@j3j5 @admin me parece que en el celular va más fluido que el servidor de phanpy y todo. #iwanttobelieve

Essay von Steffen Greiner

I WANT TO BELIEVE – Agent Scully, Erich von Däniken und die Paranoia der Neunziger

Ein Kind geht in die Bücherei und entdeckt die Paranoia. Es sind die Neunziger: Im TV läuft „Akte X“, am Kiosk seziert das P.M.-Magazin Aliens, Dan Brown schreibt „Illuminati“. Das Internet ist noch jung und langsam, aber schon uferlos.

Eine düstere Ahnung schiebt sich unter den bunten Fortschrittsoptimismus von Spice Girls und Rotgrün. Am Ende stürzen Türme. Eine Spurensuche in die Zeit, als das paranoide Denken Mainstream wurde und wie sie uns noch heute prägt. Und nicht zuletzt eine Annäherung an einen großen Protagonisten dieses Misstrauens: Erich von Däniken, der im Januar verstorben ist.

https://www.swr.de/kultur/gesellschaft/i-want-to-believe-agent-scully-erich-von-daeniken-und-die-paranoia-der-neunziger-essay-2026-02-08-100.html

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I WANT TO BELIEVE – Agent Scully, Erich von Däniken und die Paranoia der Neunziger

Die Neunziger: Im TV läuft „Akte X“, am Kiosk seziert das P.M.-Magazin Aliens“. Eine düstere Ahnung schiebt sich damit unter den Alltag. Steffen Greiner geht dieser Ahnung nach.

SWR
Whoaah!!! Doo doo doo doo...
#RealXFiles #Aliens #IWantToBelieve! 😆 #BeamMeUp #ThisPlaceSucks (Yes I own this shirt) #SciFi #StrangerThings #XFiles

But people can recognise, learn and understand what is good and what is evil if it is exemplified to them. It is not the fight against evil, but the preservation of goodness that is an eternal endeavour. Everything else is a lie.

#Iwanttobelieve

@hfaust There is a precedent for a short-haired tanned tomboy childhood friend winning, it could happen again!

#IWantToBelieve

RE: https://squeet.me/display/962c3e10-bf5bc1a2-e13a115ad8efade6

Okay… ich muss zugeben: das fände ich spannend! #IWantToBelieve

Hi all!! Get ready for some Aliens, UAP & UFO news from DC 🇺🇸

But first: we still need a Pardon for Julian Assange. Holding politicians accountable can only be done via truly free press

Add your name to this petition: https://informationrights.org/take-action/pardon-julian-assange

#IWantToBelieve #PardonAssange 👽🛸

Die eigene Wahrheit kuratieren

In seinem Radio-Essay „I want to believe“ blickt Steffen Greiner auf die 1990er-Jahre zurück – zwischen „Akte X“, Erich von Däniken und Verschwörungstheorien. Eine persönliche Spurensuche nach dem paranoiden Stil einer ganzen Epoche.

Steffen Greiner: I want to believe – Agent Scully, Erich von Däniken und die Paranoia der Neunziger

SWR Kultur, 08.02.2026, 23.03 bis 0.00 Uhr

Wenn bei dem Satz „I want to believe“ automatisch das musikalische Thema von Mark Snow aus der Mystery-Serie „The X-Files“ vor dem inneren Ohr erklingt, dann hat man offensichtlich in den 1990er-Jahren zu viel ferngesehen. Der Kulturwissenschaftler Steffen Greiner, Jahrgang 1985, denkt in seinem Radio-Essay „I want to believe“ über „Agent Scully, Erich von Däniken und die Paranoia der Neunziger“ (so der Untertitel) nach und taucht damit in eine Zeit ab, in der sich seine kulturelle Sozialisation vollzogen hat.
Als Elfjähriger durfte er erstmals in die Erwachsenenabteilung seiner Bücherei, erzählt Steffen Greiner, und er begann „P.M. – Peter Moosleitners interessantes Magazin“ zu exzerpieren, dessen erster Chefredakteur und späterer Herausgeber gar nicht Peter, sondern Gerhard hieß. Zur gleichen Zeit lief immer dienstags „Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI“ auf ProSieben.

Schon bevor in Minute sechs der Titel der Sendung verraten wird, hat Steffen Greiner einiges Biographisches preisgegeben, was die gar nicht so idyllischen 1990er-Jahre einordnet. Er beginnt mit der Eröffnung der ersten McDonald‘s-Filiale in Moskau, die als Emblem für Francis Fukuyamas These vom „Ende der Geschichte“ (1992) fungiert. Verdrängt wurden laut Greiner „die Genozide in Ruanda und im auseinanderfallenden Jugoslawien, das gar nicht so friedliche Zerbrechen der Sowjetunion“ und „die Phase des dauerkoksenden Durchsetzunglibertarismus in den USA“. Dazu kommt eine wachsende Ausländerfeindlichkeit in Deutschland, die in den Anschlägen von Solingen, Mölln und Rostock-Lichtenhagen gipfelt.

Begleitete Nachtwanderung mit Gruselgeschichten

Was in den 1990er-Jahren seinen Ausdruck gefunden hat, hat vor ihnen begonnen und wirkt noch nach. Das P.M.-Magazin hat seinen Anteil daran, indem es sich von der Populärwissenschaft zur Esoterik öffnet und UFOs hinterherjagt. Kornkreise, Zeitreisen, Nostradamus, die Jesus-Verschwörung – alles Phänomene eines zeitschriftgewordenen Eskapismus. Eine Scharnierfunktion, so Greiner, nimmt dabei der im Januar im Alter von 90 Jahren verstorbene Bestseller-Autor Erich von Däniken ein, der den angeblichen Spuren extraterrestrischer Aliens in antiken Hochkulturen nachspürt. Ab 1993 lief auf Sat.1 seine eigene Fernsehserie: „Auf den Spuren der All-Mächtigen“. Zuvor hatte Däniken in der Hotellerie gearbeitet, war mehrfach wegen Diebstählen, Veruntreuungen und Betrügereien vorbestraft, bevor er erstmals nach Ägypten reiste, die „Prä-Astronautik“ für sich entdeckte und damit seit 1968 mehr als 40 Bücher veröffentlichte.

„Däniken-Lesen ist wie eine begleitete Nachtwanderung mit Gruselgeschichten“, sagt Greiner. Wenn Realität und Erzählung so weit auseinanderfallen, dann hilft nichts anderes, als die Realität der Erzählung anzupassen. Im Fall Erich von Däniken führte das vom Econ- zum Kopp-Verlag und in den Sumpf der Verschwörungstheorien – und die münden fast zwangsläufig in autoritäre und totalitäre Fantasien – unter anderem gegen den angeblich größten Menschheitsbetrug einer „Anti-UFO-Lobby“.
Mit Verschwörungstheorien kennt sich Greiner aus, hatte er doch schon 2022 in seiner Zeitreise zu den ersten Querdenkern „Die Diktatur der Wahrheit“ (Tropen-Verlag) den sogenannten „Inflationsheiligen“ der 1920er Jahre nachrecherchiert. Zu denen zählt er neben vielen vergessenen Schwurblern auch einen gewissen Adolf Hitler. Die 1990er-Jahre sind für Greiner das Zeitalter des Verdachts, in dem die konkrete Bedrohung des gerade zu Ende gegangenen Kalten Krieges durch eine diffuse ersetzt worden sei.

Besser als Däniken selbst

Was genau der paranoide Anteil an der Kultur der 1990er-Jahre sein soll, kommt erst in Minute 50 von Greiners Radio-Essay zur Sprache – in Anlehnung an den amerikanischen Historiker Richard Hofstadter (1916-1970), der 1964 in einem Essay den „paranoiden Stil in der amerikanischen Politik“ diagnostiziert hat, der als Blaupause für den Trumpismus gilt. Das ist ein bisschen spät und ein bisschen dünn für einen Essay. Zumal man die Grundthese von den Neunzigern als paranoidem Zeitalter durchaus anzweifeln kann. Ihren Durchbruch feierte die Paranoia am 11. September 2001 mit den Anschlägen auf das World Trade Center und das Pentagon („an inside job“), wie es in der Sendung auch erwähnt wird.

In einer Rückprojektion der heutigen hyperindividualistischen, autoritär-libertären Charaktere auf die 1990er- Jahre konstatiert Greiner: „Es fällt schwer, Däniken nicht darin zu erkennen.“ Zu viel der Ehre, möchte man da sagen. Außerdem gesteht Greiner den parawissenschaftlichen Erklärungsversuchen das „Moment des unbändigen produktiven Wissen-Wollens“ zu, das ihn später motiviert habe, Kulturwissenschaften und nicht Germanistik oder BWL zu studieren. Im Wortlaut klingt das so:

Ich habe exzerpiert, habe aus den Kapiteln aller dieser Bücher voller erdrückender Beweise heraus meine eigene Fibel historischer Wahrheiten kuratiert. Ich schrieb ab, zeichnete nach, während ich lernte, die wichtigen Fakten von den reinen Fillern zu trennen und Redundanzen zu vermeiden – vielleicht besser als Däniken selbst.

Die Latte liegt ziemlich niedrig, wenn der Unterschied zwischen Indiz und Beweis, zwischen Argument und Spekulation keine Rolle spielt. Insgesamt muss man Steffen Greiners Essay denn auch weniger als Analyse paranoider Gesellschaftsverhältnisse verstehen, sondern als Erzählung der eigenen kulturellen Wahrnehmungs- und Interpretationsmuster. Die junge Stimme von Christoph Pütthoff bringt in der Regie von SWR-Regisseur Günter Maurer den akustisch behutsam untermalten Text dabei glaubwürdig rüber. Um Agent Scully geht es übrigens gar nicht. Wahrscheinlich, weil der Titel lange feststand, bevor das erste Wort geschrieben war.

Jochen Meißner – KNA Mediendienst, 12.02.2026

 

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Digger, Digger, Digger! Mein DIY- #Tsatsiki betüddelt ei’m aber die Pauke neu!
Die #Knoblauch -ladung darin macht auch #Scully zur #Believer in! 🧄
Wundervoll! 💖
#ImABeliever #IwantToBelieve #Garlic #KnoblauchFahne

If the last three years were any indication, Today Was The Day I cycled to work (a 24km round trip), and probably won’t get around to it until early next year. I live in hope that I’ll do better this year, though.

#cycling #IWantToBelieve