishing-Versuchen warnen unter anderem Facebook, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und die Verbraucherzentrale.

Redigatur: Sophie Timmermann, Steffen Kutzner

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Author: Sarah Thust

https://www.bachhausen.de/unserioese-verlosung-von-action-fans-kursiert-erneut-auf-facebook/

#action #erneut #facebook #kursiert #unseriose #verlosung

Unseriöse Verlosung von „Action Fans“ kursiert erneut auf Facebook

Dutzende Facebook-Seiten locken Nutzer mit Geschenken von Action. Doch die Angebote sind fake.

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Faktencheck

Bevölkerung reduzieren? Alte Rede von Kamala Harris mit Versprecher kursiert erneut

Eine Harris-Rede aus 2023 kursiert erneut – darin sagt sie tatsächlich, die Bevölkerung solle reduziert werden. Doch dem Video fehlt Kontext. Wie aus der ganzen Rede deutlich wird, hat sich Harris versprochen.

von Gabriele Scherndl

30. Juli 2024

Kamala Harris ist aktuell vermehrt Ziel von Falschbehauptungen. Nun wird eine alte Rede, in der sie sich offenbar versprochen hat, erneut geteilt. (Quelle: AP Photo / Julia Nikhinson / Picture Alliance) Behauptung

Kamala Harris habe gesagt: „Wenn wir in saubere Energie und Elektrofahrzeuge investieren und die Bevölkerung reduzieren, können mehr unserer Kinder saubere Luft atmen und sauberes Wasser trinken.“

Aufgestellt von: Beiträgen in Sozialen Netzwerken Datum:
20.06.2024

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Fehlender Kontext. Harris sagte das tatsächlich bei einer Rede im Sommer 2023. Doch offenbar war das ein Versprecher. Aus dem Kontext der Rede über saubere Energie wird deutlich, dass es um Verschmutzung geht. Auch im Transkript auf der Webseite des Weißen Hauses ist die Passage als Versprecher gekennzeichnet: Das Wort „population“ (Bevölkerung) ist darin durchgestrichen, eingefügt wurde „pollution“ (Verschmutzung).

Seit der amtierende US-Präsident Joe Biden seine Vize-Präsidentin Kamala Harris als Nachfolgerin ins Spiel brachte, ist sie Ziel zahlreicher Falschbehauptungen. Aktuell wird auch ein älteres Video einer Rede von ihr vermehrt geteilt und erreicht hunderttausende Nutzerinnen und Nutzer. 

Harris sagt darin auf Englisch: „Wenn wir in saubere Energie und Elektrofahrzeuge investieren und die Bevölkerung reduzieren, können mehr unserer Kinder saubere Luft atmen und sauberes Wasser trinken.“ Nutzerinnen und Nutzer glauben, damit enthülle sie eine geheime Agenda zur Bevölkerungsreduktion – ein weit verbreiteter Verschwörungsmythos.

Das Video ist tatsächlich echt – aber den Beiträgen fehlt wichtiger Kontext. 

Tatsächlich sagte Harris in dieser Rede, sie wolle die „population“, also die Bevölkerung reduzieren. Laut einem Vertreter des Weißen Hauses wollte sie aber sagen, sie wolle „pollution“, also Verschmutzung reduzieren. Eine geheime Agenda ist das nicht, sondern ein Versprecher. (Quelle: X; Screenshot und Schwärzung: CORRECTIV.Faktencheck)

„Population“ im Transkript durchgestrichen, „Pollution“ ergänzt

Der Ausschnitt stammt aus einer Rede, die Harris am 14. Juli 2023 an der Coppin State University in Maryland hielt – eine Langversion ist auf Youtube verfügbar. Bei Minute 9:38 ist die Passage, in der Harris „population“ sagt. 

Das Transkript dazu ist auch auf der Webseite des Weißen Hauses zu finden. Das Wort „population“, also „Bevölkerung“ ist allerdings durchgestrichen, in eckigen Klammern steht daneben „pollution“, also „Verschmutzung“. 

In der Abschrift der Harris-Rede ist gekennzeichnet, dass der Begriff „Bevölkerung“ ein Versprecher war (Quelle: whitehouse.gov; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Eckige Klammern kennzeichnen Versprecher – auch bei anderen Rednerinnen und Rednern

So wird in Transkripten des Weißen Hauses gekennzeichnet, wenn die Rednerin oder der Redner sich versprochen hat. Etwa auch, als Biden kürzlich versehentlich „Trump“ statt „Harris“ sagte, als er von seiner Vize-Präsidentin sprach. Diese Vorgangsweise kommt immer wieder vor, wie Medienberichte zeigen – auch in Reden von Donald Trump.

Eine Anfrage von CORRECTIV.Faktencheck an das Weiße Haus dazu, wie genau dieser Prozess abläuft, also woher die Transkribierenden wissen, welches Wort eigentlich gemeint war, blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet. Auf Anfrage von Lead Stories bekräftigte ein Vertreter des Weißen Hauses aber, dass Harris „Verschmutzung“, statt „Bevölkerung“ sagen wollte.

Auch aus dem Rest der Rede ist erkennbar, dass Harris sich versprochen hat. Das Wort „pollution“ findet sich auch an einer weiteren Stelle im Transkript, das Wort „population“ hingegen nicht. In der Rede geht es darum, wie saubere Energie zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen kann – Harris spricht darin zum Beispiel auch davon, dass Elektroautos die Umweltverschmutzung verringern könnten.

Redigatur: Viktor Marinov, Max Bernhard 

Die wichtigsten, öffentlichen Quellen für diesen Faktencheck:

  • Transkript der Rede von Kamala Harris am 14. Juli 2023 auf der Webseite des Weißen Hauses: Link (Englisch, archiviert)

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Author: Gabriele Scherndl

https://www.bachhausen.de/bevoelkerung-reduzieren-alte-rede-von-kamala-harris-mit-versprecher-kursiert-erneut/

#bevolkerung #erneut #harris #kamala #kursiert #reduzieren #versprecher

Bevölkerung reduzieren? Alte Rede von Kamala Harris mit Versprecher kursiert erneut

Eine Harris-Rede aus 2023 kursiert erneut – darin sagt sie tatsächlich, die Bevölkerung solle reduziert werden. Doch dem Video fehlt Kontext.

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Faktencheck

Unseriöse Mini-Haus-Verlosung kursiert erneut auf Facebook

Mini-Häuser zu verschenken? Mit diesem Versprechen lockt eine Facebook-Seite. Doch wer wie aufgefordert kommentiert, wird getäuscht.

von Sarah Thust

29. Juli 2024

Wer hinter einer Verlosung auf Facebook steckt, erfährt man, wenn man sich den Urheber genauer ansieht. Andernfalls entpuppt sich das Gewinnspiel vielleicht als Täuschung. (Symbolbild: David Gonzales / Pexels) Behauptung

Mehrere Mini-Häuser würden an Nutzerinnen und Nutzer verlost, die unter einem Facebook-Beitrag „Danke“ kommentieren.

Aufgestellt von: Facebook-Beiträge Datum:
17.07.2024

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Frei erfunden. Die Facebook-Seite, die das vermeintliche Gewinnspiel verbreitet, ist nicht seriös. Es fehlen die Teilnahmebedingungen, die für ein Gewinnspiel in Deutschland rechtlich notwendig sind. Mit Maschen wie dieser können Daten abgegriffen werden.

„Wir haben 3 Mini-Häuser, die wir aufgrund kleinerer Kratzer nicht verkaufen können“, wirbt ein Facebook-Beitrag vom 17. Juli. Mini-Häuser, auch „Tiny Houses“ genannt, sind transportable kleine Wohnhäuser. Die Häuser würden, so der Beitrag, an Nutzerinnen und Nutzer verschenkt, die „Danke“ kommentieren. Verlosungen wie diese kursieren im Juni und Juli 2024 mehrfach auf Facebook. Doch was steckt dahinter? 

„Wir haben 3 Mini-Häuser, die wir aufgrund kleinerer Kratzer nicht verkaufen können“, wirbt der Facebook-Beitrag (Quelle: Facebook; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Einige Details deuten darauf hin, dass die Beiträge unseriös sind: Die Seite hinter der Verlosung vom 17. Juli wurde zum Beispiel laut dem Abschnitt „Seitentransparenz“ schon im März erstellt, hat aber seitdem nur den Beitrag mit dem unseriösen Gewinnspiel veröffentlicht. Zudem hat sie nur wenige Follower und „Gefällt mir“-Angaben und wurde auch nicht verifiziert.

Wie wir bereits in mehreren Faktenchecks berichtet haben, sind solche Angebote eine Falle und gehören zu einer bekannten Betrugsmasche. Die Facebook-Seiten verwenden eine Variante des Namens „Kleines Haus“ – mal mit einem Komma oder Punkt am Ende, mal in einer anderen Schriftart. Ebenfalls gemeinsam haben die Seiten, dass sie weder über ein Impressum und Kontaktdaten noch über Teilnahmebedingungen verfügen.

Das sind Informationen, die bei Gewinnspielen eigentlich angegeben sein müssen, wie uns Katja Nonnenkamp-Klüting von der Verbraucherzentrale Bremen schon 2022 erklärte: „Aus rechtlicher Sicht sind [bei Gewinnspielen] Angaben wie Kontakt, Teilnahmebedingungen und Impressum zwingend notwendig, deshalb sollten Verbraucher:innen beim Fehlen dieser besser gleich die Finger davon lassen.“

Mit diesen Tipps lassen sich unseriöse Facebook-Seiten erkennen:
♦ Ist das Facebook-Profil mit einem blauen Haken verifiziert?
♦ Gibt es ein Impressum?
Wie viele Follower hat die Seite?
Wann wurde die Seite erstellt?

Mini-Haus-Gewinnspiele: Erst verbreiten lassen, dann persönliche Daten abfragen

Wer den Beitrag vom 17. Juni kommentierte, wurde per Privat-Nachricht nach dem Wohnort gefragt und aufgefordert, das angebliche Gewinnspiel weiterzuverbreiten. Viele Accounts kamen dieser Aufforderung nach, der Beitrag wurde mehr als 530 Mal geteilt. Etwa eine Woche später wurde die Seite zwar gelöscht, doch Seiten mit ähnlichen Verlosungen sind weiterhin online.  

Diese privaten Nachrichten erhielten Nutzer, die den Beitrag mit der Verlosung kommentierten (Quelle: Facebook Messenger; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Die Masche läuft üblicherweise so: Nutzerinnen und Nutzer erhalten nach dem Kommentieren einen Whatsapp-Link. So soll wahrscheinlich die Telefonnummer abgegriffen werden. Schreibt man dem Whatsapp-Profil, wird nach weiteren Daten wie dem Namen gefragt.

Vor solchen Phishing-Versuchen warnen unter anderem Facebook, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und die Verbraucherzentrale.

Redigatur: Max Bernhard, Viktor Marinov

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Author: Sarah Thust

https://www.bachhausen.de/unserioese-mini-haus-verlosung-kursiert-erneut-auf-facebook/

#erneut #facebook #kursiert #unseriose #verlosung

Unseriöse Mini-Haus-Verlosung kursiert erneut auf Facebook

Mini-Häuser zu verschenken? Mit diesem Versprechen lockt eine Facebook-Seite, doch wer wie aufgefordert kommentiert, wird getäuscht.

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Seit Jahren wird im Netz vor allem von ausländerfeindlichen Profilen das Foto einer Demonstrantin geteilt. Doch der Spruch auf ihrem Plakat ist manipuliert.

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Author: Steffen Kutzner

https://www.bachhausen.de/kundgebung-fuer-gefluechtete-gefaelschtes-foto-von-kanadischer-demonstrantin-kursiert-erneut/

#demonstrantin #erneut #gefalschtes #gefluchtete #kanadischer #kundgebung #kursiert

Kundgebung für Geflüchtete: Gefälschtes Foto von kanadischer Demonstrantin kursiert erneut

Seit mindestens 2016 verbreitet sich ein manipuliertes Foto einer Frau von einer Kundgebung für Geflüchtete in Kanada.

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